Graukäseknödel mit Salbeibutter und Speck

graukäseknödel mit sabeibutter und speck

Bei Zorras Events mache ich immer gerne mit. Es macht Spaß, sich mit den verschiedenen Themen zu befassen und mal nach Rezepten zu kramen, mit denen man sich sonst womöglich nicht beschäftigen würde. Diesmal ist Österreich das Thema – ausgerichtet von Susi, der Turbohausfrau, mit der ich den Vornamen teile und von deren Blog ich mich immer gerne inspirieren lasse.

Österreich….als Kind war ich jedes Jahr einmal da – Bergwandern in Tirol. Vom Essen habe ich aus der Kindheit hauptsächlich die Semmeln in der Frühstückspension in Erinnerung, in der wir immer übernachteten. Die fand ich damals einfach wunderbar. Für das Event bin ich mal in mich gegangen und zu dem Schluß gekommen, dass ich mit Österreich auch wunderbare Knödel verbinde. Gut, ich komme aus Bayern, auch ein Knödelland. Aber ich habe immer das Gefühl, Österreich toppt das Knödelerlebnis um Einiges. Zum Beispiel mit diesen Knödeln hier. Wenn Ihr Knödel mögt und Käse – dann seid Ihr damit richtig.

In Bayern sind Knödel normalerweise eher eine Beilage und brauchen die Sauce, die der Braten hergibt. Das hier aber ist ein Hauptgericht – ein Salat dazu, und alles ist wunderbar.

  • 400 gr. altbackenes Weißbrot oder Knödelbrot
  • 300 gr. Graukäse (oder Sauermilchkäse mit Edelschimmel wie z.B. Handkäse)
  • 300 ml Milch
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 3 Eier
  • 100 gr. Räucherspeck
  • 4 Zweige Salbei
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Öl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Das Brot in Würfelchen schneiden und dann in einer großen Pfanne ohne Fett hellbraun anrösten. Den Käse in feine Würfel schneiden oder grob reiben.

Milch leicht erhitzen.

Brot und Käse in einer Schüssel mischen, mit der warmen Milch übergießen und ca. 15 min ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und fein hacken. In einer Pfanne Öl erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden. Dann die angedünsteten Zwiebeln, Schnittlauch und die aufgeschlagenen Eier unter die Brotmasse kneten. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken.

In einem weiten Topf eine großzügige Menge Salzwasser aufkochen lassen. Aus dem Teig mit angefeuchteten Händen Knödel formen und diese in das siedende Wasser geben. Die Hitze zurücknehmen und die Knödel in ca. 10 min garziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Speck in feine Streifen schneiden und in einer Pfanne bei schwacher Hitze knusprig braten. Mit einem Schaumlöffel herausholen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Etwas Butter in die Pfanne geben. Die Salbeiblätter von den Stielen zupfen und in Butter und Speckfett knusprig braten.

Knödel mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser holen, gut abtropfen und mit knusprigem Speck und Salbeibutter servieren.

Rezept adaptiert aus: Alpenküche; Genuss und Kultur

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29 thoughts on “Graukäseknödel mit Salbeibutter und Speck

  1. Handkäse! Da wird der Hesse gleich hellhörig. Dass man auch so appetitliche Knödl damit machen kann, wusste ich gar nicht… Das muss ich mal ausprobieren.

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  2. Ja Wahnsinn! Die schauen dermaßen gut aus und das Rezept klingt fantastisch. Vielen Dank dafür, liebe Namensvetterin!
    Handkäse scheint bei uns Quargel zu heißen, wenn ich das aus deinen Beschreibungen richtig verstanden habe. Oder habt ihr auch Quargel und der Handkäse ist wieder was anderes?

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  3. Die schauen wirklich sehr lecker aus!

    Knödel liebe ich auch sehr. In Südtirol (offiziell Italien, aber die meisten fühlen sich wohl als Österreicher) gab es auch wirklich leckere Knödel 🙂
    Ansonsten habe ich noch nicht wirklich Urlaub in Österreich gemacht, mal einen Städtetrip nach Wien und mal während des Bodensee Urlaubs einen Stopp eingelegt…

    Fürs Event möchte ich auch noch etwas Zaubern und musste schon feststellen, dass ich garkein österreichisches Kochbuch habe, da werde ich mal online auf die Suche gehen…

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    1. Noch ein Knödelfan 🙂
      Wien ist auch toll, ich war erst einmal da. Das sollte man mal wiederholen.
      Ich kann auch nicht so toll mit österreichischen Kochbüchern aufwarten. Sohyi Kim kocht ja nun nicht gerade österreichische Hausmannskost 😉 . Aber ich habe „Österreich vegetarisch“ – und das ist wirklich zu empfehlen.

