Manakish – Libanesische Pizza mit Zucchini

Na, könnt Ihr noch? Sehr schön, dann gibt es jetzt das (vorläufig) letzte Zucchini-Rezept. Ich arbeite mich ja immer noch weiter durch das tolle Soframiz*; von dort stammt auch dieses Gebäck.

Manakish (Singular: Manoushe) ist ein belegtes Fladenbrot aus dem Libanon; man sagt gern auch libanesische Pizza. Klassisch sind Füllungen mit Za’atar, Hackfleisch oder Käse, aber wie das so ist bei Pizza – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ähnlichkeiten mit dem türkischen Lahmacun sind übrigens nicht von der Hand zu weisen…..und klassischerweise werden die Fladen zusammen mit dem Brot für den täglichen Bedarf im öffentlichen Backofen gebacken.

Hier besteht der Belag aus geriebener Zucchini (man kann auch gut eine dieser Monster-Keulen verwenden), zwei Sorten Käse und Nüssen – das ist klasse und wird wiederholt werden.

Im Original-Rezept wird Yufka-Teig verwendet und die Manakish werden in der Pfanne gebacken. Ich habe lieber einen klassischen Hefeteig verwendet. Durch die lange kalte Gare ist er schön aromatisch.

Für 6 Manakish:

Für den Teig:

  • 50 g Kamut, frisch gemahlen (oder Hartweizengriess)
  • 325 g Dinkel 630 (oder Weizen 550)
  • 2 g frische Hefe
  • 30 g Olivenöl
  • 230 g Wasser
  • 7,5 g Salz

Für den Belag:

  • 500 g Zucchini
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl
  • 25 g Walnusskerne
  • 100 g Halloumi
  • 100 g Feta (oder Mozarella)
  • 1 EL Granatapfelmelasse
  • 1/4 TL Chiliflocken (original Maras, ich hatte Isot Pul Biber)
  • 2 EL Sesamsaat
  • eine Handvoll glatte Petersilie
  • 1 Handvoll Basilikumblätter

Für den Teig die Mehlsorten in eine Schüssel geben. Hefe dazukrümeln und die Flüssigkeit angießen. Alles grob vermischen, dann 30 min zur Autolyse stehen lassen. Jetzt das Salz zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig ca. 8 h kühl stellen.

Für den Belag die Zucchini putzen und grob raspeln. In ein Sieb geben, mit dem Salz vermischen und 10 min stehen lassen, damit sie Wasser ziehen. Dann alle Flüssigkeit gut ausdrücken.

Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel und Zucchini darin braten, bis sie weich sind. In eine Schüssel geben und auskühlen lassen.

Walnüsse rösten, abkühlen lassen und dann im Blitzhacker mahlen. Sesamsaat rösten.

Beide Käse grob reiben. Petersilie und Basilikum zupfen. Petersilie hacken, Basilikum in Streifen schneiden.

Ofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze (Umluft 230°) vorheizen.

Alle Zutaten für den Belag (einschließlich des restlichen Olivenöls) gründlich vermischen. Es soll eine streichfähige Masse entstehen.

Den Teig in 6 Teile teilen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen. Auf jeden Fladen etwas von der Füllung verstreichen. Auf mit Backpapier belegte Bleche verteilen.

Die Fladen im heißen Ofen backen, bis die Ränder goldbraun und knusprig sind. Ich hatte zwei Bleche voll, die ich bei Umluft gebacken habe.

Advertisements

Blumenkohlsteak mit Labne und geriebenen Tomaten

Das ist ein wirklich neuartiges Gericht mit Blumenkohl, das uns gut gefallen hat. Der Blumenkohl wird halbiert, mit einer Mischung aus eingelegter Zitrone und Butter gewürzt und im Ofen gegart. Dazu kombinieren die Autoren von Palomar* Labneh, also Frischkäse aus Joghurt, geriebene Tomaten und schließlich geröstete Mandelsplitter für den Crunch.

