Gebratene Fleischküchlein mit Sesam und gedämpfte Auberginen mit Sojasauce und Knoblauch

Fleischküchlein sind ja etwas, was ich hier jederzeit auf den Tisch bringen kann – und so war klar, dass die Fleischbällchen mit Sesam aus „So kocht Korea“ ausprobiert werden mussten.

Und ich finde, Ihr solltet das auch tun 😉 , die sind nämlich toll. Hergestellt werden sie aus Rinderlende. De Würzung mit Sesam in Form von geröstetem Öl und Samen ist klasse. Birne sorgt für etwas Süße und Walnüsse und Pinienkerne für Biss – Fleischküchlein der Sonderklasse also.

Man kann die Küchlein einfach so essen, in Salatblätter oder in Kimchi wickeln; wobei ich das Aroma von Kimchi da als etwas zu dominant empfinde. Ich habe Auberginen zu den Küchlein serviert. Und natürlich Reis.

fleischbaaellchen-mit-sesam

Für 4 bis 6 Personen:

  • 60 g Walnusskerne
  • 45 g Pinienkerne
  • 500 g Rinderlende (ausgelöste Querrippe geht auch)
  • 1 Birne (oder 1/2 Nashi, wenn verfügbar)
  • 1 Schalotte
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 1/2 EL Honig
  • 1 1/2 EL Mirin
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 TL neutrales Öl
  • 2 TL geröstete Sesamsamen

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Walnuss- und Pinienkerne auf dem Blech verteilen und 3-5 min im Ofen rösten, dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Birne vom Kerngehäuse befreien. Schalotte und Knoblauch schälen und grob hacken.

Die Körner im Blitzhacker zerkleinern, aber nicht zu Pulver zermahlen, sie sollen nach Biss haben. In eine Schüssel geben. Das Fleisch portionsweise und in Intervallen ebenfalls im Blitzhacker zerkleinern. Zu den Nüssen geben. Birne, Zwiebel und Knoblauch ebenfalls zerkleinern, dann zum Fleisch geben. Sojasauce, Mirin, Honig und Sesamöl ebenfalls zum Fleisch geben. Alles von Hand gründlich mischen, dann den Teig mit Salz und Pfeffer abschmecken und 1 min kneten. Aus dem Teig kleine Küchlein von ca. 5 cm Durchmesser formen. Abdecken und 1-2 h kalt stellen, damit die Küchlein etwas fester werden und die Aromen sich verbinden.

Öl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Küchlein portionsweise von jeder Seite 2-3 min braten, bis sie appetitlich braun und durchgegart sind , dabei immer wieder mit Bratflüssigkeit bestreichen.

Herausnehmen und zusammen mit den Auberginen servieren.

Die Auberginen erinnern mich an ein Gericht, das meine chinesische Freundin immer zubereitet hat. Die Machart ist nahezu gleich. Die koreanische Variante sieht ein wenig hübscher aus, weil die Auberginen am Ende noch mit Frühlingszwiebeln bestreut werden. Ich habe das Gericht lange nicht mehr gekocht und habe mich gefreut, daran erinnert zu werden.

Ich habe keine asiatischen Auberginen bekommen und daher die herkömmlichen verwendet. Man muss ich etwas kleiner schneiden und etwas länger dämpfen.

aubergine-mit-sesam

4 Beilagen-Portionen:

  • 4 asiatische Auberginen oder 2 herkömmliche
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • 2 TL geröstete Sesamsamen
  • optional: Gochugaru-Chilipulver (ich habe es weggelassen)

Auberginen längs vierteln (asiatische nur halbieren), dann quer in ca. 7 cm große Stücke schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken, Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden.

Auberginen in einem Dämpftopf 10 – 15 min bei ordentlicher Hitze dämpfen, dann zum Auskühlen in eine Schüssel geben.

Wenn die Auberginen abgekühlt sind, die Flüssigkeit, die sich in der Schüssel angesammelt hat, weggießen und mit den Händen weitere Flüssigkeit aus den Auberginen drücken. Die restlichen Zutaten zugeben, alles gründlich vermengen und mindestens 30 min durchziehen lassen.

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14 thoughts on “Gebratene Fleischküchlein mit Sesam und gedämpfte Auberginen mit Sojasauce und Knoblauch

  1. Guten Abend! Du hast ja echt interessante Rezepte hier! Ich schaue schon mal ein bisschen für die Feiertage, was ich leckeres zaubern könnte ^^…bekomme dieses Jahr nämlich tatsächlich viele Gäste die ich beköstigen muss :O…das hier hört sich echt gut an, aber ich glaube ich werde es einmal porbe-kochen :D…momentan bin ich noch 2 tage in nem hotel passeiertal ^^…aber dnn lege ich auf jedenfall los ;)….Danke aber schon mal für deinen Beitrag und noch einen schönen Sonntag! Viele Grüße Nora

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  2. Hi Susanne, mmmmh… bei deinem Bild mit den schönen Fleischküchle hab ich direkt Appetit bekommen. Sie sehen so schön saftig aus! Dann hab ich mir mal das Rezept durchgelesen – das ist ja fancy! Das muss ich ausprobieren! Und wer keine Fleischküchle mag… also so jemand ist mir noch nicht begegnet (Veganer/Vegetarier mal ausgenommen ;-))…
    LG Eva
    P.S.: Hab heute mal deinen karamellisierten Fenchel gepostet… ist bei mir in ein Risotto gewandert und es hat sogar mir geschmeckt 😉

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  3. Danke für diese Inspiration, liebe Susanne: das war heute mein Abendessen!
    Die Fleischküchlein waren lecker, wenn auch von den Zutaten her insofern befremdlich, weil es in Korea weder Walnüsse noch Pinienkerne gibt (ausser vielleicht in einem internationalen Supermarkt!), also eher keine wirklich koreanische und eigentlich auch keine Crossover-Küche. Und deshalb dem Buchtitel «So kocht Korea» leider nicht eben entsprechend. Trotzdem mal was Anderes im Vergleich zu bekannteren Zubereitungen.
    Auberginen kenne und liebe ich auf diese Art. Zur Sojasauce gebe ich auch gerne noch etwas Aceto balsamico rosso (in Ermangelung von schwarzem, chinesischem Essig).

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    1. Du warst aber schnell!
      Was die Nüsse angeht – ich habe auch gestutzt. Allerdings nur wegen der Walnüsse – Pinienkerne gehören erstaumlicherweise zu den typisch koreanischen Lebensmitteln. Im Buch gibt es sogar einen (für uns extrem luxuriösen) Nachtisch auf Pinienkernbasis. Ich könnte mir vorstellen, dass man für dieses Rezept in Korea Ginkonüsse nimmt statt der hier besser erhältlichen Walnüsse.

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      1. Ja, manchmal bin ich echt schnell: wenn nämlich alle Zutaten bereits versammelt sind!
        Wegen der Pinienkerne war ich wohl auch vorschnell und muss mich korrigieren: es gibt nämlich die Korea-Kiefer, welche ebenfalls Pinienkerne liefert, daher wohl auch ein Nachtisch mit diesen (auch für mich) luxuriösen Kernen!

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  4. Mit zwei verschiedenen Nüssen, die ich erfreulicherweise beide daheim habe! Ich kann also deiner Aufforderung nachkommen und nachkochen. 🙂

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  5. Das sieht wunderbar aus! Ich mag ja den koreanischen Ansatz Obst zum Fleisch zu tun, wie sie es ja auch bei Bulgogi machen 🙂 Die Auberginen hören sich auch echt spannend an, auf Dämpfen wäre ich nicht ohne weiteres gekommen 😉

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