Reis-Linsen-Bällchen

reis-linsen-bällchen Wie steht es um Eure Nachkochliste? Lang?

Meine auch. Manche Sachen sitzen da schon…ewig. Andere springen einen deratig an, dass sie bei nächster Gelegenheit nachbastelt werden. So erging es mir mit diesen Bällchen, die ich neulich hier bei Valentinas Kochbuch erspäht habe. Die Begeisterung der Autorin war ansteckend – und nachdem ich die Bällchen gemacht habe, schließe ich mich der Lobeshymne an. Die Teilchen sind klasse! Nussiger Vollkorn-Basmati, rote Linsen, Walnüsse für den Crunch, frische Zitronenschale – also kurz gesagt, macht diese Bällchen, Ihr werdet es nicht bereuen.

Im Original werden die Bällchen mit Pinienkernen gemacht, ich habe Walnüsse benutzt – hat nicht geschadet. Serviert habe ich die Bällchen mit meiner Standard-Tomatensauce; das hat prima gepasst.

Übrigens….die Bällchen sind auch prima zum Mitnehmen geeignet.

Für 20 Bällchen:

  • 150 gr. Vollkorn-Basmati
  • 100 gr. rote Linsen
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 120 gr. Walnüsse
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • einige Blättchen Basilikum
  • abgeriebene Schale und Saft von 1 Bio-Zitrone
  • 1 großes Ei
  • 100 gr. frisches Paniermehl (ich schreddere dafür immer Brotreste und packe sie in die Tiefkühle)
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Für die Tomatensauce:

  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • etwas Olivenöl
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 Lorbeerblatt
  • etwas Piment
  • Salz, Pfeffer
  • ein Schuss Granatapfelsirup (danke für die tolle Idee, Ninive)

Zuerst den Reis in der doppelten Menge Wasser gar kochen, dann auskühlen lassen.

Dann die Linsen abbrausen und in reichlich Salzwasser 5 min kochen. Sie sollen grade gar sein und auf keinen Fall matschig werden. Die Linsen abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Schalotten und die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Schalotten und Knoblauch darin glasig andünsten. Frühlingzwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden und kurz mitdünsten. Vom Feuer nehmen.

Walnüsse grob hacken. Basilikum in Streifen schneiden.

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Nun in einer großen Schüssel alle Zutaten mit den Händen gründlich vermischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus der Reis-Linsen-Masse mit angefeuchteten Händen golfballgroße Bällchen formen auf das Blech legen. Im heißen Ofen ca 15-20 min backen, dabei einmal wenden.

Inzwischen für die Sauce Schalotte und Knoblauch abziehen und fein hacken. In einem kleinen Topf etwas Olivenöl erhitzen und Schalotte und Knoblauch glasig dünsten. Tomaten und Lorbeerblatt zugeben, mit Salz, Pfeffer und Piment würzen und alles bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen. Am Ende die Sauce mit etwas Granatapfelsirup abschmecken und, wenn nötig, nachsalzen.

Zum Servieren die Bällchen mit der Sauce anrichten.

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35 thoughts on “Reis-Linsen-Bällchen

  1. Hallo Susanne,
    einen leckeres Rezept und wie für mich gemacht, leider nicht für meinen Mann, aber das macht nichts, ich koche es doch wenn er mal nicht da ist. Tja und diese Liste und das „Evernote“, dass guck ich mir gleich mal an, was man bei Dir alles lernt, super, danke.
    Also ich finde ja die Blogvereine sind ganz schön blöd die WordPresspost bekomme ich erst 3 Tage später in meiner Bloggerübersicht und Du erscheinst auch nicht eher in meiner Blogübersicht, ist das nicht doof, aber reklamieren geht nicht, also falls Dir das aufgefallen sein sollte ich bin nicht so lahm um hier zu kommentieren, ich bekomme die Info so spät.
    Dir einen schönen Tag und liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Diese Abos der Blogs funktionieren ja leider nicht immer; ich habe auch so einen WordPress-Blog auf meiner Liste bei Blogger, der nicht richtig aktualisiert wird.
      Einen schönen Tag für Dich!

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  2. Alle Zutaten im Haus. Das muss ich testen! Granatapfelsirup macht sich wirklich gut und ich muss ihn jetzt wo er offen ist ohnehin gleich verwenden. Rote Linsen finde ich sehr lecker. Mit der Reissorte werde ich aber sicher spielen.

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  3. Das mit der Nachkochliste habe ich mittlerweile aufgegeben. Die zu sortieren mit Pinterest habe ich auch versucht, aber das klappt auch nicht so gut, es werden nur mehr 😉 Vielleicht teste ich es mal mit Evernote…dann kommen diese fleischfreien Bällchen auch gleich mit auf die Liste!

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  4. Oh je, da sprichst du was an….Nachkochliste! 😉
    Sie wird lang und länger….aber es geht mir da wie dir: manches springt einen derart an, dass man es direkt an den Anfang der Nachkochliste setzt.