Das Ganze ist nicht nur ein feines Essen, sondern auch ein sehr typisches Gericht: man hat eine längere Vorlaufzeit, weil man verschiedene Komponenten vorbereiten muss. Das eigentlich Essen aber ist dann nicht schwierig herzustellen.

Ihr bekommt also nicht nur den Blumenkohl serviert, sondern auch noch die Grundrezepte für eingelegte Zitronen, Zitronenpüree und Labneh 🙂 .

Eingelegte Zitronen und Zitronenpüree:

  • 5 Bio-Zitronen
  • 30 g Meersalzflocken
  • 100 ml Rapsöl
  • 140 ml Olivenöl

zusätzlich für das Püree:

  • 1 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsaat, geröstet und gemörsert

Ein Einmachglas von 1 Liter Inhalt heiß ausspülen und dann im Ofen bei 110°C Ober- und Unterhitze trocknen lassen.

Die Zitronen waschen, dann ohne die Endstücke in 5 mm dünne Scheiben schneiden. Eine Schicht Zitronenscheiben in das Glas legen, dann mit etwas Salz bestreuen. So weitermachen, bis Zitronen und Salz aufgebraucht sind.

Zitronenscheiben mit Öl bedecken, Glas luftdicht verschließen. 3 Tage ziehen lassen, dann sind sie gebrauchsfertig.

Jetzt zum Püree: Die Zitronen abtropfen lassen, das Öl aufheben. Zitronen mit den Gewürzen im Mixer pürieren, dabei nach und nach etwas Öl angießen, bis man ein glattes Püree erhält.  Püree in ein sterilisiertes Einmachglas geben und mit etwas von dem restlichen Öl bedecken. Das restliche Öl macht sich gut in Salat-Dressings.

Für das Labneh:

Ihr braucht Joghurt, mindesten 500 g.  Im Buch wird eine Mischung aus fettem griechischen Joghurt und Magerjoghurt verwendet. Ich nehme meist den 3,5 %igen Joghurt, den ich ohnehin da habe. Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen, das Sieb über eine Schüssel hängen und den Joghurt hineingeben. Kühl stellen und mindestens 5 bis 6 h abtropfen lassen. Das Labneh ist fertig, wenn der Joghurt aufgehört hat zu tropfen. Die Molke in der Schüssel verwende ich gerne zum Brot backen.

So. Die Vorräte hätten wir. Jetzt geht es an den Blumenkohl. Das Rezept reicht für 4.

  • 2 kleinere Köpfe Blumenkohl
  • 4 EL Gemüsebrühe
  • 25 g Butter, geschmolzen
  • Salz, Zucker
  • 1 Prise Chiliflocken

Geriebene Tomaten:

  • 2 Tomaten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Prise Kreuzkümmelsaat
  • 1 Schuss Olivenöl
  • Salz

Zitronenbutter:

  • 25 g Butter, geschmolzen
  • 1 EL Zitronenpüree
  • 1 TL gemahlene Mandeln

Zum Servieren:

  • 4 EL Labneh
  • 1 TL Za’atar
  • 1 Handvoll geröstete Mandelsplitter
  • gehackte Petersilienblättchen
  • Meersalzflocken

Die Blumenkohlköpfe längs halbieren. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Blumenkohlköpfe mit der Schnittseite nach unten auf das Blech legen. Gemüsebrühe mit der Butter verrühren und die Blumenkohlköpfe damit einpinseln. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen. Die Blumenkohlköpfe mit Backpapier abdecken und im heißen Ofen ca. 45 bis 60 min backen. Der Blumenkohl soll sich leicht einstechen lassen, aber nicht zu weich sein.

Zwischenzeitlich die Tomaten häuten und reiben. Knoblauch schälen und ganz hacken. Tomaten mit den restlichen Zutaten verrühren und beiseite stellen. Die Zutaten für die Zitronenbutter ebenfalls verrühren.

