Birnen-Roquefort-Lasagne mit Salbei und Karamell-Zucker

lasagne mit birne und roquefort

Ich kann die Vorrede ja diesmal kurz halten – diese Lasagne war, kann man sagen, der allgemeine Publikumswunsch nach der Rezension von „Mise en Place„. Und bitte sehr, hier ist das Rezept 🙂 .

Also, gleich. Eigentlich ist es nämlich verwunderlich, dass die Lasagne auf meiner To-Koch-Liste landete, ich mag Birnen nämlich nicht besonders. Ein komisches Obst ist das, das einfach nie den richtigen Reifegrad zu haben scheint. Eben noch steinhart, und dann schon wieder matschig. Den Geschmack mag ich auch nicht besonders. Außer – salzig und in Kombination mit Roquefort, so wie hier eben. Salbei kommt auch noch dazu – eine schöne Ergänzung mit seinem leicht bitteren, harzigen Aroma.

Ach so….ich habe mehr Roquefort genommen als im Original, aber weniger Butter.

Das Rezept ist als Vorspeise für 4 – wir haben es als Hauptgericht für 2 gegessen.

Für den Nudelteig:

  • 80 gr. Mehl
  • 20 gr. Hartweizengriess
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • etwas Olivenöl

Für die Lasagne:

  • 2 Birnen (Williams Christ, reif)
  • 75 gr. Roquefort (Original: 20 gr.)
  • 25 gr. Parmesan
  • 1 Bund Salbeiblätter
  • 50 gr. Butter, gefroren (Original: 100 gr.)
  • ca. 10 gr. Pinien- und Kürbiskerne, geröstet

Für den Karamell:

  • 100 gr. Zucker
  • Wasser

Für den Nudelteig Mehl, Griess und Salz in einer Schüssel mischen. Ei zugeben und ein wenig Olivenöl, dann alles zu einem festen, aber geschmeidigen Teig verkneten, der nicht klebt. In Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur ruhen lassen, 2 bis 3 Stunden wäre optimal.

Den Karamell kann man inzwischen vorbereiten: dafür den Zucker mit etwas Wasser kochen, bis er eine goldgelbe Farbe annimmt, dann mit kaltem Wasser ablöschen und nochmals einkochen, bis ein dicker Sirup entstanden ist. Das hier ergibt mehr als die benötigte Menge, aber der Sirup kann aufbewahrt werden.

Wenn es ans Lasagne-Machen geht, zunächst den Nudelteig ganz dünn ausrollen. Da merke ich jedes Mal, dass ich meine Nudelmaschine mag ;-). Aus dem Teig Rechtecke von ca. 10 mal 13 cm schneiden. Ihr werdet nicht alle Teigblätter brauchen, sondern nur 8 Stück; aber das halbieren des Teigrezepts fand ich etwas schwierig. Im Originalrezept steht einfach: 100 gr. Nudelteig.

Backofengrill auf höchste Stufe vorheizen.

Die Birnen schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in ganz dünne Scheiben schneiden. Roquefort würfeln, Parmesan reiben.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudelplatten darin bissfest garen. Gleich in kaltem Wasser abschrecken.

4 ofenfeste Teller oder kleine Auflaufformen mit etwas Butter ausstreichen und auf jeden Teller ein Lasagneblatt legen. Je einige Pinien- und Kürbiskerne darüber streuen, Roquefort-Würfelchen darauf streuen und die Birnenscheiben darüber verteilen. Lasagnes mit den restlichen Teigblättern bedecken. Salbeiblätter darauf verteilen und mit geriebenem Parmesan bestreuen.

Von der Butter hauchdünne Scheibchen abschneiden (Aufschnittmaschine, Mandoline….) und die Lasagneblätter gleich damit bedecken.

Die Lasagne unter dem Grill überbacken, bis die Oberfläche appetitlich gebräunt ist.

Zum Servieren mit ein wenig Karamell beträufeln.

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17 thoughts on “Birnen-Roquefort-Lasagne mit Salbei und Karamell-Zucker

  1. Merci beaucoup! 🙂
    Zu der Bundangabe: im Frischeparadies verkaufen sie Kräuter als Bund und die wiegen dann 70 g, aber wahrscheinlich ist das auch kein vernünftiger Maßstab…

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  2. Das Publikum dankt! 😀
    Und wenn du mir nun verrätst, wie viel Salbei ein halber Bund in etwa ist, geb ich auch schon Ruhe. Ich hab nämlich in meinem Leben noch nie Salbei gekauft, weil ich den selber habe bzw. früher aus irgendwelchen Freunde- und Familiengärten bekommen habe.

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    1. Ok….ich gebe zu, an dem Punkt habe ich ganz schnarchnasig das Rezept abgetippt. Ich habe auch noch nie Salbei gekauft, wozu auch, ist es doch das einzige, was selbst bei mir wächst wie blöd. Nimm doch einfach eine Handvoll Salbeiblätter und verteile auf jeder Lasagne so viel, wie sie verträgt 😉

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  3. danke fürs Rezept- ist das nicht sehr süß? So vom Lesen, könnte ich mir die Lasagne fast als Nachspeise zu einem Herbst-Menü vorstellen, mit dem Käse und den süßen Komponenten.

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