Pizza „Zigni“

pizza zigni

Ein neues Event bei der unermüdlichen Zorra: diesmal möchte Luna wissen, was uns zum Thema Pizza einfällt. Das ist so leicht, dass es fast schon wieder schierig ist, denn Pizza geht, wie bei den meisten, bei uns immer. Das Schöne ist die Vielseitigkeit. Das Schwierige ist, aus der Masse der Ideen eine Auswahl zu treffen. Ich mache meist einzelne Pizzen, so bekommt jeder den Belag, den er sich wünscht. Meine Tochter mag es pur: Tomatensauce und Mozzarella. Für Sohnemann muss sich meist Salami auf der Pizza tummeln. Und mein Mann und ich – wir mögen jedes Mal etwas anderes.

Dieser Belag hier gehört zu meinen Lieblingen: Eine würzige Tomatensauce mit etwas grüner Paprika, scharf genug, um eine durchschnittliche Erkältung in die Flucht zu schlagen. Wir sprechen von Pizza mit äthiopisch inspiriertem Belag 🙂 Die Idee dazu stammt aus dem wunderbaren vegetarischen Kochbuch Celia Brooks Brown. Der Belag lebt von Berebere, einer Würzmischung, die gerne auch als „äthiopisches Curry“ bezeichnet wird. Berebere kann man, wenn man einen durchschnittlich bestückten Gewürzbestand hat, ganz fix selber machen. Das Rezept unten ergibt eine ordentliche Menge, aber Berebere peppt mehr auf als nur Pizzasaucen…

Die Vielfalt hört ja beim Belag nicht auf. Auch was den Teig angeht, kann man aus den verschiedensten Varianten wählen. Für den spontanen Gusto auf Pizza setze ich meist einen Teig aus 250 gr. Mehl, 5 gr. Hefe, 5 gr. Salz, 160 gr. Wasser und 2 EL Olivenöl an. Mit der halben Hefemenge und etwas mehr Planung kann dieser Teig auch mal einige Stunden im Kühlschrank auf seinen Einsatz warten. Diesmal habe ich vorausgeplant und den Pizzateig aus dem Sauerteigforum genommen, über den ich zuletzt bei der Turbohausfrau wieder gestolpert bin. Wenn man den immer im Kühlschrank hat, kann man jederzeit Pizza machen.

Beim Backen der Pizza gibt es für mich aber nur eine Option, und die heißt Pizzastein. Der gibt zum einen ordentlich Hitze ab und entzieht zum anderen dem Teigboden etwas Feuchtigkeit – für einen knusprigen, geschmackvollen  Pizzaboden. Ehrlich gesagt, finde ich die Verwendung des Steines fast wichtiger als die brennende Frage, was für einen Teig man denn nun für seine Pizza verwendet.

Für den Teig (2 Pizzen):

  • 300 gr. Mehl 550
  • 180 gr. Wasser
  • 1,5 gr. frische Hefe
  • 6 gr. Salz
  • 1 1/2 EL Olivenöl

Die Hefe im Wasser auflösen. Dann aus allen Zutaten einen elastischen Teig kneten. Den Teig in eine Schüssel mit Deckel geben und eine Stunde bei Zimmertemperatur anspringen lassen. Dann in den Kühlschrank geben. Der Teig kann im Kühlschrank nun vor sich hin gehen. Er soll sich so bis zu 8 Tagen halten; ich habe ihn nach 6 Tagen hervorgeholt und verbacken.

Für das Berebere:

  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 8 Nelken
  • 1 TL Kardamomsamen
  • 1/2 TL Pfefferkörner
  • 1 TL Bockhornkleesamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 8 kleine getrockenete Chilis
  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • 1/4 TL Piment
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Zimtpulver
  • 3 EL Paprika (je nach Konstitution edelsüß oder rosenscharf 😉 )

Die ganzen Gewürze in einem Pfännchen ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen. Alls abkühlen lassen und zusammen mit den restlichen Gewürzen in einer sauberen Kaffeemühle oder einem Mörser zu einem feinen Pulver vermahlen.

Für den Belag:

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 grüne Paprikaschote, entkernt und fein gehackt
  • 2 große Tomaten, gehackt
  • 2 TL Berebere
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Kugel Büffelmozzarella

Eine Pfanne erhitzen, Öl hineingeben. Den Knoblauch kurz anbraten, dann Paprika, Tomaten, Oregano und Berebere zugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sauce ca. 10 min einkochen lassen, dann das Tomatenmark einrühren und alles nochmals kurz aufkochen lassen.