Blumenkohl dem Ofen nehmen, die Grillfunktion einschalten. Die Kohlköpfe mit der Zitronenbutter einreiben und unter den Grill schieben und 5 bis 7 grillen.

Zum Servieren je 1 EL Labneh auf einem Teller verstreichen, mit Za’atar bestreuen. Je einen Blumenkohl darauf setzen. Geriebene Tomaten über den Kohl geben, mit Mandelsplittern, Petersilie und Salzflocken garnieren und gleich servieren.

 

Ofenspargel mit Ei und Sahne

Ich bin total unterspargelt! Die Saison ist in vollem Gange, und es gab hier erst ganz selten Spargel. Das ist bedenklich und muss geändert werden.

Kein Wunder, dass mich dieses Rezept gleich angesprungen hat – es hat nicht lange gedauert, bis ich es nachgekocht habe. Gelesen, Spargel gekauft, und zack – stand es auf dem Tisch.

Mit einigen kleinen Änderungen – ich habe die Spargelmenge verdoppelt. Und ich habe statt verschiedener Kräuter nur Estragon genommen. Ich liebe Estragon, und ich habe viel davon im Garten. Diese Gelegenheit nutze ich gern.

Für 2 Personen:

  • 250 g grüner Spargel
  • 125 ml Sahne
  • eine kleine Handvoll Estragon
  • 1/2 TL Dijonsenf
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Eier (Größe L)

Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Vom Spargel die holzigen Enden abbrechen. Die Spitzen abschneiden. Den Rest mit einem Sparschäler in dünne, lange Streifen schneiden. Zwei kleine Auflaufförmchen (meine hatten 14 cm Durchmesser) mit den Spargelstreifen auslegen, die Spitzen des Spargels auf den Streifen verteilen.

Die Sahne mit Senf, Salz und Pfeffer verrühren. Estragon zupfen, die Blättchen hacken und ebenfalls zur Sahne geben. Gut die Hälfte der Mischung über den Spargel geben.

Jeweils eine Mulde in den Spargel machen, die Eier aufschlagen und vorsichtig in die Mulden gleiten lassen. Die restliche Sahnemischung über die Eiweiße geben.

Alles im heißen Ofen ca. 10 bis 14 min backen, bis die Eier die gewünschte Konsistenz haben.

 

Ofengeröstetes Aloo Gobi

Blumenkohl-Kartoffel-Curry – das war lange Zeit ein Standardgericht in unserem Haushalt. Sozusagen die Standard-Lösung für den Blumenkohl aus der Abokiste und immer gern gegessen. Irgendwann muss es wohl zu viel gewesen sein – denn nun stand das Gericht schon sehr lange nicht mehr auf dem Tisch.

Bis neulich. „Schuld“ daran ist im weitesten Sinn Juliane. Nein, Curry gab es bei ihr keines. Sie hat aber immer wieder begeistert erwähnt, wie gerne sie Zeitschriften über Readly liest. irgendwann habe ich mich dann auch damit befasst. Ich bin so jemand, dem beim Einkaufen immer wieder Kochzeitschriften in den Einkaufswagen springen. Meist ist es dann so, dass ein bis zwei Rezepte als interessant herausgefiltert werden, die restliche Zeitschrift landet im Papiermüll. Da ist die App tatsächlich eine kostengünstige Lösung. Und der Papiermüll wird auch etwas geschont.

Es gibt bei Readly eine riesige Auswahl an Zeitschriften. Ich wusste das vorher nicht, aber mir hat es ganz besonders die BBC Good Food angetan; die lese ich mit leuchtenden Augen. Und dieses Rezept habe ich in der Ausgabe vom März gefunden.

