Elisenlebkuchen

elisenlebkuchen

Es geht los. Heute ist schon der erste Advent. Ich wünsche Euch einen wunderschönen, gemütlichen Einstieg in die Vorweihnachtszeit im Kreise Eurer Lieben.

Und ich nehme den Tag zum Anlaß, um Euch mit dem vermutlich einzigen Plätzchenrezept zu behelligen, das Ihr in dieser Saison hier finden werdet – meine Standard-Elisenlebkuchen.

Jahrelang hat meine Schwiegermutter versucht, uns eine Freude zu machen, indem sie zur Weihnachtszeit große Kisten mit Lebkuchen von berühmten Nürnberger Herstellern zu uns schickte. Es hat lange gedauert, bis wir sie davon überzeugen konnten, ihren Geldbeutel zu schonen. Mein Mann mag keine Lebkuchen und ich konnte mit der  Fabrikware nicht anfangen, weil überall Haselnüsse drin sind. Und Haselnüsse kann ich wirklich nicht essen.

Lebkuchen mag ich aber – also backe ich sie selbst. Und wisst Ihr was: Lebkuchen zu kaufen, ist wirklich komplett unnötig, denn sie sind unglaublich schnell und einfach selbst gemacht. Es ist eine gute Idee, sie einige Zeit im voraus zu backen, denn sie schmecken besser, wenn sie mindestens eine Woche ruhen durften.

Die Elisenlebkuchen sind wohl die berühmtesten Vetreter ihrer Zunft. Angeblich soll ein Lebkuchenbäcker sie zum Gedenken an seine verstorbene Tochter Elise gebacken haben. Das Rezept, das ich verwende, sieht eine Mischung aus Mandeln und Haselnüssen vor – ich nehme nur Mandeln. Mehl kommt keines hinein – so sind die Lebkuchen besonders saftig.

Für ca. 25 Lebkuchen:

  • 125 gr. Orangeat
  • 150 gr. Zitronat
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 140 gr. Puderzucker
  • 350 gr. Mandelkerne, ungeschält, gemahlen
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • ca. 25 Backoblaten mit 7 cm Durchmesser
  • 200 gr. Schokoguss

Zitronat und Orangeat ganz fein zerkleinern; ich nehme dafür den Blitzhacker, der bei meinem Pürierstab dabei war. Mit dem gleichen Gerät pulverisiere ich auch die Mandeln; das ist mir lieber, als die vorgemahlene Ware zu kaufen.

Mit dem Handrührgerät Eier und Puderzucker mit einer Prise Salz zu einer dicken Creme aufschlagen. Anschließend Mandeln, Zitronat, Orangeat, Lebkuchengewürz und Zitronenschale einarbeiten. Die Masse 30 min ruhen lassen.

Dann die Masse auf die Oblaten streichen und alles auf zwei Backbleche legen. Die Lebkuchen werden nacheinander mit Ober- und Unterhitze gebacken; bei Umluft werden sie zu trocken.

Das erste Blech in den kalten Ofen schieben, auf 160°C stellen und die Lebkuchen ca. 30 min backen. Dann herausnehmen, das zweite Blech einschieben und diesmal nur 20 min backen.

Lebkuchen auskühlen lassen, dann mit Schokoguss überziehen.

Rezept adaptiert aus: Barbara Rias-Bucher; Bayrische Küche im Jahreslauf*

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27 thoughts on “Elisenlebkuchen

  1. Das vermutlich einzige Plätzchenrezept? Keine vorweihnachtliche Backmanie bei dir?

    Die Lebkuchen aber sehen umwerfend aus. Interessant auch, dass sie ohne Mehl gebacken werden.
    Ich finde man sieht denen die Saftigkeit so richtig an 😉

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  2. Wenn ich die Mandeln gegen Walnüsse tausche… Sollte ja auch noch schmecken. Die gibts gleich die Tage mal. Ich mag zwar keine Oblaten, aber habe am Wochenende mal welche eingepackt, zum Lebkuchen gehören sie irgendwie dazu 😀

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  3. Rate mal was ich heute gebacken habe 😉 Ich habe sie diesmal mit mit selbsthergestelltem Orangeat und Zitronat gebacken, das ist besonders fein! Liebe Grüße und einen schönen Advent Melanie

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  4. Du glaubst nicht, was ich eben gerade fertiggestellt habe 😉 Elisenlebkuchen!
    sie sind ganz toll geworden, ich liebe die Teile.
    Leider ist mir wohl die Kuvertüre ein wenig zu warm geworden, teilweise ist sie ein wenig grisselig, aber ich hab die andere Hälfte eh mit Zuckerguss gemacht 🙂
    Wünsch dir einen schönen ersten Advent!

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  5. Mist, dieses Mal bist du mir zuvor gekommen. 😉 Die sehen super saftig aus! Das sind auch meine liebsten „Plätzchen“ (und es war mein erster Blog-Artikel, den ich eigentlich noch einmal wiederauferstehen lassen wollte…).

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  6. Ein guter Elisenlebkuchen ist was feines…. eigene Versuche gabs schon lange nicht mehr weil mir dann meist doch 2-3 reichen in der Vorweihnachtszeit. Schön sehen sie aus! Und schmecken bestimmt hervorragend, so einer käme mir zum Tee heut mittag grade recht.

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