Ottolenghis "Abadi cookies"

abadiNeuen Kochbüchern kann ich nur schwer widerstehen. Und wenn dann noch alle, so wie hier oder hier derartig schwärmen, bin ich mit meiner Zurückhaltung am Ende. Kurz gesagt, vorgestern ist Ottolenghis „Jerusalem“ bei mir eingezogen. Viel kann ich noch nicht sagen, außer, dass viele der Bilder ausser Speichelfluss auch noch Reisefieber auslösen. Und wenn ich so weiter blättere, wird es sicher mehr als ein Gericht aus diesem Buch geben; so auf den ersten Blick möchte ich erst mal (fast) alles kochen. Aber beim Blättern blieb mein Blick auf diesen Teilchen hängen, und die zogen mich sofort in die Küche. Vermutlich ist das typisch für mich, dass es das salzige Gebäck ist, das mich zuerst anzieht 😉

In der derzeitigen Saison könnte man das für Weihnachtsgebäck halten, aber es sind würzige, buttrige Kekse aus Hefeteig. Ottolenghi bezeichnet sie als „gefährlich abhängigmachend“ und ich sage dazu nichts; kann ich auch gar nicht, bin zu vollgefressen.

Was für ein Glück, dass ich sie trotz des schlechten Lichts gleich fotografiert habe, sie sind nämlich verdammt schnell weg.

Für ca. 35 Kekse:

  • 500 gr. Mehl
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 100 gr. Butter, zimmerwarm, in Würfeln
  • 10 gr. frische Hefe
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zucker
  • 1 1/2 Tl Salz
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 1/2 TL Fenchelsamen, geröstet und im Mörser angestoßen
  • 100 ml Wasser
  • 1 Ei
  • weiße Sesamsaat zum Bestreuen

Zuerst Hefe ins handwarme Wasser krümeln und auflösen. Dann aus allen Zutaten außer Ei und Sesam einen geschmeidigen Teig kneten. Ich finde, das geht in diesem Fall am besten mit Hand; ich kann die Butter so am besten einarbeiten.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Vom Teig ca. walnussgroße Stücke abnehmen (ungefähr 25 gr. pro Teil), und diese auf der sauberen Arbeitsfläche zu kleinen Schlagen von ca. 12 cm Länge rollen. Jede Schlange zu einem Ring schließen und auf das Backblech legen. Ca. 30 min ruhen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Das Ei verschlagen. Die Ringe mit Ei bepinseln und mit Sesam bestreuen.

In den heißen Ofen schieben und 22 min (yes, Ottolenghi ist genau 🙂 ) backen, bis die Ringlein goldbraun sind.

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21 thoughts on “Ottolenghis "Abadi cookies"

  1. Also, ich habe grade die Kringelchen gebacken. Zwar ohne Fenchelsamen,da ich keine hatte und halb mit Buchweizenmehl, aber dennoch: was für eine herrliche Alternative zu diesem ganzen Süßkram! Auch meine Jungs knuspern sie wie verrückt!

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  2. Das klingt echt gut…herzhafte „Kekse“ wären genau das, was ich bei der ganzen Backerei jetzt brauchen könnte. Von Ottolenghi wollte ich mir auch schon ein Buch kaufen, ich glaube, es war so ein großes vegetarisches. Aber das hier macht auch nen guten Eindruck…

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    1. Ja, ich habe auch viel Weihnachtsgebäck produziert, das kommt etwas herzhaftes wirklich recht. Das vegech mag es sehr geretarische Buch hat seinerzeit ziemlich eingeschlagen, ich mag es sehr gerne.

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  3. Schon wieder etwas auf der Nachkoch/-back-Liste! Wieviel Leben ich wohl brauche, um die abzuarbeiten? 😉 Als ob nicht schon das Rezept vielversprechend genug klingt, beschreibst du sie auch noch, dass man am liebsten sofort in die Küche gehen und den Backofen anwerfen will. Wenn nur nicht schon mein Sonntag komplett verplant wäre!

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  4. „It takes a giant leap of gaith, but we are happy to take it -what ever we got to lose?- to imagine that hummus will eventually bring Jerusalemites together, if nothing else will.“

    Auch aus dem Vorwort.
    Die ganzen Texte abseits der Rezepte sind absolut lesenswert. Ich liebe es 🙂

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  5. Also die Kringel stehen jetzt auch auf dem Plan….wegen dir!
    Das Buch hab ich auch und ich glaube, ich bin die Einzige die nicht so begeistert ist.
    Jetzt musst du ganz viel nachkochen…dann komm ich auch noch auf den Geschmack.
    🙂

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    1. Danke! Ich hab den Schweinebauch auch wegen Dir gemacht…..:-)
      Das Buch habe ich bis jetzt grob durchgeblättert; und ich denke schon, dass es viel geben wird. Selbst wenn die Rezepte sich als Fehlschlag erweisen sollten…ich mag es, wie die beiden die Kulturen zusammenbringen:“Everybody, absolutely everybody uses chopped cucumber and tomatoes to create an arab salad or an isreali sald, depending on point of view“ – wie Du merkst, bin ich bis zum Vorwort vorgedrungen….

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      1. Mein „Nichtganzsobegeistertsein“ richtet sich einzig auf die Rezept und wahrscheinlich nur deshalb, weil ich die anderen Bücher auch habe…und noch eine ganz Menge anderer Bücher mit israelischer und arabischer Küche.

        Sein schönstes Buch bleibt für mich einfach das “ Genussvoll vegetarisch“.
        🙂

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        1. Die Rezepte muss ich noch genauer inspizieren; aber ich habe schon einiges entdeckt….allerdings habe ich nicht viele Bücher zu israelischer und arabischer Küche – und auch keine besonders guten.

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  6. Ich brauche auch diese Kochbuch! Die „Kekse“ sind ne gute Abwechslung zu dem ganzen Süßkram im Moment. Ich mag es sowieso lieber herzhaft. Morgens lieber Wurst anstatt Marmelade..

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    1. Jaaaa…das Buch ist wirklich wunderschön. In Jerusalem war ich noch nicht, aber im Norden Israels. Ich fand es herrlich da, aber leider bin ich bei der Ausreise in die Terroristenrasterfahndung gekommen; das hat mir das Reisen dahin eine Zeitlang verleidet. Ich finde es wirklich faszinierend, wie das Buch die Kulturen zusammenbringt. Bestimmt werde ich demnächst einen Haufen daraus kochen. Und für 2013 ist Kochbuchfasten angesagt….ich schaffe das!

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          1. Ich hatte mal 4 Jahrgänge vom Donna Hay Magazine abonniert. Die werden immer wieder hervor gezogen. Nur zum Blättern und Freuen. Ich lass mich immer von Kochbüchern inspirieren, selten koch ich 1:1.

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