Zum Fertigstellen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 1 h Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Pizzastein in den Ofen schieben und die Temperatur so hoch wie möglich stellen.

Den Teig in 2 Teile teilen und rundwirken. Ca. 5 min ruhen lassen, dann läßt er sich besser ausrollen.

Den Pizzaschieber etwas bemehlen, eine Teigkugel darauf legen und ganz dünn ausrollen (oder ausziehen, ja nach Fertigkeit 🙂 ). Die Hälfte der Sauce darauf verteilen und die Hälfte des Mozzarella darüber zupfen. Pizza mittels des Schiebers auf den Stein schubsen und backen, bis sie am Rand goldbraun und knusprig ist. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren.

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23 thoughts on “Pizza „Zigni“

  1. Ich denke, Pizza ist eines der besten und hat sich perfekte Diät. So zingai Pizza ist eine leckere, dass seine differerenty Arten von vagitables daher sind seine mehr lecker ist, warum bei mehr Menschen bevorzugen ist, dies zu.

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  2. Sehr lecker! Könnte ich jetzt gerade mal schnell zum Frühstück reinbeissen 🙂
    Ich backe Pizza (und Brot) auch nur auf dem Stein.

    Und jetzt geh ich mal auf die Suche nach Bereberen…

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  3. Das hört sich echt interessant an mit deiner Gewürzmischung, sowas habe ich bei Pizza echt noch nie gehört und ausprobiert, find ich aber eine witzige Idee und wird auf jeden Fall mal getestet. Ich liebe Pizza übrigens! 😉

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  4. Mit dem Backstein gebe ich dir zu 100 % recht. Ohne könnte ich gar nicht mehr. Früher dachte ich, man muss das Backblech nur gut genug mit aufheizen, dann klappt das auch gut. Das stimmt definitiv nicht!

    Deine Gewürzmischung klingt absolut hitverdächtig!

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  5. Deine Pizza schaut absolut anbeissungswürdig aus 😉
    Aber sag mal, wenn Du die Pizza direkt auf dem Schieber ausrollst, ist sie Dir noch nie angeklebt und Du schubst irgendwelche Rollen und Falten auf den Backstein?

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    1. Anbeissungswürdig 🙂
      Das mit dem Ausrollen auf dem Schieber hat immer gut funktioniert. Ich bemehle den ein bißchen und lasse die Pizza da auch nicht stundenlang drauf liegen, dann geht das gut. Ich will auch gar nicht wissen, wie blöd ich mich anstellen kann, wenn ich einen ausgerollten rohen Pizzaboden auf den Schieber bugsieren soll 😉

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  6. Ach soooo funktioniert das mit dem Schieber. Die Pizza wird direkt auf dem Schieber ausgerollt. OK, somit hat sich das Problem „wie bekomme ich die rohe Pizza auf den Schieber“ schonmal für mich geklärt. Bleibt mir nur noch die Frage, wie ich die rohe Pizza da wieder runterbekomme. Naja, widme ich zunächst erst einmal dem Berebere.
    Danke für deine Pizza.

    Liebe Grüße von der Luna

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  7. Ich liebe Berbere, wird bei mir im 3-Monate-Rhytmus ständig nachproduziert! Ich mag das, wenn meine Küche wie ein Beduinenzelt riecht 😉

    Mit Pizza habe aber noch nie experimentiert… werde ich wohl demnächst mal nachholen! Genau so wie der Kauf eines Pizzasteins 🙂

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  8. Herrlich! 🙂 Natürlich geht Pizza immer! Und ich liebe dieses Kochbuch (und es darf sich wahrscheinlich meiner umfassenden Sammlung von 10 Kochbüchern hinzu gesellen ;-)). Zum Thema Pizzastein allerdings muss ich Widerspruch einlegen. Ich habe keinen und meine Pizza ist immer knusprig (auch in der Mitte), aber nur, wenn ich einen Teig mit Vorteig mache…Vielleicht habe ich eine Wunderofen 😉

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    1. Das Buch zählt zu meinen Lieblingen; es sind einfach tolle Ideen drin.
      Zum Stein: knusprig wird die Pizza auch ohne, auch bei mir. Trotzdem bilde ich mir ein, dass sie vom Stein noch besser schmeckt. Ursprünglich angeschafft hatte ich den Stein zum Brotbacken – da konnte ich allerdings keinen Unterschied feststellen.

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  9. Hach, so eine klassisch belegte Pizza ist doch was Feines. Das Gewürz liest sich auch sehr interessant- da war ich bei Pizza bisher wenig experimentierfreudig, klassisch nur Oregano, Chili und Basilikum. Vielleicht werde ich nun auch wagemutiger….

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