Tunnbröd

tünnbröd

Ich habe noch ein Rezept für Euch aus der „Neuen nordischen Küche„* – und zwar das für das klassische Tunnbröd. Über dieses Rezept habe ich mich sehr gefreut, denn Tunnbröd wollte ich schon lange endlich mal backen.

Das Brot ist ein Klassiker aus dem Norden Schwedens. Das dünne Fladenbrot gibt es in zwei Varianten: die harte Variante wird auf Vorrat gebacken – ähnlich wie Knäckebrot ist sie sehr lange haltbar.

Ich stelle Euch die weiche Variante vor. Die lässt sich sehr gut nicht nur einfach als Beilage essen, sondern eignet sich auch zum Aufwickeln und Füllen. Klassischerweise wird das Brot am Rand eines offenen Feuers gebacken – aber was für ein Glück, es geht auch in einer Bratpfanne. Allerdings ein Hindernis auf dem Weg zum Tunnbröd gibt es um diese Jahreszeit: als Treibmittel wird neben Hefe nämlich auch Hirschhornsalz verwendet, und das ist außerhalb der Weihnachtszeit gar nicht so einfach aufzutreiben. Ich mußte ein paar Läden abklappern, bevor ich endlich welches fand. Nun habe ich mir einen kleinen Vorrat angelegt, damit ich öfter mal Tunnbröd backen kann.

Ach so – das Hirschhornsalz braucht man wirklich; das gibt dem Brot eine spezielle Lockerheit und Konsistenz.

Für ca. 30 Fladenbrote:

  • 10 gr. frische Hefe (original: 50 gr. – das braucht man nun wirklich nicht)
  • 100 gr. Butter
  • ca. 300 ml Milch (original: nur 120 ml – das wird aber kein Teig….)
  • 5 gr. Salz
  • 1 TL Hirschhornsalz
  • 220 gr. Roggenmehl (bei mir Vollkorn, frisch gemahlen)
  • ca.  1000 gr. Weizenmehl (bei mir: Type 550), plus etwas zum Arbeiten

Die Butter in einem Topf schmelzen, dann zum Abkühlen beiseite stellen.

Die Hefe in der Milch auflösen.

In einer großen Schüssel die Mehlsorten mit Hirschhornsalz und Salz mischen. Warme Butter und die Milch-Hefelösung dazugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Wenn der Teig zu sehr klebt, noch etwas Mehl zugeben.

Die Schüssel zudecken und den Teig in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz durcharbeiten, dann in zwei Teile teilen. Die Teile zu 2 langen Rollen formen und diese in je ca. 15 gleich große Stücke teilen.

Jedes Stück Teig zu einem dünnen Fladen ausrollen. Die Fladen in einer heißen Pfanne bei mittlerer Hitze ohne Fett auf jeder Seite ca. 1 min backen.

Lasst es Euch schmecken!

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14 thoughts on “Tunnbröd

    1. Ja, die sind Klasse. Und man braucht noch nicht mal einen Backofen. Roggen ist für mich übrigens auch ziemlich wichtig…..das ist meine Brot-Basis….ohne wäre doof.

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  1. Tunnbröd – das mag ich auch! Es selber zu backen klingt ja unkomplizierter als ich dachte. Danke fürs Ausprobieren.

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  2. denkt doch auch mal an die Apotheke- die ist für derlei Koch-Zutaten und Gewürze immer eine Bezugsquelle.
    Und ansonsten- was habt ihr dazu gegessen? Gibt es auch noch die harte Variante?

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    1. Die Apotheke – stimmt, die vergesse ich immer. Da sollte ich eigentlich viel öfter hin. Wobei….seufz…mein Lieblingsapotheker hat den Dienst quittiert und andere sind nicht immer glücklich mit solchen Aufträgen. Da müsste ich wohl zu Dir kommen 🙂
      Gegessen haben wir das Brot zu Suppe…und vielem anderen, denn das Rezept gibt einen ordentlichen Vorrat her.

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  3. Oh oh, daran habe ich gar schlechte Erinnerungen, wenn ich an meinen Stockholm-Trip denke. Da gibt es so eine Spezialität, quasi der schwedische Kebab, das nennt sich „Tunnbrödsrulle“. Tunnbröd mit Senf, Kartoffelstock und Würstchen drin :-p Pfui deibel! Aber der Fladen selbst war schon gut, ich müsste den wohl mal nature probieren 😉

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