Ich möchte das nicht #BloggerFuerFluechtlinge #refugeeswelcome

flüchtlinge

Das ist hier ja eigentlich nur ein kleiner Fressblog. Dewegen wollte ich eigentlich nichts sagen. Aber es geht nicht. Ich muss was sagen.

Ich werde nämlich die Bilder nicht los. Diesen Hass im Alltäglichen. Da purzelte ich neulich auf Facebook über ein Bild, in dem Flüchtlinge aus Syrien als „feige Schweine“ bezeichnet wurden. Und dann dieses Wochenende dieser Mann im Supermarkt. Mitten in München. Vielleicht 60. Groß, durchtrainiert, wettergegerbt, kurzgeschoren. Verbissener Gesichtsausdruck. Tarnhose in braun, Knobelbecher an den Füßen. Und dann das T-Shirt – braun, what else. Deutscher Schäferhund stand auf dem Rücken. Und auf den Ärmeln das eiserne Kreuz.

Uns geht es doch so verdammt gut! Und kein Flüchtling, der hier ankommt, wird daran etwas ändern. Niemandem wird sein Haus unter dem Hintern wegenteignet. Niemandem wird ein Arbeitsplatz weggenommen. Niemand muss seinen tollen Flachbildfernseher hergeben oder sein Smartphone, niemand bekommt auch nur einen Cent weniger Harz IV. Und wir leben in einer Demokratie. Wir dürfen unsere Meinung frei äußern. Noch. Aber wenn wir jetzt nichts sagen und den dumpfen Hass gewähren lassen, dann vielleicht nicht mehr lange.

Ich will das alles nicht. Ich möchte nicht, dass Hass, Neid und Engstirnigkeit dieses Land regieren. Ich möchte bitte in einem bunten Land leben und nicht in einem braunen Einheitsbrei. Ich möchte weiterhin Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen treffen, mit ihnen lachen und von ihnen lernen. Ich möchte ein fröhliches buntes Leben, kein braunes, eintöniges.

Lasst uns also bitte dafür sorgen, dass wir hier in einem friedlichen Miteinander leben können. Dass wir teilen und nicht neiden. Dass wir respektvoll miteinander umgehen. Dass wir uns freuen, von anderen zu lernen, statt uns in Engstirnigkeit einzuigeln. Eine Möglichkeit, das zu tun bietet die Initiative Blogger für Flüchtlinge, die ich mit diesem Artikel unterstützen möchte. Ihr könnt so viel tun: Ihr könnt spenden, ihr könnt Eure Zeit zur Verfügung stellen. Und Flagge zeigen.

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17 thoughts on “Ich möchte das nicht #BloggerFuerFluechtlinge #refugeeswelcome

  1. Sehr schön, danke dafür! Bin schon länger stille Leserin, aber der Post hat mich spontan so gefreut, dass ich was sagen wollte. Super, dass du dich äußerst. Hab ne schöne Woche! Lara

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    1. Ja, die Bilder sind oft erschütternd. Und das Verhalten vieler Menschen hier auch. Am erschreckendsten finde ich aber, dass es wieder en vogue ist, all das zu sagen…..man muss es gar nicht mehr heimlich tun, nein. Das erschreckt mich. Sehr.
      Danke für den Link zum Artikel 🙂

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      1. Hier in GB schimpfen alle über Migranten, was am besten mit ‚Wirtschaftsflüchtlingen‘ übersetzt wird. Und die müssen natürlich mit allen Mitteln außen vor bleiben. Gleichzeitig entsetzt man sich über die Art und Weise wie ‚die Europäer‘ die ‚Migranten‘ behandeln – sowas von scheinheilig! Vielen Dank für Deinen Beitrag!

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        1. Au weia….das klingt nicht gut.
          Wirtschaftsflüchtlinge….das Wort mag ich auch nicht. Denn oft liegt die Wirtschaft in gewissen Ländern ja auch deswegen auf dem Boden, weil wir auf deren Kosten leben. Kein Wunder, wenn die Menschen da die Flucht ergreifen.
          ….und Briten sind keine Europäer? Alles klar 😉

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  2. Das kann ich genauso unterschreiben! Danke für dein Statement!! Viele Stimmen ergeben einen Chor – irgendwann wird sie niemand mehr überhören können, die Stimme der bislang schweigenden Mehrheit.

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