Schonkost auf chinesisch: Gedämpfter Fisch und Spinat mit Knoblauch

gedämpfter fisch und knoblauchspinatEin schönes, glückliches, fröhliches, gesundes 2013 Euch allen!

Für mich gilt: das Jahr sollte besser weitergehen, als es angefangen hat. In den letzten Tagen gab es hier nichts zu essen. Schuld ist irgendein blöder Virus, der mich als Opfer auserkoren hat. Los ging es mit dezentem Rumoren noch vor dem letzten Post, und gleich danach wurde es richtig interessant. Silvester war dann doch sehr viel geruhsamer, als ursprünglich geplant: wir machten Raclette ganz en famille. Das heißt, die anderen machten Raclette. Ich kriegte eine Kartoffel. Wenn ich nicht grade auf dem Klo saß. Ich habe mir wohl etwas Heftigeres eingefangen und werde wohl noch einige Zeit an einer Darmentzündung herumlaborieren. Der Name „magentratzerl*“ kriegt da eine völlig andere Bedeutung.

Aber immerhin ist die Zeit von blanken Kartoffeln („mit ohne alles“, würden meine Kinder sagen) und geriebenen Apfel vorbei. Juchu! Leichte Kost ist angesagt – wenig Fett, keine Milch wenig Zucker, nichts Schwerverdauliches. Moment, fiel mir ein, die Chance kann genutzt werden. Ich könne mal wieder chinesisch kochen, das hatte ich mir ohnehin vorgenommen.

Also los: Fisch, Gemüse, Reis –  leicht, aber ausgsprochen würzig und lecker

Für den Fisch:

  • 2 küchenfertige Regenbogenforellen à ca. 300 gr. (im Original 1 Barsch, aber bis zum Fischhändler habe ich es nicht geschaftt)
  • 1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt
  • 1 EL Reiswein
  • 1 El neutrales Pflanzenöl
  • 3 Frühlingszwiebeln, in Streifen geschnitten
  • 1/2 TL Zucker
  • etwas Salz und Pfeffer

Den Fisch zum Dämpfen auf einen Teller legen, Ingwer und Reiswein darauf verteilen. Wer einen Bambusdämpfer benutzt, füllt den Wok zur Hälfte mit Wasser, stellt den Bambusdämpfer hinein, den Teller auf den Dämpfer und dämpft den Fisch darin acht Minuten. Ich habe statt dessen meinen „Vitalis“ Dampfgarer verwendet und den Fisch einfach auf den geölten Gareinsatz gelegt. Den Fisch dann herausnehmen und auf einen sauberen Teller legen und warm halten.

Wok trocknen und wieder heiß werden lassen. Öl hineingeben, die Frühlingszwiebeln darin bei starker Hitze kurz anbraten, restlichen Reiswein, Zucker, Sojasauce, Pfeffer, Salz und ca. 2 EL Wasser zugeben, einmal ganz kurz aufkochen lassen, über den Fisch geben und alles gleich servieren.

Für den Spinat:

  • 500 gr. Blattspinat
  • 1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
  • etwas Pfeffer
  • 2 EL neutrales Öl
  • Salz

Spinat waschen, verlesen, kurz blanchieren.

Dann zusammen mit dem Knoblauch in den Wok geben und bei starker Hitze kurz pfannenrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf einem Teller zu Tisch bringen.

Rezepte adaptiert aus: Li Hong, Der Duft meiner Heimat.

*tratzen: bayrisch für ärgern, necken

21 Kommentare zu „Schonkost auf chinesisch: Gedämpfter Fisch und Spinat mit Knoblauch

  1. Achherrjee, Jahresanfang mit Türligiiger… nicht schön! Der leichte Fisch dafür umso mehr. Gute Besserung, auf dass Du wieder richtig auf die Beine kommst. Man ist doch nach so einer doofen Darmgeschichte schon ganz wacklig auf den Stelzen, gell.

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  2. Nicht, dass ich dir das deine Gedärm-Geschichte gönne, aber ich bin schon neidisch auf deine „Schonkost“. Ich habe bestimmt 3 Kilo in den letzten 3 Wochen zugenommen… Tauschen wäre jetzt auch keine Lösung, vielleicht irgendwas dazwischen.
    Aber ich wünsche dir natürlich auch gute Besserung und alles Gute für 2013!

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  3. Da stößt Herr H. mit dir an. Er hat beschlossen aus Figurgründen einen Monat auf Wein zu verzichten und allein schmeckt es mir auch nicht so recht… mit Krankheiten kann ich zum Glück nicht aufwarten. Wünsche dir baldige Genesung und: deine „Schonkost“ sieht sehr lecker aus. Hätte ich auch gesund nichts gegen. Habe mir übrigens auch vorgenommen, mich öfter ins Reich der Mitte zu begeben. Also, nochmal, werd schnell gesund und auf dass das neue Jahr schnell besser werde. LG Eva

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  4. Ich könnte ja jetzt in diesen Kanon der Kranken mit einstimmen – das alte Jahr endete mit Influenza und in das Neue Jahr husteten wir uns hinein, doch jetzt ist Schluß und wir sehen nach vorne. Ganz viel Gesundheit allen Kranken.

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  5. Noro zur Weihnachtszeit….

    Dank vielen, lieben, netten Kindlein, die gedrückt, geküsst und gerne geherzt werden bei Familienfesten bin ich um Weihnachten rum immer gerne wahlweise Darm-oder Nasenkrank.
    Nicht, dass Kinder irgenwie gefährlich sind, aber Kindergärten…..

    Ich wünsche dir gute Besserung die Nasenkranke aus Ulm

    Ach….dein Fisch…er duftet mich gerade an, obwohl ich überhaupt keine Luft bekomme..

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    1. Ach Sybille, ich hab noch was vergessen: Du hast recht, Kindergärten sind hochgefährliche Orte. Wir verzeichnen eine deutliche Besserung des familiären Gesamtgesundheitszustands, seit beide Kinder in die Schule gehen. Schule ist viel ungefährlicher, da holt man sich höchstens Läuse🙂

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