    Diese Bällchen sind mit bei Valentinas Kochbuch ‚durchgegangen‘, daher gut, dass ich sie nun wenigstens bei dir entdeckt habe, denn das Rezept hört sich sehr gut an!

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    1. Ja nicht…manche Sachen muß man gleich machen. Mir geht in Büchern oder beim ersten Lesen auch oft was durch….aber so ab dem dritten Mal werde ich dann stutzig 🙂

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  5. Ach die liebe Nachkochliste… sie wächst und wächst, manchmal habe ich das Gefühl fast stündlich 🙂 Ich habe diesbezüglich aber eine neue Strategie. Und zwar dezimiere ich meine unendliche lange Nachkochliste neuerdings regelmässig auf 4 bis 5 Gerichte. Bei denen schreibe ich mir dann auf die Fahne, dass ich diese demnächst noch vor allen anderen ausprobieren werde… klappt eigentlich ganz gut 🙂

    Von deinem Blog sind auch einige Gerichte unlängst auf der Liste… bei den Bällchen bin ich mir noch nicht soo sicher… Vollkorn-Reis und Linsen gehören nicht unbedingt zu meinen All-Time-Favorites… aber so kurz vor dem Mittagessen kriege ich trotzdem Hunger beim Anblick 🙂

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    1. Ich mag Linsen total gerne, Hülsenfrüchte sowieso. Aber obwohl ich bei Brot so ein richtiges Vollkörnchen bin….bei Reis und Nudeln tendiere ich eher zur „weissen“ Variante. In den Bällchen hier sorgt der braune Reis aber für etwas Deftigkeit. Und außerdem ist jetzt der Basmati aus meiner Test-Bestellung weg 🙂

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  6. Das mit Nachkochlisten ist immer so eine Sache – ich habe eine Rezeptsammlung, von der ich mir zumindest vorgenommen habe, alles wenigstens 1x ausprobiert zu haben – aber irgendwie wird die Liste der noch nicht ausprobierten Gerichte nie spürbar kürzer (woran ich durch den Erwerb neuer Kochbücher auch nicht ganz unschuldig bin…). Und deine Linsenbällchen tragen wohl auch eher zur Verlängerung bei 😉

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    1. Kenn ich…..Liste….Bücher….na, es gibt schlimmere Probleme, wir haben Glück :-). Überflüssig, zu erwähnen, dass das Buch, aus dem das Rezept kommt, jetzt in meinem Regal steht….
      Freut mich natürlich, wenn ich deine Liste verlängern konnte 🙂

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  7. Ich habe zum Glück keine Liste! Aber mit Reis und Linsen kriegt man mich immer. Die Bällchen funktionieren doch bestimmt auch mit weißem Basmati! 🙂
    Ähm, warum frierst du dein Paniermehl ein? Ich habe das einfach in einer luftdichten Dose.

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    1. Die gehen bestimmt auch mit weißem Basmati; ich hatte noch braunen da und war dankbar für die Verwertungsmöglichkeit.
      In der Dose sind mir die Brösel mal geschimmelt; jetzt sammle ich sie in einer Tüte in der Tiefkühle.

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  8. Die sehen sowas von nach Hackbällchen aus… und gleichzeitig nach etwas, das ich bald mal machen sollte: ich brauche immer wieder Sachen, die sich gut mitnehmen lassen (für’s Wandern, Frühstück nachm Sport undsoweiter).

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  9. Nachkochliste? Was ist das denn, Susanne? Aufjedenfall waren die Ferien nicht übel für dessen Länge, nix nachgekocht aber auch nicht täglich neues aufgeschrieben…. Immerhin!
    Linsen, wir zwei Könnens einfach nicht so. Die Bällchen stehen aber toll aus, Vollkorn Basmatireis, ich halt die Augen offen und will jetzt unbedingt diese Tomatensauce probieren….
    Liebs Grüessli
    Irene

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    1. Das ist dieses Ding, das immer länger wird.
      Mit Linsen kriegt man mich immer, die liebe ich. Dafür bin ich kein so großer Fan von Vollkornreis, aber in den Bällchen macht er sich gut.

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  10. Nachkochliste, oh je… hab mir jetzt ein pinterest- board (sagt man so?) zugelegt um die eine oder andre Idee festzuhalten, meist verschwinden die nämlich sehr schnell aus dem Gedächtnis- bei der Fülle von Neuheiten andauernd.
    Der Granatapfel paßt gut an die Tomaten, stimmts? Grade nutze ich die Zeit in der es beides frisch gibt für Salate und bin begeistert. Und deine Bällchen sehen absolut zum Vernaschen aus…

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      1. Susanne, du sprichst Evernote an, das ich auch sehr liebe, aber noch nichts so richtig organisiert bin damit…..kannst du mir mal verraten, wie du das mit den Rezepten genau machst mit dem Ablegen bei Evernote – gerne auch als Screenshot oder direkt an meine Mailadresse. Danke im Voraus!! 🙂

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