Kartoffelbrot mit Buttermilch

Kartoffel-Buttermilch-BrotUnser tägliches Brot backe ich nun schon seit vielen Jahre lang nach diesem Rezept der Userin ElkeCarola aus dem Sauerteigforum. Das ist das Standardbrot, dass in der Routine einfach mitläuft und immer dann im Ofen landet, wenn ich keine Lust habe, großartig etwas Neues auszuprobieren.

Allerdings bedeutet das nicht, dass bei uns immer die gleiche Sorte Brot auf dem Tisch steht, das Rezept wird kräftig abgewandelt. Weizensauerteig statt Roggen, verschiedene Mehlsorten, mit Körnern oder Gewürzen – es gibt Variationen nach Lust und Laune.

Und nach Vorratslage. Es kann schon vorkommen, dass eine Sorte Getreide oder Körner endlich mal wegmüssen, dass ich Joghurt übrig habe oder auch Karotten und mir dann der Gedanke kommt, diese Dinge ins Brot zu stecken. Diesmal waren es gekochte Kartoffeln, die ich übrig hatte. Kartoffelbrot mag ich ohnehin, also ab ins Brot mit den Knollen. Buttermilch zählt ohnehin zu meinen liebsten Brotzutaten.

Das Ergebnis war ein saftiges Brot mit einer weichen Krume, das uns allen gut gefallen hat. Außerdem habe ich festgestellt, dass das Brot besonders lange frisch bleibt.

Für einen Laib:

Sauerteig:

  • 200 gr. Roggenvollkornmehl
  • 200 gr. Wasser
  • Sauerteigstarter

endültiger Teig:

  • Sauerteig
  • 200 gr. Weizenvollkornmehl
  • 200 gr. Weizenmehl 550
  • 250 gr. Buttermilch
  • 250 gr. gekochte Pellkartoffeln
  • 13 gr. Salz

Am Vortag für den Sauerteig alle Zutaten zusammenrühren und an einem warmen Ort 12-16 h stehen lassen.

Am Backtag die Kartoffeln zusammen mit der Buttermlich mittels eines Stabmixers pürieren.

Alle Zutaten zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst.

Die Schüssel bedecken und den Teig 30 min ruhen lassen.

Ein Gärkörbchen gründlich bemehlen und auch die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig aus der Schüssel holen und je nach Wunsch, zu einem länglichen oder runden Laib formen. Den Laib ins Gärkörbchen legen und bedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bis er sein Volumen nahezu verdoppelt hat. Wie lange das dauert, hängt von der Treibkraft des Sauerteigs ab, aber auch von der Umgebungstemperatur. Als Faustregel gilt, dass der Teigling backfertig ist, wenn man mit der Fingerspitze eine Delle in den Brotlaib drückt und die Delle sich langsam wieder hebt. Wenn der Teig sofort wieder zurückspringt, muss er noch etwas ruhen.

Denn Ofen auf 250°C vorheizen. Entweder den Backstein mit einschieben oder ein Blech mit Backpapier belegen.

Das Brot vorsichtig auf den Stein oder das Blech kippen, mit einer scharfen Klinge die Oberseite dreimal diagonal einschneiden und das Brot in ca. 50 min ausbacken. Dabei nach 15 min die Temperatur auf 220°C reduzieren.

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19 thoughts on “Kartoffelbrot mit Buttermilch

  1. Sieht sehr schön saftig aus, Dein Brot! Ich liebe Kartoffelbrot sehr, hatte mich vor einiger Zeit auch daran versucht, allerdings als Hefebrot, und war nicht so ganz zufrieden mit der Konsistenz (ist mir zäh geworden) und Geschmack (war mir nicht kartoffel genug). Ich hatte daraufhin überlegt, es mal mit halb rohen und halb gekochten Kartoffeln zu versuchen – aber vielleicht ist das Geheimnis tatsächlich ja der Sauerteig anstatt Hefe, wenn ich mir Dein Prachtstück hier so ansehe.

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  2. He,he.. Bei uns gab’s am Wochenende Süsskartoffel-Buttermilchbrot. Allerdings mit 17-Stunden Vorteig statt Sauerteig. Schmeckt heute noch so frisch wie am Backtag.

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  3. Kartoffelbrot gibt es hier auch immer wieder, das schmeckt uns sehr gut. Und die Kombi mit Buttermilch klingt gut, das werd ich versuchen. Und vielleicht kriege ich ja auch mal Luftlöcher in mein Brot…. so schön wie bei dir.

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  4. Lecker! Ich mag auch Kartoffeln im Brot, es bleibt dann wirklich länger frisch 🙂 Bei uns bleiben aber nur selten welche übrig… und mit dem Italiener im Haushalt gibt es auch deutlich mehr Pasta & Reis. Da fällt mir ein – Reis wollte ich auch mal im Brot „verwerten“ …

    Eine wirklich schöne Kruste hat Dein Brot – Ich liebe dunkle Krusten 😀

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    1. Reis im Brot könnte ich mir auch gut vorstellen. Und dunkle Krusten mag ich auch; Brot muss richtig eingebacken sein und nicht so ungesund blaß 😉 (Mein Vater nennt sowas dann immer „An der Sonne getrocknet“)

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  5. Vielleicht sollte ich öfter (mehr) Kartoffeln kochen. 😉 Sieht sehr gut aus, dein Kartoffelbrot! Und wenn es tatsächlich länger frisch bleibt, dann werde ich sogar extra Kartoffeln dafür kochen.

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