Pudla mit Tomatenchutney

puddla

Dass ich immer Kichererbsenmehl da habe, ist klar. Dennoch war ich neulich erstaunt – da tummelten sich doch 2 angebrochene Packungen in meinem Schrank. In einer war nur noch ein kleiner Rest. Da hab ich wohl was übersehen….

Also Zeit, endlich mal wieder Pudla zu machen. Pudla kommen aus der indischen Küche; es sind kleine, herzhafte Pfannküchlein auf der Basis von Kichererbsenmehl. Dazu gesellen sich viele Gewürze und Gemüse – was der Kühlschrank so hergibt.  Das ganze ist würzig und wandlungsfähig, und, wenn man nicht gerade Ghee zum Braten nimmt, sogar vegan. Und das überzählige Kichererbsenmehl aus dem Vorratsschrank ist auch beseitigt verwendet.

Ein kleines Sößchen oder einen Dipp dazu kann man gut vertragen – in diesem Fall habe ich mich für ein frisches Tomatenchutney entschieden. Das bringt außerdem eine gesunde Schärfe mit – das weckt die Lebensgeister. Das waren dann wohl die letzten frischen Tomaten dieses Jahr….

Das Rezept ist aus einem Kochbuch mit leicht anrüchigem Background – Vedische Kochkunst*, so heißt es. Nein, ich bin keine Anhängerin der ISKCON. Ich wage sogar die Behauptung, dass ich so verzweifelt gar nicht sein kann, dass ich auf derartige Heilsversprechungen hereinfalle. Aber das Buch ist klasse – bislang mit das Beste, was mir an indisch-vegetarischer Küche untergekommen ist (Also, wenn man das Vorwort großzügig übersieht, das in meiner Ausgabe übrigens von Georg Thomalla stammt: ). Ich greife immer wieder darauf zurück.

Nun aber zum Essen:

Für das Chutney:

  • 8 Tomaten
  • 2 TL Rapsöl
  • 2 EL schwarze Senfsaat
  • 3 frische Chilis, in Ringen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 2 TL Korianderpulver
  • 1 EL frisch geriebener Ingwer
  • etwas Asafötida
  • Salz
  • brauner Zucker

Tomaten kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser überbrühen, abgießen und die Haut abziehen. Dann pürieren.

Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, Senfsaat hineingeben (Deckel auflegen wäre jetzt gut) und Senfsaat anrösten. Wenn die Körner aufhören zu springen, Chilis, Lorbeer, Nelken, Zimtstange, Kreuzkümmelsaat und gemahlenen Koriander zugeben und umrühren. Dann Tomaten, Asafötida und Salz zugeben, nochmals durchrühren, Deckel auflegen und alles bei schwacher Hitze ca. 30 min köcheln lassen. Gegen Ende der Kochzeit immer wieder mal umrühren, damit sich nichts ansetzt.

Nun den Zucker einrühren, die Temperatur erhöhen und alles unter Rühren nochmals 5 min kochen lassen. Wenn nötig, mit zusätzlichem Salz abschmecken. Die groben Gewürze (Nelken, Lorbeer, Zimt) herausnehmen, das Chutney in eine Schale und abkühlen lassen.

Für die Pudla:

  • 200 gr. Kichererbsenmehl
  • 50 gr. Weizenmehl (Type 405)
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 2 frische Chilis
  • 1 Prise Asafötida, gehackt
  • 3/4 TL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • ca. 275 ml Wasser, kalt
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 2 Tomaten
  • 1 kleine Zucchini
  • Öl zum Braten
  • 3 EL Zitronensaft

In einer Schüssel die beiden Mehlsorten, die trockenen Gewürze und die Chilis vermischen. Unter ständigem Rühren langsam das Wasser einfliesen lassen. Dabei entsteht ein dickflüssiger Teig.

Tomaten und Zucchini in kleine Würfel schneiden und mit dem Ingwer in den Teig geben. Gut duchrühren und den Teig ca. 30 min ruhen lassen.

In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Je einen gehäuften Esslöffel Teig in die Pfanne geben und daraus kleine, flache Küchlein formen. Sie müssen nicht perfekt rund sein; aber es sie sollten gleichmäßig dick sein. Langsam unter Wenden backen, bis die Küchlein goldbraun und knusprig sind; das dauert ca. 4-5 Minuten. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, dabei immer wieder etwas Öl in die Pfanne geben.

Zum Servieren die Küchlein mit Zitronensaft beträufeln und mit dem Tomatenchutney anrichten.

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6 thoughts on “Pudla mit Tomatenchutney

  1. Ja, da schliesse ich mich Eva an. Ich habe auch einen Hang dazu, mehrere Packungen vom selben Produkt zu öffnen. Die Pudla kannte ich bisher noch nicht – habe ich auch in Indien vor einigen Wochen leider nicht probiert. Schreit förmlich danach, das daheim nachzuholen. Die Zutaten habe ich schliesslich in Unmengen vor Ort eingekauft 😉 Nur die hübschen Servierschälchen fehlen mir jetzt doch, die sind klasse!!

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  2. Ui, dass mit den plötzlich auftauchenden zweiten Packung kenne ich auch sehr gut. Aber du hast einen überaus elegante Lösung gefunden, die ich leider nicht „nachschmecken“ kann, da ich das Kichererbsenmehl endlich losgeworden bin und soo schnell wird hier kein Neues einziehen. 😉

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  3. Mhh, sowas mag ich total gern. Ich kenne solche Küchlein als „Chilla“ (aus einem der Julie-Sahni-Bücher). Das Tomatenchutney gefällt mir auch ganz ausgezeichnet.

    Ws mich erinnert: Auf Sri Lanka haben wir ein Tomaten-„Curry“ gegessen, das mit einer art Fadennudeln mit Gemüse untergemischt serviert wurde – das Curry war ganz frisch, eher wie eine fast rohe Tomatensauce, aber zu den Nudeln habe ich noch kein Rezept gefunden – hast du vielleicht eine Idee?

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