Curry-Laksa zum #tierfreitag

curry-laksa

Das ist ein Nudelsuppenklassiker aus Malaysia und Singapur, der ganz entschieden die Lebensgeister weckt. Die Basis ist eine scharf-saure Brühe mit Kokosmilch, aromatisch und wohltuend. Diese vegetarische Version der Suppe stammt von Ottolenghi*

Für Suppe wird eine Gewürzpaste hergestellt. Die Paste wird erst langsam angeröstet, dann kommen die restlichen Zutaten für die Brühe dazu und alles köchelt langsam vor sich hin. So entfalten sich die Aromen. Die Einlagen gibt man am Schluß dazu.

In die Suppe kommen Bohnensprossen; die kann man im Asia-Shop kaufen. Ich habe die prähistorischen Mungobohnen aus den Tiefen meines Vorratsschrank verwendet und keimen lassen. Die Suppe ist also mein Beitrag zum Vorratsschrank-Event.

Das Rezept, so wie es her steht, ist recht scharf. Wer da empfindlich ist, tut gut daran, die Menge an Chili und Sambal Olek zu reduzieren.

Die aromatische Suppe kommt ganz ohne tierische Produkte aus – ein klarer Fall für den Tierfreitag. Im Original werden noch Tofu-Puffs verwendet; das sind fritierte Tofu-Würfel, die ich weggelassen habe.

Das Rezept ist für 4:

  • 100 gr. Schalotten
  • 8 Zehen Knoblauch
  • 30 gr. Ingwer
  • 1 Stängel Zitronengras, der weiße Teil
  • 2 TL gemahlener Koriander
  • 3 getrocknete Chilis
  • 2 EL Sambal Olek
  • 60 ml neutrales Öl
  • 40 gr. Koriandergrün
  • 1 1/4 l Gemüsebrühe
  • 5 frische Curryblätter oder vietnamesischer Koriander
  • 2 TL Currypulver
  • 2 EL Zucker
  • 300 ml Kokosmilch
  • 300 gr. Bohnensprossen (Mungobohnensprossen aka Sojasprossen)
  • 150 gr. Edamame (original: grüne Bohnen)
  • optional: 250 gr. Tofu-Puffs
  • 2 Biolimetten

Zuerst die Currypaste herstellen: Dazu Schalotten und Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden. Ingwer schälen und scheibeln, Zitronengras ebenfalls in Scheiben schneiden. Korianderblättchen abzupfen.

Die ersten sieben Zutaten einschließlich des Sambal Olek in einen Mixer geben. Die Korianderstängel und die Hälfte des Öls zugeben und alles zu einer groben Paste pürieren.

Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Gewürzpaste darin ca. 15 min bei ganz niedriger Hitze anbraten. Dann die Brühe, die Curryblätter oder den Koriander, Currypulver, Zucker, Kokosmilch und ca. 1 1/2 TL Salz zugeben und alles 30 min bei milder Hitze köcheln lassen.

Die Bohnensprossen kurz in kochendem Wasser blanchieren, abgießen und gleich unter kaltem Wasser abspülen. Korianderblättchen hacken.

Die Reisnudeln 3 min in kochend heißem Wasser quellen lassen, dann abgießen. Die Edamame in die Suppe geben und kurz mitköcheln lassen. Dann die Nudeln und die Hälfte der Bohnensprossen in die Suppe geben. Wer Tofu-Puffs verwendet, gibt sie jetzt in die Suppe.

Zum Anrichten die Suppe in Schalen schöpfen, in jede Schale etwas Limettensaft auspressen, Bohnensprossen und Koriandergrün darüberstreuen.

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21 thoughts on “Curry-Laksa zum #tierfreitag

  1. Herrlich, diese Suppe würde ich jetzt gern sooofort essen! Auch ich habe bei den Zutaten ein paar Beschaffungsprobleme, doch mit meinem Sprossen-Keim-Gerät könnte ich ja Mungobohnen zumindest herstellen. Wird demnächst gekocht.

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  2. die schönen Sprossen hab ich ganz sehnsuchtsvoll betrachtet- bei meinem derzeitigen Lebensrhythmus ist selberziehen nicht drin. Und kaufen, naja, ob ich Sprossen aus dem Supermarkt möchte? Die Suppe jedenfalls würde mir auch schmecken.

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  3. Und wieder Edamame – wenn ich mal endlich welche bekommen würde o.O
    Das Süppchen könnte ich jetzt gut gebrauchen, die vertreibt doch bestimmt den Rest an Schnupfen und macht ordentlich die Nase frei 😀

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  4. Hallo! Ottolenghi ist unglaublich vielfältig! Liest sich sehr schön das Rezept – so macht vegan Spass!

    Ich habe ein grosse Packung getrockneter Curryblätter zuhause rumliegen. Würde das Rezept auch mit denen funktionieren?

    Liebe Grüsse
    Nicole

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    1. Da hast Du Recht – Ottolenghi hat Ideen und macht Spaß.
      Das Rezept funktioniert bestimmt auch mit getrockneten Curry-Blättern; die frischen sind bloß einfach aromatischer. Ich kaufe die immer im Asia-Laden und friere sie ein.

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  5. Genau an dieser Stelle ist schon ewig ein Zettel in meinem Buch, aber immer, wenn ich es angeschaut habe, fehlte etwas. Solche prähistorischen (lach) Mungbohnen habe ich auch noch im Vorrat, mal sehen, vielleicht schaffe ich es nächste Woche! 🙂

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  6. Herrlich! Ich wünschte ja oft, ich hätte eine Asialaden in der Nähe – bei den frischen Zutaten hab ich hier leider so meine Schwierigkeiten. Aber die Bohnensprossen selbst keimen zu lassen, ist natürlich ein prima Gedanke!

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    1. Ja, so sind die Mungobohnen endlich weg.
      Bis vor kurzem hatte ich auch keinen Asia-Shop in der Nähe. Jetzt hat einer aufgemacht; da kaufe ich schon aus purer Dankbarkeit regelmäßig 🙂

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