Polentakuchen mit Bitterorangen

polentakuchen mit bitterorange

Es gibt wieder Bitterorangen! Wenn Ihr welche kriegen könnt, schlagt zu. Die Saison ist extrem kurz und schon bald wieder vorbei.

Letztes Jahr habe ich vor lauter Begeisterung aus meiner Landung Pomeranzen Marmelade gekocht – nur Marmelade. Ich liebe Bitterorangen-Marmelade und finde es ausgesprochen beruhigend, einen Jahresvorrat davon im Vorratskeller zu haben. Nun, letztes Jahr habe ich ein wenig übertrieben in meiner Begeisterung – es war mehr als ein Jahresvorrat. Deshalb kann ich es mir dieses Jahr auch leisten, einen Teil der Orangen anderweitig zu verarbeiten. 🙂

In einem Kuchen zum Beispiel: Das ist im Grunde ein einfacher Rührkuchen; allerdings mit zwei Besonderheiten: zum einen ist er glutenfrei. Statt Mehl benutzen wir gemahlene Mandeln und feine Polenta. Und das zweite sind natürlich die Orangen. Davon wandert Schalenabrieb in den Kuchen, der Saft wird mit Zucker zu Sirup gekocht und der Kuchen dann damit getränkt. Zusätzlich sorgen Gewürznelken für Aroma.

Wie schon gesagt – der Kuchen ist denkbar einfach hergestellt – aber ist toll. Er ist weich und saftig, hat aber dank der Polenta Struktur und Biss. Und die Pomeranze sorgt für ein unvergleichlich frisches Zitrusaroma.

Natürlich schmeckt der Kuchen mit Bitterorangen am besten. 😉 Wenn Ihr aber keine habt, dann könnt Ihr auch andere Zitrusfrüchte verwenden.

Das Rezept ist für eine runde Springform.

Für den Kuchen:

  • 125 gr. feine Polenta (ich hatte Instant-Polenta)
  • 225 gr. gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL gemahlene Nelken
  • 225 gr. Butter, weich
  • 200 gr. Zucker
  • Schalenabrieb von drei Bitterorangen
  • 3 Eier

Für den Sirup:

  • 100 ml Saft von Bitterorangen (bei mir haben 2 Orangen gereicht)
  • 50 gr. Zucker
  • 3-4 Nelken

Den Ofen auf 170°C vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder gründlich fetten.

Polenta mit gemahlenen Mandeln, Backpulver und Schalenabrieb in einer Schüssel mischen.

In einer zweiten Schüssel die Butter mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Dann den Zucker einrühren. Die Eier eines nach dem anderen einarbeiten, dabei je einen EL der Polentamischung mit einarbeiten, damit die Masse nicht gerinnt. Schließlich die Polentamischung einrühren.

Den Teig in die vorbereite Form geben, glatt streichen und im vorgeheizten Ofen ca. 50 min backen. Der Kuchen ist fertig, wenn er oben goldbraun ist und ein Zahnstocher, mit dem man in die Mitte piekt, sauber wieder herauskommt.

Während der Kuchen bäckt, den Sirup vorbereiten. Dafür alles Zutaten in einen kleinen Topf geben, kurz aufkochen und ein wenig simmern lassen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

Den heißen Kuchen mit einem Zahnstocher an vielen Stellen perforieren. Den Sirup mit einem Löffel darüber verteilen, so dass der Kuchen überall getränkt wird. Kuchen in der Form auskühlen lassen.

Rezept aus: Pam Corbin, River Cottage Cakes*

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21 thoughts on “Polentakuchen mit Bitterorangen

  1. ach bei den Mallorcanern gibt es die auch? Wobei es mir geht wie dir insofern dass ich noch auf Jahre hinaus mit der Marmelade versorgt bin…. der Kuchen klingt klasse- ist er sehr süß?

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    1. Nein, der Kuchen ist gar nicht so süß. Der Saft der Orange gleicht das aus.
      Ja, bei den Herrschaften aus Mallorca habe ich die letztes Jahr entdeckt – seither nie wieder ohne 🙂

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  2. Ein wirklich toller Kuchen! Beim italienischen Schwiegerpapa gibt es einen ähnlichen – Familienrezept. Die Kuchen sind so wunderbar saftig… Bitterorangen habe ich schon geordert, müsste ich am Wochenende auf dem Markt bekommen und dann schreite ich gleich mal zur Tat und backe Deine Variante des Polentakuchens 😀

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  3. Gestern gab’s noch Pomeranzen beim Grossverteiler und ich bin achtlos an ihnen vorübergegangen.
    Heute springen mich die leckersten Rezepte in diversen Blogs an – nicht zuletzt dieses 🙂
    Einen schönen Sonntag aus Zürich,
    Andy

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  4. Wie lecker! Habe gestern die Marmelade gemacht und auch noch Saft eingefroren, für meine mexikanische Kocherei … den Kuchen merke ich mir auf jeden Fall für nächstes Jahr vor!

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  5. Mal sehen, vielleicht kann ich eine abzweigen, aber die Marmelade steht leider an erster Stelle, die Herren der Schöpfung scheinen allesamt einen Bitterorangenmarmelade-Faible zu haben. 😉

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    1. Die Marmelade ist auch das wichtigste 🙂
      Ich habe dieses Jahr welche auch 1 kg Orangen gekocht und habe noch Orangen übrig…ich denke, ich werde Schale und Saft einfrieren, so für schlechte Zeiten 🙂

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  6. Du sagst was Wahres: Wenn man ihrer habhaft werden kann, dann muss man einfach zuschlagen. Ich hab dank Katharina Seiser dieses Jahre welche direkt aus Schönbrunn. Und deinen Kuchen nehm ich mit! 😀

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    1. Meine kommen aus Mallorca…..seit ich weiß, dass es sie dort zu bestellen gibt, bin ich immer großzügig mit der Menge 🙂 Aber Orangen aus Schönbrunn, das klingt natürlich sehr feudal.

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  7. Oh, das ist etwas für uns – hört sich so köstlich an! Und ich glaube, du hast das gleiche Geschirr wie ich… 😉 Wünsche dir einen schönen Sonntag!
    Herzliche Grüße, Yushka

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