Quesadillas mit Rosenkohl und Pecorino

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Normalerweise teile ich hier ja nur Rezepte, die 100%ig funktioniert haben. Hier gibt es eine kleine Ausnahme. Mit den Tortillas aus Jamie Olivers Weihnachtskochbuch* bin ich nicht zurecht gekommen.

Die Tortillas werden aus Quinoa gemacht, selbstgemahlen im Mixer. Das Mahlen und Teig kneten hat super funktioniert. Die Tortillas habe ich in der Tortillapresse gemacht – und leider keine einzige davon heil in die Pfanne bekommen. Glutenfrei hat dann doch seine Tücken. Ich habe mir beholfen und einen Teig aus Dinkel- und Maismehl gemacht.

blog-event-cxxvi-aus-der-pfanneWeswegen ich Euch das Rezept trotzdem vorstelle….die Füllung ist so gut. Also, wenn man  – wie ich – Rosenkohl mag. Der Rosenkohl wird ganz fein geschreddert und dann in der Pfanne mit Zwiebeln gegart, bis er karamellisiert. Zusammen mit dem Käse – himmlisch.

Und ganz nebenbei kommt das Rezept ja auch noch komplett aus der Pfanne – weswegen es teilnehmen darf an Zorras gerade laufenden  Blogevent CXXVI  – Rebekka von Pfanntastisch wünscht sich da Gerichte, die aus der Pfanne kommen. Passt🙂

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Für 12 Quesadilla-Dreiecke:

Tortillas:

  • 125 g Dinkel 630 (oder Weizen 550)
  • 125 g Maismehl
  • Wasser – 125 bis 150 ml
  • Prise Salz

Füllung:

  • 2 rote Zwiebeln
  • 250 g Rosenkohl
  • 25 g Butter
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 6 Zweige Thymian (der in meinem Kräutertopf auf der Terrasse ist immer noch fit🙂 )
  • 1 Spritzer Limettensaft
  • 150 g Pecorino
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zum Servieren:

  • 8 EL Joghurt
  • Sriracha oder scharfe Chilisauce

Erstmal zu den Tortillas. Dafür Mehlsorten und Salz in eine Schüssel geben. Wasser langsam angießen und alles zu einem Teig verkneten. Das Wasser nach und nach zugeben, nicht alles auf einmal. Der Teig soll fest sein und nicht nicht kleben, aber auch geschmeidig genug, um sich ausrollen zu lassen. Den Teig 30 min ruhen lassen. Dann in 4 Teile teilen. Auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche jeweils zu einem (halbwegs) runden, dünnen Fladen ausrollen.

Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Ich finde in dem Fall Gusseisen zweckmäßig, aber eine beschichtete Pfanne geht auch. Jeweils eine Tortilla hineingeben und auf beiden Seiten braten, bis sich braune Flecken bilden und der Fladen leicht aufgeht. Fertige Tortillas in ein Geschirrtuch einschlagen, damit sie weich bleiben.

Für die Füllung die Zwiebeln schälen. Den Rosenkohl putzen und die welken äußeren Blätter entfernen. Alles auf der feinen Scheibe der Küchenmaschine hobeln, dann zusammen mit Butter, Kreuzkümmel und Paprika in eine große Pfanne geben. Thymianblättchen dazu zupfen, dann alles 10 min bedeckt bei mittlerer Hitze garen; dabei hin und wieder umrühren. Dann den Deckel abnehmen und alles weitere 10 min garen, bis alles schön goldbraun karamellisiert ist. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Limettensaft abschmecken.

Jetzt jede Tortilla bis knapp zur Hälfte mit der Füllung belegen. Jeweils etwas Käse darüber streuen, die Tortilla zusammenklappen und vorsichtig zusammendrücken. Tortillas portionsweise in einer (beschichteten) Pfanne auf beiden Seiten braten, bis sie goldbraun sind und der Käse geschmolzen ist. Kurz abkühlen lassen, dann jede Tortilla in drei Teile schneiden.

Zum Servieren Joghurt und Chilisauce in einem Schälchen verrühren und die Quesadillas damit anrichten.

 

10 Kommentare zu „Quesadillas mit Rosenkohl und Pecorino

  1. Schade, dass das mit dem Quinoa-Teig nicht geklappt hat. Das hätte mich echt interessiert… Nun denn, zwischenzeitlich habe ich mir dein Rezept für die Dinkel-Mais-Variante niedergekritzelt… Und wenn ich mir die leicht raue Oberfläche deiner Quesadillas so anschaue (the way I love it!), dann erscheint mir das mehr als würdiger Ersatz😉

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    1. Mit dieser Mischung von Mehlsorten habe ich mir schon lange Zeit immer wieder beholfen, die funktioniert gut. Wobei „richtige“ Maistortillas schon toll sind, die Tortillapresse hat sich echt gelohnt.
      Und ich könnte mir vorstellen, dass die Tortillas mit gekauftem Quinoamehl besser funktionieren. Das Mehl aus meinem Mixer war doch etwas gröber.

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    1. Das es nicht funktioniert, habe ich ja gesagt, das finde ich auch wichtig. Bloß wähle ich dann normalerweise nicht gerade diese Rezepte als Beispiele aus.
      Und Hut ab vor allen, die es schaffen wirklich gute glutenfreie Teig-Sachen zu machen, das ist echt eine Kunst.

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