Dreikönigskuchen

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So ein Dreikönigskuchen ist ja nicht gerade eine urdeutsche Tradition, sondern wird tradtionell in Frankreich, Spanien in England und der Schweiz gebacken. Dort gibt es regional verschiedene Varianten aus Blätterteig oder Hefeteig.  Die Blätterteig-Variante spukt mir schon länger im Kopf herum. Und das nicht nur wegen des Spaßfaktors  – wer die in der Füllung versteckte Bohne findet, ist König für einen Tag – sondern auch, weil mich die Kombination von blättrigem Teig mit üppiger Mandelcreme schon reizt. Das Rezept gibt es heute, damit Ihr für morgen die Chance zum Nachbacken habt 🙂

Das Originalrezept von Stéphane Reynaud* verwendet fertigen Blätterteig aus der Kühltheke – brauchen wir nicht! Wir nehmen den Topfenblätterteig der Küchenschabe – der ist kinderleicht herzustellen und schmeckt unschlagbar gut.

Die Bohne wurde noch nicht gefunden….wenn Ihr mir bitte die Daumen drücken könntet… 😉

Für den Teig:

  • 250 gr. Magerquark
  • 250 gr. Butter
  • 250 gr. Mehl

Für die Füllung:

  • 100 gr. gemahlene Mandeln
  • 100 gr. Zucker
  • 100 gr. Butter
  • 2 Eier und 1 Eigelb
  • etwas Bittermandelextrakt
  • 1 El Puderzucker
  • 1 getrocknete Bohne

Zunächst für den Blätterteig alles Zutaten zu einem Teig verkneten. Dann ausrollen und zusammenfalten. Diesen Vorgang noch zwei bis dreimal wiederholen, dann den Teig in Frischhaltefolie packen und ca 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Butter zerlassen. Mandeln, Zucker, Butter und 2 Eier gründlich vermischen und ein paar Tropfen Bittermandelextrakt einarbeiten.

Den Boden einer Springform (28cm) mit Backpapier auslegen; die Ränder fetten. Den Blätterteig in 2 Teile teilen und jeweils zu einem Kreis ausrollen. Einen Boden in die Springform legen und die Füllung mittig darauf verteilen. Die Bohne in die Füllung stecken. Den Teigrand mit etwas Wasser bestreichen. Den zweiten Teigboden auflegen und die Ränder zum Versiegeln fest zusammendrücken.

Mit einem scharfen Messer oder einem Cutter in den Teigdeckel eine dekorative Rosette ritzen, dann den Teigdeckel mit Eigelb einpinseln. Den Kuchen 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Kuchen einschieben und 20 min backen. Dann herausnehmen, mit Puderzucker bestäuben und weitere 5 min backen.

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30 thoughts on “Dreikönigskuchen

    1. Wie sollte es anders sein….Töchterchen. Liegt möglicherweise daran, dass sie den größten Teil des Kuchens vertilgt hat….Wahrscheinlichkeitsrechnung und so….. 🙂

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  1. Ich hatte auch einen Dreikönigskuchen – und – und bin König geworden! Meiner (vom Bäcker) war ein Geschenk der Wilden Henne, sonst würde ich ja sagen, Deiner sieht viel besser aus!

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  2. ah, da schau her….irgendwie kommt mir das Theme bekannt vor. “ I like“.
    Ich hab schon so oft rumgesucht..ich finde, es ist einfach das Allerschönste….
    Ach der Kuchen …lecker…sowieso!!!! 🙂

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    1. Ich habe mich immer wieder mit angestrengt gerunzelter Stirn durch die Themes geklickt, bis ich mich zu einer Entscheidung durchringen konnte 😉 . Ja, es ist das schönste. Aber auch recht fotolastig……..deswegen habe ich lange gezögert habe.

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  3. Bei uns gab’s heute auch Galette des rois, mein Freund hat sich stundenlang in der Küche mit einem Rezept von Pierre Hermé verkrochen. Den Aufwand war es aber auf jeden Fall wert 🙂 Wird der Topfeblätterteig auch richtig schön blätterig? Ich habe nur einmal einen Quarkblätterteig ausprobiert, der zwar lecker war, aber nur sehr entfernt etwas mit einem richtigen französischen Blätterteig zu tun hatte. Liebe Grüße Melanie

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  4. Und ist die Bohne mittlerweile aufgetaucht?

    Der Kuchen schaut sehr lecker aus. Hatte die Tage schon einige wahr genommen und überlegt, warum die mir so unbekannt sind, aber Du hast mir da schon weiter geholfen 🙂

    Hier in Hessen haben wir auch keinen Feiertag morgen, trägt vielleicht auch noch seinen Teil dazu bei.

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  5. Sehr schön dein Kuchen! Ich hatte heute auch mal kurz daran gedacht, war aber zu faul nach den gestrigen Feierlichkeiten u hoffe sehr auf meine französische Kollegin, die uns bereits zu Weihnachten mit einer Buche de noel überrascht hat…
    Liebe Grüße und ran an die Bohne!
    Cheriechen

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  6. An königlicher Würde gebricht es mir zwar meist, aber wenn ich Dir fest die Bohnen-Daumen drücke, könnte ich dann eventuell auch so ein Stück haben ;-)? Toll! Ich schaue ja immer gern erst auf’s Bild, bevor ich lese, und habe wild gerätselt, wie das tolle Muster entstanden sein mag.

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    1. Du kriegst auch ohne königliche Würde, an der es mir übrigens auch fehlt (bin eher der Hoffnarr 😉 ) ein großes Stück 🙂 . Das Muster wird einfach mit einem Cutter in den Teigdeckel geritzt.

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  7. Ich frage ich gerade, ob nicht der griechische Neujahrskuchen und der Dreikönigskuchen ein und dasselbe sind… Im griechischen Wasilopita wird auch eine Münze oder irgendein Glücksbringer eingebacken und ich glaube, daß der sechste Januar der Namenstag von Wasillios ist. Gehe gleich mal gugeln!

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  8. Au ja, morgen ist es ja schon wieder so weit! Bei uns wird der Dreikönigskuchen jeweils aus einer Art Butterzopf-Hefeteig zubereitet. Die Variante mit Blätterteig merke ich mir unbedingt für nächstes Jahr… heute komme ich leider nicht mehr zum backen 😦

    Eine getrocknete Bohne im Kuchen zu verstecken kannte ich bisher auch noch nicht. Bei uns beisst man jeweils auf einen banalen Plastik-König. Die ist mir die Bohnen-Variante doch gleich viel sympathischer 🙂

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    1. Die Teigsorte scheint regional zu variieren…ich merk mir die Hefe-Variante mal für nächstes Jahr.
      Naja, Plastik-Könige für Dreikönigskuchen gibt es hier nicht zu kaufen – dann tut es auch eine Bohne 😉

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  9. Daumen ist gedrückt, musst du dann nicht abwaschen? 😉
    Und ich hätte sogar noch Blätterteig im TK – aber leider auch noch eine halbe Tarte im Kühlschrank.
    Ich hoffe, man darf den Kuche an anderen Tagen essen.

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  10. hmmm… das sieht wirklcih lecker aus. die Drei-Königs-Kuchen kenne ich erst, seit sie durch alle Blogs spuken. vielleicht überrasche ich morgen mal die Kollegen damit.

    Bohnen-Find-Daumen werden ebenfalls gedrückt

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