Grill and Chill – oder Hüftsteak mit Süßkartoffelwedges und Ajvar-Dipp

Man lernt ja nie aus. Und auch küchentechnisch hat jeder so seine Schwächen. Was könnt Ihr nicht so gut? Ich habe Schwierigkeiten mit Fleisch – Schmorgerichte, wunderbar. Aber Kurzbraten ist nicht gerade meine Stärke. Der Einladung, an einem Grillabend im Marriott München teilzunehmen, bin ich deswegen gerne gefolgt.

Ein Begriff war mir das Marriott München bislang nicht; dass es dort ein Steakhouse gibt, wußte ich auch nicht. Aber jetzt. Nach einer netten Begrüßung durch Chefkoch David Seidel und Souschef Martin Gruß und einem Amuse durften wir Fleisch blind verkosten. Vier verschiedene Qualitäten von Rind, alle auf die gleiche Art gegart….ich war nicht wirklich überrascht, dass das Stück, das mir am besten gefiel, sich am Ende als Dry Aged Beef herausstellte.

Danach gab es Tipps für die eigene Küche. Mir ist dabei klar geworden, dass mein theoretisches Wissen gar nicht mal so übel ist – es fehlt bloß an der Praxis…

Essen gab es auch. Neben der Fleischprobe und den Amuse ein schönes Türmchen aus Rinderfilet, Apfel und Rucola (Achtung, wichtig: Total Low Carb!) Den Abschluß machte ein bei Niedrigtemperatur im Ganzen gegartes Rib Eye (mit schön viel Fett…) mit Ofengemüse – ein Traum, und ich sage das, obwohl ich kein Fleischtiger bin. Dazu servierte Robert Gasser, verantwortlicher Director Food & Beverage kompetent die passenden Weine.

amuse-tile

Da ich ja festgestellt habe, dass ich üben muss, habe ich mir, nachdem ich mich ein Wochenende von Wurst ernährt hatte (mehr dazu ein andermal), zur Abwechslung ein schönes Stück Fleisch besorgt. Rinderhüftsteak sollte es geben. Medium rare war meine Vorstellung, so schmeckt es mir am besten. Ich bin ganz zufrieden mit mir; was meint Ihr?

steak, süßkartoffelwedges

Für die Süßkartoffel-Wedges:

  • 1 Süßkartoffel
  • etwas Olivenöl
  • Salz, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel

Für das Fleisch:

  • 1 Rinderhüftsteak (300 gr.)
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Öl

Für den Dipp:

  • 100 gr. Ajvar
  • 100 gr. Joghurt
  • Salz

Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann.

Für die Wedges den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Süßkartoffel schälen, waschen, in Spalten schneiden und in kochendem Salzwasser ca. 5 min vorkochen. Dann abgießen, mit Olivenöl vermischen, mit Salz Cayennepfeffer und Kreuzkümmel würzen und auf dem Backblech verteilen. Im heißen Ofen in ca. 30 min goldbraun backen. Dann herausnehmen und warm stellen. Die Hitze auf 140°C reduzieren.

Für den Dipp Ajvar und Joghurt verrühren und alles mit Salz abschmecken.

Das Fleisch trockentupfen und salzen. Eine Pfanne mjt schwerem Boden auf den Herd stellen und erhitzen. Wenn die Pfanne knalleheiß ist, etwas Öl hineingeben. Das Fleisch einlegen und auf jeder Seite 1 min anbraten. Dann auf einem Gitterrost in den Ofen geben und in ca. 10 min fertig garen. Nach dem Garen noch 5 min ruhen lassen, dann schräg in Stücke schneiden und mit den Süßkartoffelwedges und dem Dipp anrichten.

Advertisements

Published by

21 thoughts on “Grill and Chill – oder Hüftsteak mit Süßkartoffelwedges und Ajvar-Dipp

    1. Danke 🙂 Üben hilft 😉 Auf dem Grill finde ich da aber noch ein wenig schwieriger, mit Nachziehen im Backofen ist es leichter, den richtigen Garpunkt zu erwischen.

