Bayerische Crème mit Zimtblüte und Granatapfelschaum

bayerische creme

Claudia feiert Bloggeburtstag – den dritten schon. Ihr schöner Blog ist aus einer, milde ausgedrückt, misslichen Situation entstanden. Denn nach einer Krebserkrankung und den damit verbundenen Operationen hat sie Schwierigkeiten, so zu essen, wie wir es im Grunde alle gewohnt sind. Einfach ein Schnitzel bestellen oder ein Marmeladenbrot essen geht nicht mehr. Es gibt Schwierigkeiten mit dem Kauen und Schlucken.

Klar, dass sie sich zum Bloggeburtstag etwas wünscht, das sich geschmeidig die Kehle hinuntertransportieren lasst. Und da gibt es etwas, das wir hier alle gerne essen – nämlich den klassischen Nachtisch bayerische Crème. Oder, vornehm ausgedrückt, Bavaroise. Klassischerweise wird die Crème mit Vanille aromatisiert und mit etwas saurem als Kontrapunkt serviert, einem Fruchtcoulis aus Himbeeren, zum Beispiel.

Ich habe ein wenig mit dem Rezept gespielt: die Crème habe ich mit Honig und Zimtblüte aromatisiert. Zimtblüte ist ein Gewürz, das Spaß macht sie: schmeckt nach Zimt und ein wenig nach Orange. Und als fruchtige, leicht säuerliche Komponente gibt es einen Granatapfelschaum. Das hat uns gut geschmeckt – das gibt es mal wieder.

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Für 4 Portionen:

Bavaroise:

  • 4 Blatt Gelatine (wer die Crème nicht stürzen möchte, braucht nur 3)
  • 250 ml Milch
  • 3 Köpfchen Zimtblüte
  • 3 Eigelb
  • 50 g. Zucker
  • 1 EL Honig
  • 100 g Schlagsahne

Granatapfelschaum:

  • 200 g Granatapfelsaft (wirklich den reinen Saft, nicht irgendwelche Fruchtsaftgetränke)
  • etwas Zitronensaft
  • 2 g Blattgelatine
  • 2 EL Zucker
  • 40 g Schlagsahne
  • Rahmbläser und eine Kapsel

Für die Bavaroise die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Zimtblüten im Mörser fein zerstoßen.

Die Milch einmal aufkochen lassen.

Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren; am besten in einer Metallschüssel, denn nachher muss alles auf’s Wasserbad. Die heiße Milch unter dauerndem Rühren in die Eiercrème gießen. Dann den Honig zugeben, die Schüssel auf einen Topf mit leicht köchelndem Wasser stellen und solange weiterrühren, bis die Masse leicht andickt.

Die Gelatine ausdrücken und in der Eiercreme unter Rühren auflösen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die Masse kalt rühren. Ich stelle die Schüssel dazu einfach in das mit kaltem Wasser gefüllte Spülbecken.

Die Crème beiseite stellen. Die Sahne steif schlagen. Sobald die Crème anfängt, fest zu werden, die Sahne mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben.

Crème in kalt ausgespülte Puddingförmchen füllen und alles zum Festwerden in den Kühlschrnak stellen. Die Crème sollte mindestens 2 h kühlen, man kann sie aber auch gut am Vortag vorbereiten.

Für den Granatapfelschaum die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Den Saft mit Zucker und Zitronensaft abschmecken und aufkochen. Von der Hitze nehmen. Die Gelatine gut ausdrücken und im heißen Saft auflösen. Alles abkühlen lassen, dann die Sahne einrühren.

Die Mischung in den Rahmbläser füllen, mit einer Patrone versetzen. Alles gut schütteln und für mindestens 2 h  in den Kühlschrank stellen.

Zum Anrichten die Crèmes vorsichtig aus den Puddingförmchen lösen und auf kleine Teller stürzen. Den Rahmbläser aus dem Kühlschrank holen, nochmal schütteln und jeweils etwas Granatapfelschaum auf die Teller sprühen.

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13 thoughts on “Bayerische Crème mit Zimtblüte und Granatapfelschaum

  1. Eine sehr schöne Interpretation dieses Klassikers von dir! Das sanfte Zimtaroma der Zimtblüten passt bei Süssspeisen ohnehin wunderbar. Aber so richtig heiss macht mich die Granatapfelsauce 🙂

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  2. Hm! Zimtblüten habe ich auch kürzlich (ich weiß, reichlich spät, aber besser spät…) für mich entdeckt. Ein ganz, ganz feines Aroma haben sie und die Kombination mit Granatapfel stelle ich mir traumhaft vor!

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    1. Früher mochte ich auch keine Gelatine; ich gewöhne mich grade etwas um….man kann sie durch Agar-Agar ersetzen, aber da ist Experimentieren nötig, damit man den richtigen Festigkeitsgrad erwischt.

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