Bärlauchrisotto mit Ziegenfrischkäse

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Als ich Kerstins Foto auf Instagram gesehen habe, war mir gleich klar, was mit meiner restlichen Bärlauchernte passieren wird 🙂 Risotto!  Wenn ich „Ziegenfrischkäse“ lese, dann bin ich sowieso schon in den Startlöchern. Und Risotto steht hier ohnehin viel zu selten auf dem Tisch, das sollte ich ändern.

Das Risotto ist im Grund sehr einfach, deshalb habe ich mir noch eine kleine Garnitur ausgedacht. Wenn man Salbei oder Basilikum frittieren kann, warum nicht auch Bärlauch? Nun, man kann. Die dunkelgrünen Sprenkel auf dem Risotto sind knusprig frittierte Bärlauch-Blätter. Der leichte Knister steht Bärlauch und Risotto gut zu Gesicht.

Das Risotto kommt ohne Butter und Parmesan aus; der Bärlauch ist würzig genug, und der Frischkäse sorgt für Cremigkeit.

So, damit ist meine persönliche Bärlauchsaison beendet. Im Vorrat gibt es noch etwas Bärlauchsalz nach einer Idee von hier – und dann kommt der Bärlauch erst wieder nächstes Jahr zum Zug.

Für 4 Personen:

  • 1 Schalotte
  • 1 EL Olivenöl, plus etwas zum Frittieren
  • 400 gr. Risotto-Reis (ich hatte Arborio)
  • ein Schluck trockener Weisswein
  • 1,2 L Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 schöne Handvoll Bärlauch
  • 150 gr. Ziegenfrischkäse

Den Bärlauch waschen, putzen und gründlich trockentupfen. 4-5 Blätter in grobe Stücke rupfen. In einem ganz kleinen Topf  wenig Olivenöl erhitzen. Es reicht, wenn es 0,5 cm über dem Topfboden steht. Wenn an einem Kochlöffelstiel aus Holz, den man ins Öl hält, kleine Bläschen aufsteigen, dann ist das Öl heiß genug. Die Blättchen hineingeben und ganz kurz frittieren; sie werden sehr schnell dunkelgrün und durchscheinend, dann sind sie fertig. Zum Abtropfen auf Küchenpapier geben und beiseite stellen.

Die Gemüsebrühe erhitzen und warm halten. Die restlichen Bärlauch-Blätter quer in schmale Streifen schneiden.

Schalotte schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotte glasig andünsten. Den Reis zugeben und unter Rühren mitdünsten, bis die Körner etwas glasig werden. Mit dem Weißwein ablöschen und weiter garen. Wenn der Wein verdunstet ist, einen Schöpflöffel der heißen Brühe angießen. Unter Rühren weitergaren, dabei nach und nach immer wieder Brühe angießen, bis die Brühe verbraucht und der Risotto gar und cremig ist. Gegen Ende der Garzeit Bärlauch und Ziegenfrischkäse einrühren. Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten Risotto in Schalen geben und mit den frittierten Bärlauchblättern garnieren.

Lasst es Euch schmecken!

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15 thoughts on “Bärlauchrisotto mit Ziegenfrischkäse

  1. Wenn ich “Ziegenfrischkäse” lese, dann bin ich sowieso schon in den Startlöchern 😀 Geht mir genau gleich, liebes magentratzerl. Im Gegensatz zu Bärlauch kann ich davon kaum genug kriegen. Die Bärlauchsaison ist bei mir am Weekend auch zu Ende gegangen. Nach zwei, drei Gerichten damit habe ich es dann meist gesehen. Dafür geht jetzt die Rhabarber-Saison richtig los 🙂

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    1. Ich hab da auch gelernt…früher habe ich beim Bärlauch den Hals nicht voll gekriegt und tonnenweise Pesto hergestellt, das ich dann irgendwann nicht mehr sehen konnte. Vorbei!
      Ach, der Rhabarber. Am Wochenende habe ich Kuchen gebacken, sehr schön. Vom Rest gab es Kompott. Dabei habe ich festegestellt, dass ich immer noch kein Rhabrberkompott mag…

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  2. Ach, ich habe Ziegenfrischkäse gelesen – für den bin ich ja immer zu haben 🙂
    Die Risotto-Variante merke ich mir gleich mal vor, hoffentlich finde ich nach dem Urlaub noch etwas Bärlauch…

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    1. Oh, der Bärlauch ist schon bald um. Der fängt jetzt an, zu blühen. Aber hier in der Gegend ist er derartig in Mode, dass man ihn zu Zeit sogar im Supermarkt bekommt.
      Dir einen wunderschönen Urlaub!

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  3. Eine tolle Idee mit dem knusprigen Bärlauch!
    Bei uns ist auch immer ein Risotto das Abschiedsessen vom Bärlauch: erster Spargel und letzter Bärlauch dürfen sich bei mir die Hand geben. In diesem Jahr dann mit Knusperbärlauch oben drüber!

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