Zimtspiralen

Zimtspiralen

Zimt gehört zu meinen Favoriten bei den Gewürzen. Nicht für süße Sachen, sondern auch für Herzhaftes. Er wirkt heimelig und weckt Kindheitserinnerungen an Milchreis oder Pfannkuchen mit Zimtzucker, aber wenn man ihn entsprechend einsetzt wie zum Beispiel in Tajines oder Dhals, bringt er einen auch gerne  kulinarisch in ferne Länder.

Mein Mann mag dummerweise gar keinen Zimt. Wenn es Zimtschnecken gibt (was gar nicht mal so selten ist), meckert er folglich. Über dieses Gebäck hier hat er sich trotz der beachtlichen Menge an Zimt sofort hergemacht – und nicht viel übrig gelassen. Wenn das mal kein Ritterschlag ist….

Die Stangen leben vor allem auch von Butter. Nicht nur im Teig, sondern besonders auf dem Teig. Immer wieder werden sie mit flüssiger Butter bestrichen, das macht sie blättrig und saftig. Da fällt der viele Zimt gar nicht weiter auf 🙂

Ein kleines Update, Ninive zu verdanken….da die Spiralen so eifrig bestrichen werden, kommen sie grade recht zum BBD #60: Brot mit Streiche.

Für den Teig:

  • 4 EL Kondensmilch
  • 50 gr. Butter
  • 4 EL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 10 gr. Frischhefe oder 1 TL Trockenhefe
  • 5 EL lauwarmes Wasser
  • 2 Eier
  • 500 gr. Weizenmehl 550
  • reichlich geschmolzene Butter zum Bepinseln

Für die Füllung:

  • 2 EL Zimtpulver
  • 4 EL Zucker
  • 50 gr. weiche Butter

Zunächst für den Teig Kondensmilch, Butter, Zucker und Salz in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Unter Rühren köcheln lassen, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat.

Die Hefe im warmen Wasser auflösen.

Eier verschlagen und in die warme Butter-Mischung rühren.

Das Mehl in eine große Schüssel geben, die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Die Schüssel bedecken und den Teig in ca. 2 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Für die Füllung Zucker und Zimt in einem Schüsselchen mischen.

Den gegangenen Teig in drei Teile teilen. Jedes Teil zu einer rechteckigen Platte von ca. 20 x 30 cm ausrollen.

Die Hälfte der weichen Butter auf der ersten Platte verteilen, die Hälfte des Zimt-Zuckers darauf streuen. Die zweite Platte Teig darauf legen, mit der restlichen weichen Butter bestreichen und dem restlichen Zimt-Zucker bestreuen. Die dritte Platte Teig daüber legen und mit der geschmolzenen Butter bepinseln.

Mit einem sauberen Geschirrtuch bedecken und 10 min ruhen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig, am besten mit einem Pizzaschneider, der Länge nach in 2 cm breite Streifen schneiden. Jeden Streifen einige Male in sich verdrehen und dann auf das Backblech legen. Nochmal mit geschmolzener Butter bestreichen und ca. 1 h ruhen lassen, bis die Spiralen ihr Volumen verdoppelt haben.

Vor dem Backen erneut mit geschmolzener Butter bestreichen und dann im heißen Ofen in ca. 15 min goldbraun backen.

Rezept adaptiert aus: Vefa Alexiadou, Vefa’s Kitchen

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32 thoughts on “Zimtspiralen

  1. Ich mag Zimt vor allem in herzhaften Speisen ganz besonders! Du musst unbedingt mal Kassia ausprobieren, das Aroma ist noch filigraner und komplexer, als das vom herkömmlichen Zimt! Lässt sich auch besser dosieren!

    Aber gegen Zimtschnecken gibt es natürlich eh nichts zu meckern 😉
    Einen sonnigen Wochenstart wünsch ich dir!

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  2. Köstlich! Mmmmh… jetzt so während der ersten Teepause des Tages würde mich so eine Zimtspirale überaus erfreuen ;-). Backrezepte mit Kondensmilch sehe ich immer mal wieder hier und da – welchen Effekt hat die denn auf den Teig?

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    1. Die Kondensmilch soll angeblich Einfluss auf die Teigkonsistenz haben….. „chewy“ soll er dadurch werden- ich komme jetzt auf kein deutsches Äquivalent für das Wort (und Leo streckt mir auch die Zunge raus 😉 )

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  3. Ich sehe schon, wir lieben nicht nur beide Kohlenhydrate sondern auch Zimt 😀
    Das passen die Stangen doch perfekt!

    Kommt gleich mal auf die ToDo-Liste für das Wochenende steht nämlich Besuch an 🙂

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  4. Beim Zimt habe ich erst vor einem Jahr auf irgendeinem Blog gelesen, dass man Zimt aus Ceylon nehmen soll, weil der am besten schmeckt. Vorher war für mich Zimt eben einfach Zimt – hast du das gewusst?

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    1. Der „andere“ Zimt ist doch Cassia – der schmeckt etwas strenger und ist der mit dem vielen bösen Cumarin, das vor einigen Jahren vor Weihnachten durch die Presse geisterte.

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  5. Hach..das trifft sich ja wieder wunderbar. Ich liebe Zimt und mein Mann kann ihn nicht leiden…was so überhaupt nicht stimmen kann. Er liebt mein Hackfleisch (und psst…da ist ganz nett viel Zimt drin)
    Ich mag deine Spiralen sehr!!

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  6. Hier gibt es zum Glück nur Zimtliebhaber. 🙂 Und Stangen statt Schnecken find ich genial, die blöden Schnecken entrollen sich bei mir nämlich immer beim Backen.

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  7. Mmmh, ich hätte so gerne jetzt eins bitte bitte 🙂
    Zimtschnecken, die gehen bei mir immer und werden auch ständig gebacken und erst die vielen „Varios“. Hier jetzt wieder so ein Hefeteig, den ich so nicht kenne mit Kondensmilch, jetzt habe ich doch glatt wieder etwas das mir in den Fingern kribbelt. Danke für das Rezept und schönen Sonntag und liebe Grüße
    Ingrid

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  8. Zimt wird von meinem Mann auch nur an Weihnachten in Form von Zimtplätzchen akzeptiert, ich könnte mir allerdings vorstellen, dass er für diese hübsch ausschauenden Zimtspiralen eine Ausnahme macht.

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