Ostri

Ostri ist ein klassischer georgischer Eintopf. Olia Hercules* erzählt, dass es sich um eine Version der Soljanka handelt, die schon zu Sowjetzeiten ein Hit in den Kantinen war und es auch heute noch ist. Auch in den Strassenimbissen ist die Suppe allgegenwärtig.

Der Eintopf soll das perfekte Mittel gegen Kopfschmerzen und Kater sein, vertreibt Erkältung und Kummer – also ran an die Kochtöpfe.

Für die Suppe braucht Ihr eine spezielle georgische Gewürzmischung – Chmeli Suneli. Diese variiert stark in der Zusammensetzung und kann bis zu 20 verschiedene Bestandteile enthalten. Ich habe unten ein einfaches Rezept für Euch, das ich nach der Warenkunde im Buch zusammengestellt habe.

Und sonst?  Ran an die Suppe. Sie ist würzig, ein bisschen sauer, ein wenig scharf und sehr deftig – ich kann so etwas jederzeit essen.

Für 6 bis 8 Portionen:

  • 2 kg Rinder-Beinscheibe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 Zwiebeln
  • 1 EL Tomatenmark
  • 5 Tomaten
  • 1 bis 3 rote Chilischoten, je nach Schärfetoleranz
  • 2 TL Koriandersaat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühe
  • 1 TL Chmeli Suneli
  • 2 Salzgurken
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1/2 Bund Koriandergrün

Chmeli Suneli:

  • 1 TL Schabzigerklee
  • 1 TL Korianderkörner
  • 1 TL Fenchelsaat
  • 5 Gewürznelken
  • 1 TL Minze, getrocknet
  • 1 TL Bohnenkraut, getrocknet

Koriander, Fenchel und Nelken in einer Pfanne anrösten, bis sie zu duften beginnen. Abkühlen lassen, im Blitzhacker fein mahlen und dann mit den restlichen Zutaten vermischen.

Das Fleisch in einen ausreichend großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken, etwas salzen, das Lorbeerblatt zufügen und alles zum Kochen bringen. Schaum abschöpfen und alles bei milder Hitze ca, 1,5 h köcheln lassen. Das Fleisch herausholen, das Fett abschöpfen und die Brühe bei hoher Temperatur um die Hälfte einkochen lassen.

Die Zwiebeln schälen. Drei in grobe Streifen schneiden, eine in feine Streifen. Die Tomaten vierteln und grob reiben, so bleibt das Fruchtfleisch übrig, und das brauchen wir später.

Das abgeschöpfte Rinderfett in einem Topf erhitzen und die grob geschnittenen Zwiebeln darin bei milder Hitze anschwitzen, bis sie weich sind und etwas Farbe bekommen haben. Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten, dann die Tomaten ebenfalls in den Topf geben und alles weitere 10 min köcheln lassen; so entsteht eine konzentrierte Sauce.

Die Chilis mit dem Messerrücken zerdrücken und in die Sauce geben. Das Fleisch von den Knochen zupfen. Die Salzgurken in Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Alle Gewürze, das Fleisch, den Knoblauch und die Salzgurken in die Sauce geben. Alles zum Köcheln bringen und die Brühe schöpflöffelweise angießen; das Ganze soll ein dickflüssiger Eintopf werden.

Kräuter zupfen und hacken. Wenn der Eintopf kurz geköchelt hat, vom Feuer nehmen und die Kräuter hineingeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Original kommen noch die fein geschnittenen Zwiebeln auf den Eintopf – ich mag keine rohen Zwiebeln und habe das weggelassen.

2 Antworten auf „Ostri

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