Ed Browns Kohl-Lasagne

kohl-lasagne

Ich hatte Euch ja Lasagne versprochen. Bitteschön, hier ist sie also.

Der Grundgedanke ist geradezu erschreckend einfach: Kohlblätter werden abwechselnd mit Tomatensauce und Käse in eine Auflaufform geschichtet und überbacken. Überraschend einfach, und überraschend gut….wie so vieles, was Ed Brown* uns auftischt.

Das Rezept ist eine Art Grundrezept: Kohl braucht man, klar. Aber Tomatensauce und Käse sind wandelbar, da könnt Ihr nehmen, was Euch behagt. Statt einer gekochten Sauce kann man auch frische Tomaten verwenden, die man in Scheiben schneidet und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Balsamico würzt.

Ich habe meine allerliebste Standard-Tomatensauce benutzt. Ich koche sie auf Vorrat und habe immer ein paar Gläser davon im Vorratskeller stehen. Die Sauce ist eines meiner allerliebsten Küchenhelferlein. Ihr Clou ist die Würzung….es ist Curry drin und Piment. Ich koche die Sauce außerdem lange ein; so wird sie schön sämig. Macht sich auch sehr gut auf Pizza. Das Rezept ist aus einem Buch, das ich sehr schätze: „Meine Sonnenküche„* von Virginie Besançon. Wer näheres über das Buch wissen möchte, hier bei Claudia gibt es eine schöne Rezension.

Los geht es. Das Rezept reicht für 4-6 Personen:

Für die Lasagne:

  • 1 kleiner Kopf Weißkohl (ca. 750 gr.); ich hatte Spitzkohl
  • 2 l Wasser
  • 1 TL Salz
  • 500 ml Tomatensauce (Rezept unten)
  • 200 gr. gut schmelzender Käse – was der Vorrat hergibt….
  • 5 EL frisch geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Thymianblättchen zum Dekorieren

Für die Tomatensauce: (Lieber Che Foodzeit…hier ist Dein Rezept 🙂 )

  • 1 kg vollreife, aromatische Tomaten (in schlechten Zeiten dann halt gute Dosentomaten…)
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 weiße Zwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • einige Blättchen Oregano
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 TL Currypulver
  • 1 gute Prise Piment
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Zucker

Zuerst machen wir die Tomatensauce. Dafür  Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Oreganoblättchen ebenfalls hacken.

Die Tomaten am unteren Ende kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser übergießen, ganz kurz ziehen lassen, dann abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Tomaten schälen und würfeln, dabei den Stielansatz herausschneiden.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Tomaten, Oregano, Lorbeer, Thymian, Curry, Piment und Zucker zugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Sauce bedeckt ca. 45 min köcheln lassen. Sie sollte etwas eingedickt und sämig sein. Harte Kräuterstängel herausfischen, dann die Sauce mit dem Stabmixer pürieren.

500 ml der Sauce brauchen wir für die Lasagne. Den Rest kann man in sterilisierte Gläser füllen und aufheben.

So, jetzt zur Lasagne.

Dafür den Ofen auf 190°C vorheizen und eine Auflaufform (ca. 25×35 cm) mit Olivenöl auspinseln. Den Käse reiben.

Ca. 2 l Wasser zum Kochen bringen. Aus dem Kohl den Strunk herausschneiden und die einzelnen Blätter ablösen. Wenn das zu schwer geht, den Kohlkopf kurz in das kochende Wasser legen, dann abtropfen lassen und die Blätter lösen. Wenn die Blätter abgelöst sind, das Wasser salzen und die Kohlblätter portionsweise ca. 1 min blanchieren. Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen und gründlich abtropfen lassen.

Jetzt zum Zusammenbauen: Dafür die Form mit einer Schicht Kohl auslegen. Darauf ca. 1/3 der Tomatensauce verteilen, dann mit ca. 1/4 des geriebenen Käses bestreuen. Diese Schichtung aus Kohl, Tomatensauce und Käse wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Schicht mit frsich gemahlenem Pfeffer würzen, dann mit Parmesan bestreuen.

Die Lasagne im heißen Ofen ca. 30 min backen, bis die Tomatensauce an den Seiten hochblubbert und der Käse goldbraun ist.

Zum Servieren mit den Thymianblättchen bestreuen.

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19 thoughts on “Ed Browns Kohl-Lasagne

  1. Muss gestehen, hätte nicht gedacht, dass das tatsächlich so lecker schmecken würde, als ich das gelesen habe, aber ich habe es selbst ausprobiert und es war einfach klasse 🙂

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  2. So ein ähnliches Rezept hatte ich in einem der auf altdeutsch getrimmten Regio-Kochbuchsereie gefunden. Glaub‘ im Rheinland war’s. Da wurde blanchierter Wirsing im Wechsel mit Tomaten-Senf-Hack in die Backform geschichtet.
    Ich hatte süßen bayrischen Senf verwendet und fand die Angelegenheit ziemlich lecker.

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  3. Nicht nur die Sauce sondern das ganze Rezept hört sich so was lecker an, obwohl ich noch nie auf den Gedanken gekommen bin Lasagne mit Kohl zu machen. Besten Dank! Also, erst mal Kohl auf den Einkaufszettel schreiben.

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  4. Eine super Idee, liebe Susanne! Ich mache gern hin und wieder Lasagne ohne Pasta, zum Beispiel mit Auberginen, und Deine tolle Kohlvariante wandert direkt auf die Nachkochliste.
    Vielen lieben Dank für’s Verlinken – und bei der Sauce sind wir uns ganz einig, die ist großartig, nicht wahr 🙂 ?

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  5. Lasagne! Da schreibst du was. Seit Jahren habe ich keine mehr gemacht. Dein Rezept und was du so drüber schreibst, klingt so verführerisch, dass ich es einfach kopiere und mitnehme für später einmal.

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  6. Ich hätte noch einen halben Kohl im Kühlschrank – sollte ich mal probieren. Mal schauen, wie es dem Italiener gefällt. Eigentlich mag er alles, was nur irgendwie mit Lasagne zu tun hat 😀

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  7. Die ist ja sogar „low-carb“. 😉
    Schickes Thymian.
    Ernsthaft: danke für das Saucen-Rezept. Demnächst setzt hier bei meiner Mutter die Tomatenschwemme ein und dann werde ich mir ein paar Gläser einkochen – sie bekommt natürlich auch welche ab. 🙂
    Schönes Wochenende!

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    1. Och, das „low carb“ wird durch das „high fat“ ganz entspannt wieder ausgeglichen 🙂
      Der Thymian gehört zu den wenigen Dingen, die diesen Sommer nicht den Schnecken geopfert wurden.
      Und die Tomatensauce ist wirklich mein Liebling – ich probiere immer mal was anderes, aber auf diese hier komme ich immer wieder zurück.

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