Gyoza

gyozaSandra hat sich einen Wok gekauft und möchte mithilfe von Zorra wissen, was man damit alles anstellen kann. Mir sind zum Thema Wok noch Teigtäschen eingefallen. Asiatische Ravioli, sozusagen.

Gyoza sind kleine, in Japan (und bei mir) sehr populäre Teigtaschen. Sie sind aus China nach Japan eingewandert; in China heißen sie Jiaozi. Pot-Sticker Dumplings werden sie auch genannt. Was wir heute machen, sind jaki-gyoza; de Täschchen werden erst gebraten, dann gedämpft. So nutzen wir das Potential des Woks so richtig aus:-) .

Klassischerweise werden Gyoza mit Schweinehack gefüllt und in eine kräftige Dippsauce aus dunkler Sojasauce und chinesischem Reisessig getunkt. Ich habe diesmal eine weniger rustikale Füllung mit Garnelen gewählt und dazu eine Ponzu-Dippsauce.

Die Teighüllen bekommt man in jeden Asia-Shop; Ihr findet sie in der Tiefkühle. Man kann sie auch selbst machen; sie bestehen lediglich aus Mehl und Wasser. Wenn mir mal wieder der Sinn nach Jiaozi steht, mache ich sie selbst; heute müssen es die gekauften tun. Mir fällt grade auf, dass ich für die japanische Variante die Hüllen immer kaufe und sie für die chinesische selbst mache. Ob das wohl einen tieferen Sinn hat?

Für die Gyoza:

  • 1 Päckchen Gyoza-Hüllen
  • 150 gr. Chinakohl
  • 1/2 TL Salz
  • 200 gr. Garnelen
  • 2 TL frischer Ingwer
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 TL Speisestärke
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 TL Sesamöl
  • 2 EL netrales Öl
  • 125 ml Hühnerbrühe

Für den Dipp:

  • 6 EL japanische Sojasauce (bin Kikkoman-Anhängerin…)
  • 3 El Zitronensaft

Chinakohl ganz fein hacken und in einem Sieb mit dem Salz vermengen. 30 min stehen lassen. Garnelen, Frühlingszwiebel und Ingwer ebenfalls ganz fein hacken. Das geht auch im Blender; es sollte aber kein Mus daraus werden.

Garnelen, Ingwer, Frühlingszwiebeln, Stärke, Sojasauce und Sesamöl in eine Schüssel geben. Den Chinakohl abspülen, mit Küchenpapier gründlich trocknen und die überschüssige Flüssigkeit herauspressen, dann zu den anderen Zutaten in die Schüssel geben und alles gründlich vemischen.

Zum Füllen je einen Teelöffel der Mischung in die Mitte einer Hülle setzen, den Rand mit etwas Wasser einstreichen, die Hülle zu einem Halbkreis zusammendrücken und zum Verschließen mit Daumen und Zeigefinger Falten in den Rand drücken. Die Gyoza vorsichtig auf die Arbeitsfläche tippen, damit man einen flachen Boden erhält.

Zum Garen etwas Öl im Wok bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. 10 Gyozas zunächst mit der flachen Seite nach unten braten, dann ein Viertel der Brühe angießen und die Gyozas ca. 4 min zugedeckt dämpfen, bis die Brühe verdampft ist. Herausnehmen, warm halten und die übrigen Gyozas ebenso garen.

27 thoughts on “Gyoza

  1. Gyoza habe ich zwar schon öfters gesehen, aber noch nie gemacht. Sehen bei Dir sehr lecker aus. Ich fühle mich sehr inspiriert, warte aber doch noch auf das Teigrezept zum selber machen ab.

    Liebe Grüße
    Anna

    Gefällt mir

  2. Was für Köstlichkeiten, da hast Du ein Superrezept gemacht, die Idee klasse, die sehen so was von gut aus!! Ich habe zwar gerade überlegt beim Lesen, das ich aus dieser köstlichen Füllung „Empanadas“ mache, doch der Wok steht nun hier, warum nicht so. Den Teig werde ich mal probieren zu machen, denn Asialaden habe ich hier keinen. Danke für das tolle Rezept und liebe Grüße
    Ingrid.

    Gefällt mir

    1. Bitteschön! Das zählt zu meinen Lieblingsessen; ich habe einen Teigtaschentick. Und jetzt, wo das schreibst, fällt mir auf, dass ich noch nie Empanadas gemacht habe – was ich schleunigst nachholen sollte!

      Gefällt mir

  3. Super! Ich liebe gefüllte Teigtaschen, vielleicht ja jetzt auch neben den italienischen die asiatischen? Ich werde es auf alle Fälle versuchen!

    Ich hatte sogar ein Gitter beim Wok zum Dämpfen dabei….

    Den Teig werde ich dann auch selbst machen, der nächste Asia-Laden ist etwas entfernt.

    Vielen Dank für Dein zweites Rezept zum Event! 😀

    Gefällt mir

  4. Na, die klassische Füllung ist sowieso mit Schweinehack; sonst bleibt alles gleich.
    Für selbstgemachte Teighüllen brauchst Du 400 gr. Mehl, 3/4 TL Salz und ca. 350 ml Wasser. Das verknetest Du zu einem geschmeidigen Teig und läßt ihn ruhen – mindestens 30 Minuten.
    Traditonell wird der Teig zu einer oder mehreren Rollen geformt, von der Rolle werden kleine Stückchen abgeschnitten und die werden dann zu Kreisen ausgerollt, ca. 8 cm Durchmesser und schön dünn.

    Gefällt mir

      1. Hm….der Teig soll schon recht weich sein und ist auch nicht ganz ohne. Ich mache es allerdings immer so, dass ich das Wasser abmesse und nur nach und nach zugebe. Wenn ich das Gefühl habe, dass die Konsistenz passt, höre ich auf mit dem Wasser. Ach ja, und man muss ziemlich lange kneten, bis der Teig die passende Beschaffenheit hat.

        Gefällt mir

  5. Sehr interessant! Kannst du das Teighüllenrezept noch preisgeben?:-) Habe noch Chinakohlreste vom Kimchimachen. Bei der Füllung muß ich leider passen (Krustentierallergie, gemein, wo ich die doch so liebe). Aber da ist man ja nicht festgelegt!

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.