Hachis Parmentier

Hachis Parmentier

Hachis Parmentier

Das ist eines unserer Lieblings-Alltagsessen. Es muss hier regelmäßig auf dem Tisch stehen. Wir sprechen von einem einfachen Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf, ein klassisches Rezept aus der französischen Alltagsküche.

Hachis Parmentier heißt das ganze, weil es, wie viele französische Kartoffelgerichte, nach Antoine Parmentier benannt ist. Parmentier war Botaniker und Pharmazeut. Als es im 18. Jahrhundert eine Hungersnot in Frankreich gab, war er derjenige, der sich für die Einführung der Kartoffel stark machte, um die Ernährung der Bevölkerung sicher zu stellen.

Jetzt zum Auflauf: wie gesagt, es gibt ihn hier öfter. Statt des Hackfleisches, das ich heute verwendet habe, kann man auch Bratenreste benutzen. Diesmal habe ich den Auflauf etwas abgewandelt, und zwar so, dass man ihn ohne großen Aufwand kauen und schlucken kann. Statt die Hackfleischmasse mit Brot und Ei zu binden, habe ich sie mit etwas Brühe leicht soßig gekocht. Und das Kartoffelpüree ist auch etwas schlotziger als sonst. Und die harte Käsekruste habe ich unterschlagen. Der Auflauf ist nämlich für Claudia bestimmt, die den schönen Blog „Geschmeidige Köstlichkeiten“ betreibt. Claudia hat aufgrund einer Vorerkrankung Schwierigkeiten mit dem Kauen und Schlucken, und so finden wir in ihrem Blog schöne Gerichte, die leicht zu essen sind. Und solche Gerichte sucht sie auch im Event „Smooth Food„, das sie gerade bei Zorra im Kochtopf ausrichtet.

Also los – ich hoffe es schmeckt Dir, Claudia:

Für 4 hungrige Esser:

  • 750 gr. mehlige Kartoffeln
  • 60 gr. Butter 
  • ca. 400 ml Milch
  • Muskat
  • 50 ml Schlagsahne
  • 500 gr. gemischtes Hackfleisch
  • 1 Schalotte
  • 1 Zucchini
  • 1 TL Mehl
  • 150 ml Rinderbrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Butter für die Form und zum Überbacken

Für das Püree die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen.

Noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Kartoffeln zu einem geschmeidigen Püree verarbeiten, indem man Butter und ausreichend Milch zugibt und dabei mit einem Holzlöffel kräftig rührt. Sahne steif schlagen und mit dem Schneebesen unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und beiseite stellen.

Backofen auf 200°C vorheizen.

Für die Hackfleischmasse die Schalotte fein hacken. Zucchini fein reiben.

Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen. Schalotte glasig andünsten. Dann das Hackfleisch zugeben und krümelig braten. Dabei das Fleisch immer wieder mit einem Kochlöffel zerdrücken, bis keine groben Stücke mehr übrig sind. Zucchini zugeben und kurz mitbraten. Mehl darüberstäuben und mitrösten, dann die Brühe angießen. Die Masse ein wenig köcheln lassen, bis sie sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Portionsförmchen oder eine große Auflaufform mit Butter ausstreichen. Die Hälfte des Kartoffelpürees in die Formen verteilen. Dann die Fleischmasse darauf geben, mit dem restlichen Kartoffelpüree abschließen. Butterflöckchen auf dem Auflauf verteilen. Im heißen Ofen ca. 15 min backen, bis die Oberfläche anfängt, appetitlich braun zu werden. Ein großer Auflauf braucht ein wenig länger.

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24 thoughts on “Hachis Parmentier

  1. Das ist wirklich ein Klassiker in der französischen Küche – und ich habe es schon eeewig nicht mehr gemacht. Das muss bald mal wieder auf den Tisch kommen. Wir verwenden übrigens auch meistens Bratenreste dafür.

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  2. wir mögen das auch gerne, ich gebe das Kartoffelpüree nur obendrauf und manchmal zwischen Fleisch und Püree noch eine Lage Gemüse (Babyarotten und Erbsen eignen sich da gut ).

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  3. Jetzt war ich heute so gut essen und nun lacht mich das hier so an, dass ich grad mit heftigstem Speichelfluss zu kämpfen habe! 😉

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  4. Grundehrlich und doch soo gut! Bei uns heisst das Ofenguck und ich merke gerade, dass ich das unbedingt bald mal wieder zubereiten sollte 🙂 Merci für den Zaunpfahl-Wink 😉

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  5. Liebe Susanne, das erinnert mich jetzt ein wenig an das Samstagessen, das es viele Jahre bei meiner seligen Omi gab, nämlich Fleischkrapferl mit Kartoffelpüree. Dein Auflaufrezept wird sicher bei mir Einzug halten. Ich bedanke mich auch für den erklärenden Text. Liebe Grüße aus Salzburg, Claudia

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