Bärlauch-Schupfnudeln mit Spargel

bärlauch-schupfnudeln mit spargel

Bärlauch und Spargel haben nicht so richtig zusammen Saison. Dieses Gericht habe ich schon einmal gemacht – mit selbst gepflücktem Bärlauch und importiertem grünen Spargel. Geschmeckt hat das klasse. Aber der Teller war grün – bärlauchgrün, spargelgrün, so grün, dass man Freund und Feind nicht unterscheiden konnte. Das Essen fanden wir aber so klasse, dass ich es nochmal gemacht habe. Diesmal rezeptgemäß mit weißem Spargel. Aber der Bärlauch – den mußte man stehen lassen, der hat schon geblüht. Also habe ich die Schupfnudeln kurzerhand mit dem Bärlauchpesto zubereitet, das ich noch im Kühlschrank hatte. Die waren nicht so grün, aber trotzdem lecker mit einer dezenten Bärlauchnote.

Nun wollt Ihr ein Rezept für das Bärlauch-Pesto, stimmt’s? Nun, so weit ich mich erinnere, waren Bärlauch, Parmesan, Olivenöl und (Cashew)nüsse drin. Hüstel. Für exaktere Angaben wendet Ihr Euch an Marco oder an Semiha, da findet Ihr wunderbare Rezepte. Allerdings sind die inzwischen wohl eher für die nächste Saison. Wer keinen Bärlauch mag, kann die Schupfnudeln natürlich auch mit anderem Pesto zubereiten. Der Klassiker mit Basilikum bietet sich an. Ich mag aber auch Pesto aus Radieschenblättern. Und eine ganz andere Variante, nämlich Bagnet Vert,  habe ich neulich bei My Italien Smorgasbread gefunden.

  • 500 gr. mehlig kochende Kartoffeln
  • 4 EL Bärlauch-Pesto (Original: 60 gr. Bärlauch)
  • 150 gr. Quark, abgetropft (Original: Ricotta)
  • 400 gr. weißer Spargel (Original: 750 gr.)
  • 50 gr. Parmesan, frisch gerieben
  • 75 gr. Hartweizengrieß
  • ca. 100 gr. Mehl
  • 2 Eigelb
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 75 gr. Butter
  • Zucker

Zunächst die Kartoffeln waschen, in Alufolie wickeln und im Backofen bei 200°C in ca. 50-60 min weich garen.

Spargel schälen, holzige Enden abschneiden, in ca. 3 cm lange Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser ca. 3 min blanchieren.

Die Kartoffeln aus der Folie nehmen, schälen und heiß durch eine Kartoffelpresse geben. Mit Bärlauch-Pesto, Quark, Käse, Mehl, Grieß und den Eigelben zu einem Teig verkneten und mit Muskat und Pfeffer würzen. Probieren und wenn nötig, nachsalzen. Wenn der Teig zu klebrig ist, noch Mehl zufügen. Dann von Teig walnussgroße Häufchen abnehmen und jeweils zwischen den Handflächen zu Fingernudeln wälzen.

In einem Topf eine großzügige Menge Salzwasser erhitzen. Die Schupfndeln portionsweise einlegen und garen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen. Gare Schupfnudeln herausnehmen und gut abtropfen lassen.

Butter in einer großen beschichteten Pfanne zerlassen. Schupfnudeln und Spargel darin anbraten, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und gleich zu Tisch bringen.

Rezept adaptiert aus: Lust auf Genuss 5/2013

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16 thoughts on “Bärlauch-Schupfnudeln mit Spargel

  1. Ich habe nur noch ein klitzekleines Restchen Bärlauchpesto… das reicht wohl nicht… Warum hab ich bloß so wenig gemacht??? Grrr Das sieht toll aus, müssen halt andere Kräuter ran.

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  2. Oh, gleich drei Lieblinge auf einen Streich, Spargel und Schupfnudeln und Bärlauch. Ein perfektes Frühlingsessen hast Du da gezaubert! Ich könnte derzeit eigentlich den Schalter für eigene Ideen auf „aus“ schalten und nur noch aus Blogs nachkochen….

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  3. Lecker! Grün in grün stell ich mir aber auch hübsch vor. Ich habe letztes jahr das erste mal Schupfnudeln gemacht, denke es wird wieder an der zeit 😉 Danke für die inspiration

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    1. Das Grün war lecker….aber so grün, dass es schon wieder zu grün war. Dies hier ist eigentlich eher zu wenig grün, da hätte man jetzt mit grünem Spargel ein fotogenes Ergebnis erzielen können. Kurz gesagt: es gibt immer was zu quengeln 😉

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  4. Biete mich als Abnehmerin für Bärlauchpesto an (@ turbohausfrau) – habs dieses Jahr nicht geschafft!

    Und komm zum Essen, liebes magentratzerl, ok???? Gefällt mir sehr sehr gut….

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  5. Sehr appetitlich und ganz mein Geschmack 🙂 Aber warum garst du die Kartoffeln im Ofen? Und in den Schupfnudelrezepten, die ich kenne, steht immer, man möge die Kartoffeln am Vortag kochen, schrecklich, diese verweirrenden Unterschiede. Vielleicht kannst du Lich ins Dunkel bringen?

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    1. Ahem…..ich habe das mit dem im Ofen garen einfach mal rezeptgemäß ausprobiert und fand es gar nicht mal so schlecht, weil die Kartoffeln etwas trockener werden, als wenn man sie in Wasser gart. Ansonsten…..manchmal nehme ich frisch gekochte Kartoffeln, manchmal welche vom Vortag – meist dann, wenn sie übrig sind. Ich teile also Deine Verwirrung ;-). Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass jemand Knödel aus festkochenden Kartoffeln gemacht hat….das hat mich auch etwas aus dem Konzeot gebracht 🙂

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  6. Lecker! Da fällt mir auf, dass ich Schupfnudeln noch garnicht selbst gemacht habe… Aber wird nicht viel anders sein, wie mit Gnocchis. Also demnächst wird das getestet – ich habe nämlich auch noch Bärlauch-Pesto im Kühlschrank!

    Auf auf das Radieschengrün-Pesto komme ich auch bald nochmal zurück, die fangen gerade ordentlich an zu wachsen *hüpf-hüpf*

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