Himmlisch duftender Kuchen mit Zitronenverbene

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So, dann gibt es jetzt süßes Nervenfutter…..es ist nämlich so, dass nächste Woche wieder ein paar Rezensionen auf Euch warten. Ich habe noch immer so einen Stapel an rezensierten Kochbüchern und habe deshalb beschlossen, dass ich jeweils in der letzten Woche des Monats ein paar Rezensionen online stelle – so lange, bis der Haufen mir endlich kein schlechtes Gewissen mehr macht.

Ich kann auch sonst Nervenfutter gebrauche – diese Woche war ganz und gar nicht unterhaltsam. Mein Host spinnt….und zwar tüchtig. Ich fahre im Moment zweigleisig und denke ersthaft darüber nach, einfach wieder zu WordPress zurückzugehen. Ich sage Euch dann rechtzeitig Bescheid……

Aber jetzt gibt es was Süßes, damit Ihr den ganzen Rezensions-Stress auch aushaltet 😉 . Und eine Nachbackempfehlung – der Kuchen ist nämlich so einfach wie genial:

Ich war auf der Suche nach einem ganz simplen Rührkuchen – einfach eine schnelle Süßigkeit für’s Wochenende. Fast ich war ich schon dabei, einen Madeirakuchen aus dem Lieblingsbackbuch* zusammenzurühren, da stieß ich auf dieses Rezept – „Scent from Heaven Cake“, so heißt er im Original.

Das Rezept kam mir ein wenig unwahrscheinlich vor….die Milch wird ersetzt durch einen Aufguss von Zitronenverbene. Und dann glänzt der Kuchen noch mit zwei Sorten Mehl: normales Haushaltsmehl und gemahlener Reis. Na, dachte ich bei mir – das ist entweder ein sehr guter Kuchen oder ein ungenießbarer. Da hilft nur Ausprobieren.

Und so weiß ich nun, dass der Kuchen seinen hochtrabenden Namen verdient. Zitronenverbene trinke ich gerne als Tee, und auch dem Kuchen verleiht sie ein Aroma, das den Namen himmlisch tatsächlich verdient. Und der gemahlene Reis, der macht sich auch gut; der Kuchen bekommt dadurch etwas Biss.

Das Originalrezept verwendet frische Zitronenverbene – ich habe mir mit getrockneter beholfen. Es steht tatsächlich gemahlener Reis da und nicht Reismehl; ich habe einfach die entsprechende Menge Reis in der Getreidemühle gemahlen; das Ergebnis ist etwas gröber als gekauftes Reismehl. Ach, und Variationsvorschläge gibt es auch – so kann man die Zitronenverbene durch Minze ersetzen und dann 25 gr. Mehl durch Kakaopulver – das mache ich dann beim nächsten Mal. After Eight Kuchen 😉 .

Im Original wird der Kuchen mit frischer Zitronenverbene dekoriert – ich habe statt dessen etwas getrocknete mit Zucker gemixt.

Jetzt aber los, das Rezept ist für eine normal große Kastenform:

  • 5-6 Zweige frische Zitronenverbene oder 2 TL getrocknete
  • 100 gr. Mehl (ich: Dinkel 630)
  • 1 TL Backpulver
  • 200 gr. gemahlener Reis (ich: Patna)
  • 200 gr. Butter, weich
  • 150 gr. Zucker
  • 3 Eier
  • 100 gr. Puderzucker

Zum Fertigstellen:

  • 2 EL Zucker
  • 1 TL getrocknete Zitronenverbene

Zunächst von der frischen Zitronenverbene die Blätter abstreifen. Blätter in einen Messbecher geben und mit 200 ml kochendem Wasser übergießen. Getrocknete Blätter gibt man dazu am besten in einen Teefilter, dann hat man hinterher keine Rückstände im Kuchen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Eine Kastenform gründlich ausbuttern und mit Mehl bestäuben. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben und mit dem gemahlenen Reis mischen.

In einer Rührschüssel die Butter mit den Quirlen des Handmixers cremig rühren. Den Zucker geben und  alles schaumig rühren. Dann die Eier einarbeiten. Dabei immer erst ein Ei komplett unterrühren, bevor das nächste eingearbeitet wird. Mit jedem Ei außerdem einen Esslöffel der Mehlmischung einrühren, dann gerinnt die Masse nicht. Die restliche Mehlmischung mit einem Kochlöffel unterheben.

Die Zitronenverbene-Infusion abgießen bzw. den Teebeutel entfernen. 100 ml des Aufgusses in den Teig einarbeiten, den Rest für später aufheben.

Den Teig in die Springform geben, glattstreichen und ca. 50 min im heißen Ofen backen.

Kurz bevor der Kuchen fertig ist, den Puderzucker im restlichen Verbenen-Aufguß durch Rühren auflösen. Den Kuchen aus dem Rohr holen und noch heiß mit einem Zahnstocher überall tief einpieksen, aber nicht bis zum Boden durchstechen. Mit einem Löffel die Hälfte des Sirups über den Kuchen träufeln, 10 min warten, dann den restlichen Sirup darüber träufeln. In der Form ganz auskühlen lassen, dann herausnehmen.

Zum Fertigstellen den Zucker mit der Zitronenverbene im Mixer fein zerkleinern und den Kuchen damit bestäuben.

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15 thoughts on “Himmlisch duftender Kuchen mit Zitronenverbene

  1. hab den Kuchen nachgebacken- na , so ungefähr halt- mit Reismehl und gemahlenen Mandeln und weniger zucker, – sehr fein, wirklich! Die Mandeln machen sich auch wirklich gut zu dem feinen Aroma. Die Schokominze-Variante werd ich wohl auch noch testen müssen.

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  2. Ein Kuchen ganz nach meinem Geschmack, nicht nur wegen des Dinkels 😉
    Die Kräuter werden hier bald ausgesät und dann kommt auch das Rezept direkt dran, wenn die Zitroneverbene soweit ist!

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  3. Leider hat meine Verbene den Winter nicht überlebt und ich muss erst eine neue kaufen. Aber bis dahin speichere ich das Rezept ab, denn ich kann mir vorstellen, wie gut der Kuchen schmeckt.
    Und ich freu mich auf deine Rezension.

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  4. Ärger mit dem Host? Mir ist auf jeden Fall aufgefallen, dass manchmal das „Kommentar-abschicken-Feld“ verschwindet. Nach dem Neuladen geht es aber meist und inzwischen kopiere ich meine Kommentare immer. 😉
    Der Kuchen klingt klasse. Nur leider habe ich keine Verbene, dafür aber eine Orangenminze. Vielleicht teste ich gleich mal die After Eight Variante. 🙂

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    1. Die After Eight Variante ist bestimmt klasse.
      Und ja, Ärger…..man hat mich auf die schwarze Liste gesetzt und mich nicht mehr auf meine Seite zugreifen lassen. Unter meiner IP wurde angeblich malware gesendet. Blöd bloss, dass unsere Rechner lupenrein sauber waren. Und nun habe ich gelernt, dass wir eine dynamische IP haben, will sagen, sie wechselt. Da hatte ich wohl Nachteile, weil jemand anders seinen Rechner nicht sauber hatte. Seufz. Schöne neue Welt….

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  5. Ist gespeichert. Die Zitronenverbene im Garten hat sich nämlich entschlossen, wieder auszutreiben. *froi*
    Werde den Kuchen allerdings mit Reismehl anrühren, ich mag kein Geknirsche beim Kuchenessen.

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Kommentare sind geschlossen.