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  4. Oh mein Gott! Mein Liebster kommt ja aus dem Frankfurter Raum, und immer wenn wir dort weilen, kann ich nicht schnell genug in das nächste Apfelwein-Lokal kommen und Handkäse bestellen. Als Knödel ist er bestimmt noch viel besser (ich glaube, echten Graukäse bekomme ich hier nicht so schnell) – das gibt es am Wochenende zusammen mit dem Salzkaramell-Pudding… Und ich war als Kind auch jeden Sommer in Tirol! Rauf auf den Berg, runter vom Berg, ich habe das geliebt. Ich hatte sogar eine Lieblings-Berghütte, die Anhalter Hütte, vielleicht kennst Du die sogar ;-).

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    1. Ich habe mich auch mit dem Handkäse begnügt 🙂 , der lag früher immer als interessant riechende Notration für meinen Vater im Kühlschrank. Im Knödel macht er sich echt gut.
      Im Frankfurter Raum hab ich auch mal gewohnt (Rüsselsheim, nicht zu empfehlen) – aber mir fällt grade auf, dass ich nie bis zu einem Äppelwoi-Lokal durchgedrungen bin. Warum eigentlich?

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  5. Knödel, Knöpfle oder Klöße is mir eigentlich egal, solange sie so gut aussehen und auch so schmecken ist die Welt doch in Ordnung 😉 Tolle Idee, wie gut dass Du mich an dieses Event erinnerst, das hät ich fast verbummelt … Liebe Grüße aus meinem sonnigen Garten
    Kerstin

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  6. Knödel und Klösse… tja, wir Schweizer tun uns da ein bisschen schwer damit. Nicht mit dem Essen… ne, mit der Herstellung. Deine sehen zum fr… gut aus 😉

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  7. Ich habe mir aus dem Skiurlaub Kasknödel aus Österreich mitgebracht und eingefroren, weil ich mir die Zubereitung nicht zugetraut habe. Auch wegen fehlendem Graukäse. Aber wenn du meinst, es geht auch mit Harzer, dann muss ich es wohl doch mal wagen, oder? Ich liebe diese Knödel und mit Salbei kommt noch ein witziger Kniff dazu!

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  8. Wow, die Klöße wie wir Hessen sagen, finde ich super und das Rezept erst, gar nicht hessisch aber mit den Zutaten wie den Handkäse und diesem Rezept hier ein Knüller. Muss ich machen. Danke für das Rezept und Deine guten Tipps. Wie prima das ich endlich hier wieder mal geschaut habe. Liebe Grüße
    Ingrid

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  9. Zitat: „Semmelknödel kann man gut dämpfen“ – also genau das Richtige für meinen Dampfgarer. – Nur über die Käsesorte bin ich mir noch nicht ganz im Klaren….Handkäse?? Graukäse??

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  10. Das wird getestet. Ich hatte bislang immer Angst, dass die Knödel beim Garen im Wasser auseinander fallen (Posttraumatisches-Gnocchi-Syndrom ;-)). Aber das hier schient zu funktionieren. Danke!

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  11. Ich habe mich bisher immer davor gescheut, selbst Knödel zuzubereiten… irgendwie hatte ich immer das Gefühl, das sei mit einem Haufen Arbeit verbunden…
    Deine hier sehen herrlich aus, insbesondere die Kombi Speck-Käse-Salbei stelle ich mir äusserst lecker vor 🙂

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      1. Na wo du recht hast, hast du recht 😉
        Langsam gibt’s echt viele Dinge auf deinem Blog, die ich gerne nachkochen möchte! Die Liste wird aber momentan noch von den Baozi und Bolanis angeführt 😀

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  12. Da werd ich ja direkt neidisch- Knödel und ich, das ist bis jetzt keine sonderlich gute Beziehung (ich meine ja die Knödel sind schuld). Jedenfalls die würd ich gleich nehmen, mit Brot und Käse, was gibts denn besseres?

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      1. die hebet net….. deswegen Serviettenknödel, den kann ich richtig gut inzwischen. Und Zwetschgenknödel aus Quark-Teig- die sehen zwar nie schön aus bei mir aber schmecken einfach zu gut, da wag ich mich trotzdem dran. Alles andere- zu viel Nervenkitzel und wenn sie nix werden, zu viel Mühe umsonst. Mir ist sogar schon passiert- bei Kartoffelknödeln- dass der Probeknödel, ein kleiner, hielt und die großen sich dann doch größtenteils in Wohlgefallen auflösten.

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        1. Semmelknödel kann man gut dämpfen, dann haben sie keine Chance, zu zerfallen. Bei Kartoffelknödeln kann es helfen, wenn man etwas Speisestärke mit Wasser anrührt und das zum Kochwasser gibt.

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