Kichererbseneintopf mit Garnelen

kichererbsensuppe mit garnelen

Das ist eines dieser Gerichte, bei dem mit einfachen Zutaten etwas Tolles entsteht.

Ich bin mir zwar etwas unschlüssig, wie ich das Ganze denn nun nennen soll, denn für einen Eintopf ist es eigentlich zu wenig stückig – und für eine Suppe zu dickflüssig. Im Original heißt es einfach Kichererbsen mit Garnelen – keine schlechte Lösung 😉 .

Wie auch immer man es tauft – dieses Essen kommt rustikal und elegant zugleich daher. Salbei, Rosarin und Knoblauch sorgen für eine mediterranes Gefühl. Trotzdem hat das ganze eine deftige Note und ist ein schönes Essen für die kühlen, trüben Tage, wie wir sie leider gerade wieder haben.

Ganz wichtig finde ich, die Portionen mit einem senfartigen Blattgemüse anzurichten, das gibt der Suppe etwas Schärfe und haucht ihr erst richtig Leben ein. Im Original wird Rucola genommen. Ich habe erfreut festgestellt, dass die Brunnenkresse in meinem Kräutertopf sich fröhlich ausbreitet und habe diese verwendet.

  • 300 gr. getrocknete Kichererbsen, über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Zweig Salbei
  • 3 El Olivenöl
  • 400 gr. Garnelen, geschält
  • 1 EL Rosmarinnadeln, gehackt
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 2 ordentliche Prisen Chili
  • eine große Handvoll Brunnenkresseblättchen oder Rucola

Zunächst die Kichererbsen abgießen, dann mit einer geschälten ganzen Knoblauchzehe, dem Salbei und dem Lorbeerblatt in einen großen Topf geben, mit reichlich Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Die Kichererbsen in ca. 50 min weich kochen, dabei entstehenden Schaum immer wieder abschöpfen. Ihr braucht reichlich Wasser im Topf, denn am Ende wird ein Großteil der Kichererbsen mit ca. 750 ml Kochwasser püriert. Gegen Ende der Kochzeit Salz zufügen. Wenn die Kichererbsen gar sind, diese abgießen, das Kochwasser aber zurückbehalten. Ca 1 Tasse (250 ml) Kichererbsen zurückbehalten, den Rest mit 750 ml Kochwasser pürieren.

Restlichen Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Knoblauch darin kurz andünsten, dann Tomaten und Chili zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles kurz einkochen lassen. Dann das Kichererbsenpüree zugeben und alles nochmals ca. 5 min köcheln lassen, damit sich die Geschmäcker verbinden können. Wenn der Eintopf zu sehr eindickt, noch etwas Wasser zugeben.

Inzwischen in einer großen Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen. Garnelen und Rosmarin zugeben und auf jeder Seite nur kurz braten, bis die Garnelen außen goldfarben und innen noch saftig sind. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.  Vom Feuer nehmen und warmstellen.

Zum Anrichten die Suppe auf Teller verteilen.  Auf jeden Teller einige Garnelen und ganze Kichererbsen geben und mit Brunnenkresse oder Rucola dekorieren.

Rezept adaptiert aus: Tessa Kiros; Limoncello and Linen Water

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23 thoughts on “Kichererbseneintopf mit Garnelen

  1. Kichererbsen und Garnelen stelle ich mir toll zusammen vor! Ich frage mich bei suppigen Gerichten übrigens auch oft, wie ich die nennen soll, und bediene mich dann manchmal bei der französischen Potage als genau dem Mittelding zwischen Vorsuppe und simplem Eintopf, für das es im Deutschen nicht so richtig einen passenden Begriff zu geben scheint. Wobei das nicht chi-chi gemeint ist, denn bei Formulierungen wie „Confierte Garnele an Potage von der Kichererbse“ rollen sich mir tendenziell die Fußnägel auf ;-).

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      1. Fisch und Meeresfrüchte esse ich gelegentlich bei Familienfesten – unsere Familien sind immer froh, wenn sie uns Vegetariern zu besonderen Anlässen „wenigstens einen Fisch“ servieren können ;-). Und den essen wir in solchen Fällen dann auch sehr gern. Deine Kombi mit Kichererbsen klingt jedenfalls besonders toll.

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  2. Tolle Farbe! Schaut richtig appetitlich aus! Für mich dann aber auch lieber mit Hähnchenbruststreifen 🙂

    Die Idee statt Rucola Brunnenkresse zu verwenden gefällt mir persönlich sehr gut!

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  3. Hab ich Knöpfe auf den Augen oder stehen in der Zutatenliste keine Garnelen?

    Ein leckeres Eintopfsüppchen 😉 mit einer ungewohnten Kombination, das mir auch gefallen könnte. Ab auf die Nachkochliste 😉

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  4. Hmm… und dazu eine knusprige Scheibe Brot 🙂 (und keine Garnelen für mich :-(). Dass aus wenigen einfachen Zutaten etwas so köstliches werden kann, fasziniert mich auch immer wieder 🙂

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