Jamaica-Curry mit karamellisierten Tomaten

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Das ist eines der zahllosen Gerichte aus „Alle meine Hähnchen„, in denen das Fleisch von gehäuteten, ausgelösten Hähnchen Schenkeln verwendet wird.
Ich vermute, dass es deshalb so oft verwendet wird, weil auslöste Fleisch von Hähnchen Schenkeln in Großbritannien zum ganz normalen Sortiment in Supermärkten gehört. Gut. Wir lösen selbst aus. Dafür haben wir dann noch Knochen für eine Brühe. Das Auslösen gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber es lohnt sich – das Fleisch der Schenkel ist einfach vollmundiger und saftiger als eine Hühnerbrust.

Und auch sonst hat dieses Curry einiges zu bieten: eine herrliche Gewürznote dank Piment und Ingwer, etwas Schärfe, spritzige Säure von Limetten, milde Kokosmilch. Ah – und Rum.

Im Original wird Butternut-Kürbis verwendet, ich hatte noch einen Rest Hokkaido. Aber der Gemüseanteil ist ohnehin flexibel, Karotten oder Süßkartoffeln würden auch gehen.

Für 6 Personen:

  • 650 g Hühnchenschenkel, ohne Haut, entbeint und in Stücke geschnitten (dafür braucht Ihr ungefähr die doppelte Menge Hühnchenschenkel)
  • 2 EL gutes Currypulver
  • 75 ml Limettensaft, plus 2 EL Saft zum Servieren
  • 3 EL Kokosöl (oder anderes Öl)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 500 g Hokkaido
  • 250 g Kartoffeln
  • 2 TKL Piment, gemahlen
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 2 rote Chilischoten
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 4 Zweige Thymian
  • Schalenabrieb von 2 Bio-Limetten
  • 400 ml Kokosmilch
  • 4 Tomaten
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 3 EL Rum

Die Hühnchenteile mit 1 EL Currypulver und 75 ml Limettensaft in einer Schüssel gründlich vermischen. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken, kühl stellen und das Fleisch mindestens 4 h marinieren lassen. Bevor es ans Kochen geht, Zimmertemperatur annehmen lassen.

Kürbis in Stücke schneiden. Ich habe ihn auch geschält. Kartoffeln schälen und würfeln. Knoblauchzehen schälen und grob hacken. Chilis halbieren und hacken. Wer möchte, holt noch die Kerne heraus. Ingwer reiben, Frühlingszwiebeln putzen und fein hacken.

In einem Topf 2 EL Öl erhitzen, Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und portionsweise rundherum braun anbraten. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen und beseite stellen. Jetzt Kürbis und Kartoffeln in den Topf geben und bei mittlerer Hitze in ca. 6 min goldbraun braten. Dann das restliche Currypulver, Piment, Knoblauch, Ingwer, Chilis und Frühlingszwiebeln zugeben und unter Rühren etwas mitbraten.

Die Hühnchenteile wieder in den Topf geben. Thymina, Limettenabrieb und Kokosmilch zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen, kurz aufkochen und dann bedeckt ca. 30 min köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Währenddessen die Tomaten in Würfel schneiden. Kurz vor Ende der Garzeit das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Tomaten darin braten, bis sie weich sind und die Flüssigkeit fast eingekocht ist. Salzen, mit dem Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen, dann zum Curry geben.

Den Rum zum Curry geben, nochmal erwärmen und abschmecken. Zum Servieren mit dem restlichen Limettensaft beträufeln.

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8 thoughts on “Jamaica-Curry mit karamellisierten Tomaten

  1. Da hab ich doch schon ein Rezept mit Hühnerschenkel von dir, das zu meinen Favoriten gehört! Scheint so, als hätte ich nun noch eines. 🙂

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  2. Wenn immer möglich, dann verwende ich schon seit längerem für solche Gerichte nur noch Schenkelfleisch. Wie du schon schreibst: es schmeckt einfach saftiger und besser. Dein Curry hier gefällt mir gut und mit den jamaikanischen Aromengebern wie Rohrzucker, Rum Limette und Piment ist das für mich auch was ganz Neues. Kannte ich so noch nicht.

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