      Gefällt mir

  1. Inzwischen geht das Kurzgebratene, aber ich mach es nicht gern, da man nachher die ganze Küche entfetten muss. Vorallem wenn man aus dem Bratansatz noch Sauce macht…

    Gefällt mir

  2. Das ist dir perfekt gelungen!

    Ich konnte das auch lange nicht; auch erst seit ich ebenfalls das kurze Anbraten und dann weitergaren im Backofen anwende, seitdem gehts.
    Muss es auch, seit ich mit so einem Fleischtiger zusammen lebe. 😉

    Gefällt mir

    1. Der Fleischtiger ist in unserem Haushalt unser Sohn. Wenn man bedenkt, dass er erst elf ist….bin mal gespannt, wieviel Fleisch er in ein paar Jahren gerne hätte 😉
      Ich mag ab und zu ein gutes Stück Fleisch gerne…aber eben nur ab zu; daher die mangelnde Übung.

      Gefällt mir

    1. Ja, Süßkartoffeln stoßen hier auch nicht auf ungeteilten Beifall, aber als Wedges kann ich sie ab und zu unterbringen.
      Dir auch ein schönes Wochenende 🙂

      Gefällt mir

  3. Hey, das sieht klasse aus, für mich kann’s auch gern noch etwas mehr gegen „rare“ tendieren, aber dann protestiert Herr H. Ich stand auch lange mit dem Gebrate auf Kriegsfuß – bis ich Fleisch-Vortemperieren und Nachziehen im Backofen entdeckte. 😉
    Warum kochst du die Süßkartoffeln vor?

    Gefällt mir

    1. Die Süßkartoffeln werden dann schneller fertig; das ist alles 🙂
      Die Fleischbratstufen sorgten auf dem Event für Diskussionen – es gab ein schönes Stück Fleisch, rare gebraten. Das war wie bei Euch….die anwesenden Blogger haben es mit Begeisterung verputzt, der Rest war nicht begeistert….
      Das Nachziehen ist klassen, aber letztendlich ist es wie mit Allem – die Übung macht den Meister.

      Gefällt mir

  4. Sehr lecker, da würde ich sofort zugreifen! Wobei ich es nicht allzu rosa-rot mag, aber das lässt sich bei Steaks ja gut handhaben – das jeder seine bevorzugte Variante bekommt.

    Und während es bei mir mit dem Kurzgebratenen gut klappt, habe ich andere Dinge, wie z. B. Kartoffelsalat, die nicht klappen wollen…

    Gefällt mir

    1. Ich mag das so rosa sehr gerne. Einerseits. Andererseits habe ich auch eine gewisse Angst, Schuhsohlen zu fabrizieren…..
      Aha Kartoffelsalat…..gar nicht so leicht, eigentich, jedenfalls, wenn er gut sein soll.

      Gefällt mir

  5. Pretty well schaut das aus, dein Huftsteak, liebe Susanne! Ich würde sagen als Saucier wärst du im Münchner Marriott wohl engagiert 😉

    Hört sich nach einem äusserst netten Abend an. Und gegen Dry Aged Beef gibt es sowieso nichts einzuwenden, mal abgesehen davon, dass es schweineteuer und gar nicht mal soo leicht zu kriegen ist. Hierzulande zumindest. Und schön, dass du das Fettauge vom Rib Eye erwähnst. Dieser Cut gehört eigentlich zu meiner Standardbestellung im Steakhouse, ist irgendwie mein Favourite 🙂

    Bei mir haperts übrigens bei der Zubereitung von Salatsaucen. Gehört definitiv nicht zu meinen Stärken! Dein Ajvar Dip schaut übrigens toll aus, auf die Idee bin ich noch gar nie gekommen, aber ich stelle mir das äusserst passend vor zu Fleisch und Fritten. Wird demnächst ausprobiert! Schönes Wochenende dir! Liebgruss, Marco

    Gefällt mir

    1. Hach danke, ich fühle mich gebauchpinselt. Und ich mag Fett…..jedenfalls als Geschmacksträger.
      Salatsaucen….ein weites Feld. Ich tendiere meist zu Vinaigrette auf Vorrat im Marmeladenglas…
      Dir auch ein schönes Wochenende 🙂

      Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.