Bohnen-Curry aus Südafrika

bohnencurry

Die Blogevents auf dem Kochtopf machen ja immer Spaß. Es ist eine Herausforderung, ein Gericht zu einem vorgegebenen Thema zu finden. Manchmal mag mir nichts einfallen – und manchmal ist es leicht und spontan.

So ist es diesmal – Lieblingslöffelessen ist gefragt. Das ist einfach! Curry! Ja, ich weiß, man kann auch andere Dinge löffeln…eine Suppe, einen Eintopf, einem Pudding. Ganz früher war Grießbrei mit Zimtzucker das, was ich am liebsten vom Löffel gegessen habe. (Bis auf das eine Mal, an dem meine Mutter den Zimt mit dem Cayennepfeffer verwechselt hat 😦 ). Später wurde der Süßkram abgelöst durch die unübertreffliche Kartoffelsuppe meiner Mutter. Und heute für mich ist das Lieblingslöffelessen absolut eindeutig Curry. Reis auf den Boden der Schale, Curry drübergeschöpft, Löffel gezückt…glücklich sein 🙂 Ich mag auch den Kochvorgang: Gewürze anrösten, eine Zutat dazu, schmurgeln lassen, es fängt an zu duften, noch eine Zutat dazu, weiterschmurgeln…..wunderbar.

Zur Abwechslung stelle ich uns diesmal ein Curry aus dem südafrikanischen Durban auf den Tisch. Masalas werden dort auf den Märkten schon fertig gemischt angeboten. Man mag es scharf – die beliebteste Mischung hört auf den Namen „Schwiegermutterzungen-Masala“. Diese Curry-Version hier ist nicht ganz so bissig: die Bohnen sorgen für eine gewisse Cremigkeit; Chili gibt den erfrischenden Kick.

Ach so… ich habe keinen Lieblingslöffel….wir mampfen mit einem Feld-Wald- und Wiesenbesteck von WMF.

Für 4:

  • 200 gr. getrocknete Butterbohnen (oder andere weiße Bohnen)
  • 3 EL neutrales Öl
  • 1 TL schwarze Senfkörner
  • ca. 2 EL Curryblätter
  • 1 Prise Bockhornkleesamen
  • 2 Zwiebeln
  • 3 cm frischer Ingwer
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 grüne Chilis
  • 4 Tomaten
  • 1 Karotte
  • 3/4 TL gemahlener Koriander
  • 1 Prise Kurkuma
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 3/4 TL Cumin
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 1 rote Paprika
  • 75 gr. grüne Bohnen
  • Gehackte Korianderblätter zum Bestreuen

Am Vortag die Bohnen in reichlich kaltem Wasser einweichen. Nach 12 h abgießen, in einen Topf geben, mit frischem Wasser bedecken und gar kochen. Abgießen und zur Seite stellen.

Zwiebeln schälen und würfeln. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Chilis entkernen und fein hacken. Karotte schälen und in Scheiben schneiden, Paprika entkernen und in mundgerechte Stückchen schneiden. Bohnen ebenfalls in mundgerechte Stücke teilen.

Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Senfsaat, Curryblätter und Bockshornkleesamen zugeben. Kurz unter Rühren rösten, bis die Gewürze duften.

Zwiebeln zugeben und bei schwacher Hitze in ca. 10 min glasig dünsten. Dann Ingwer, Knoblauch und Chilis einrühren, weiterbraten, bis die Zwiebeln anfangen, braun zu werden.

Jetzt die Hitze ein wenig erhöhen und die Tomaten zugeben. Garen, bis die Mischung etwas eindickt, dann die Karotte einrühren und alles mit Koriander, Kurkuma, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel und Garam Masala würzen. 150 ml heißes Wasser angießen, Deckel aufsetzen und alles ca. 10 min köcheln lassen, bis die Karotten weich sind.  Dann Paprika und grüne Bohnen zugeben und bei offenem Deckel nochmal 10 min weitergaren.

Jetzt die weißen Bohnen mit in den Wok geben, nochmal 150 ml heißes Wasser angießen und das Curry mit halb aufgelegtem Deckel in ca. 10 min fertig garen. Mit Salz abschmecken, mit gehacktem Koriandergrün bestreuen und auf gekochtem Reis servieren.

Rezept adaptiert aus: Curry, die 120 besten Rezepte von Indien bis Afrika*

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20 thoughts on “Bohnen-Curry aus Südafrika

  1. Ja, ja, die Leidenschaft für Curries, die teilen wir zwei, liebe Susanne 😉 Und Curry ist sich mit dem Löffel schlicht am besten… ausser, da wären vielleicht noch die Hände?! 😉

    Mit Bohnen habe ich das allerdings noch nie versucht. Ich mag sie zwar eigentlich ganz gerne, koche aber viel zu selten damit!

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  2. Schön, dass es noch mehr Menschen ohne Lieblingslöffel gibt 🙂

    Und Curry sind wirklich klasse! Die gibt es bei uns viel zu selten, warum eigentlich *kopf-kratzt* Das wird geändert!

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  3. Bisher habe ich mich vor allem immer auf die asiatischen Curries konzentriert. Aber bei der Beschreibung dieses Curries werde ich mal anfangen die Gewürze, die Du hier aufgezählt hast zu besorgen denn das hört sich echt interessant an. Das kann man ja sicher auch mit Huhn / anderen Zutaten machen? Ich habe mal im Senegal ein schönes Curry mit Huhn gegessen, Deiner hört sich so ein bisschen an als ob es den Geschmack treffen könnte.

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  4. Das hört sich doch sehr gut an. Curry habe ich schon lange nicht mehr gekocht und muss das bald mal wieder machen. Es ist auch eine heilende Speise in der kalten Jahreszeit. Vielleicht ist Dein Rezept ja der Anlass dazu.
    Ich habe nicht nur einen Lieblingslöffel, sondern gleich mehrere.Werktags essen ich von Ikea-Löffeln und manchmal von einem sehr schönen löffel, mit floralem Muster. Das Besteck habe ich von einer Großmutter geerbt. Aber meine Lieblingslöffel sind inzwischen über 100 Jahre alt und von meinen Urgroßeltern. Manchmal sieht man so einen auf meinen Fotos.
    Liebe Grüße von Toettchen

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    1. Ich kann tatsächlich zu jeder Jahreszeit Curry essen….
      So ererbtes Lieblingsbesteck habe ich nicht; glücklicherweise leben alle noch, die mir so etwas vererben können.

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  5. Schade dass ich das nicht gestern lesen konnte, das würde mir heute nämlich gut passen und die Zutaten wären alle im Haus. Nur die Bohnen-Einweich-Zeit, die schaffe ich nicht mehr.

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  6. Zitat: „ich habe keinen Lieblingslöffel….wir mampfen mit einem Feld-Wald- und Wiesenbesteck von WMF.“ – Ihr auch?? 🙂

    Ich gestehe, ich habe bisher kaum Currys gemacht, aber wenn ich deine Begeisterung dafür lese und das Endergebnis sehe, dann muss ich mich endlich mal mehr damit beschäftigen. 🙂

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