Ich habe ja ohnehin eine Vorliebe für ofengeröstetes Gemüse, und so hat das Rezept mich gleich angsprungen. Blumenkohl und Kartoffeln werden dafür mit Gewürzen im Ofen geröstet. Die Sauce wird separat gekocht und am Ende alles zusammengeführt. Die Röstaromen verleihen dem Gericht zusätzlich Tiefe – es ist toll.  Das Oringinalrezept ist mit einem Teelöffel Cayennepfeffer und 2 Chilis chön charf – Ihr könnt das an Eure Gewohnheiten anpassen. Also los:

Für 4 Personen:

  • 1 Blumenkohl
  • 400 g Kartoffeln
  • 1 EL Kreuzkümmelsaat
  • 2 TL Koriandersaat
  • 2 TL Schwarzkümmelsaat
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 4 EL neutrales Öl
  • 8 Curryblätter
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Dosen Tomaten (zu je 400 g)
  • 1 TL Zucker
  • Saft einer Limette
  • Joghurt und Schwarzkümmelsaat zum Servieren.

Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Würfel in einen Topf geben, mit Wasser bedecken. Alles zum Kochen bringen, eine Minute kochen lassen, dann abgießen und abtropfen lassen.

Den Blumenkohl in Röschen zerteilen. Den Strunk schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Blumenkohl und Kartoffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel, Zimt, Kurkuma, Cayennepfeffer und 2 EL Öl vermengen, salzen und im heißen Ofen 45 min backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.

Inzwischen kann man die Sauce vorbereiten: Dafür die Knoblauchzehen schälen und hacken. Die Chilis mit einem spitzen Messer an mehreren Stellen einstechen.

Das restliche Öl in einem großen Topf (Blumenkohl und Kartoffeln müssen später auch noch hineinpassen) erhitzen. Curryblätter darin kurz anrösten, Knoblauch zugeben, kurz durchrühren. Dann Tomaten, Chilis, Limettensaft und Zucker zugeben. Salzen und alles 15 min köcheln lassen.

Das geröstete Gemüse in die Sauce geben. Alles noch 5 min köcheln lassen. Wenn die Sauce zu dick ist, kann man einen Schuss Wasser dazugeben. Das Gericht mit Salz abschmecken und mit Joghurt und Schwarzkümmel auf Tellern anrichten. Dazu passt Basmati-Reis.

 

Pizza mit Birne, Spinat und Blauschimmelkäse

Fruchtpizza, so lautet der Original-Rezepttitel* von Hugh Fearnley-Whittingstall. Aber ganz so wild, wie der Titel klingt ist das Ganze nicht – es ist nicht nur Obst auf der Pizza.

Das Obst gibt es zusammen mit anderen Dingen. Ich habe mich für das Standard-Rezept entschieden. Da gibt es einen Belag aus Spinat, Birnen und Blauschimmelkäse. Birnen sind nicht unbedingt mein Lieblingsobst. Irgendwie verpasse ich immer den Zeitpunkt zwischen „steinhart“ und „überreif“. Die Verarbeitung im Ofen hat den Vorteil, dass man auch Birnen nehmen kann, die noch ein wenig fest sind. Und in Kombination mit Blauschimmelkäse und Spinat haben mir die herzhaft gewürzten Birnen gut gefallen.

Es gibt auch noch Vorschläge für Variantionen des Belages: Rucola, Birne und Himbeeren oder Rote Bete, Apfel und Cheddar klingen doch gut, oder?

So, jetzt zum Rezept. Ihr könnt Euren liebsten Pizza-Teig nehmen oder dem Rezept von Hugh Fearnley-Whittingstall folgen.

Für 3-4 Pizze:

Teig:

  • 250 g Weizenmehl 405
  • 250 g Weizenmehl 550
  • 1, 5 TL Salz
  • 1 TL Trockenhefe (oder 10 g frische Hefe)
  • 1 EL Olivenöl
  • 325 g Wasser, lauwarm

Belag:

  • 500 g Spinat ohne die harten Stängel
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Birnen, noch etwas festere
  • Muskatnuss
  • 1 Prise Chiliflocken
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 250 g Blauschimmelkäse (ich hatte Gorgonzola)
  • Olivenöl zum Beträufeln

Für den Teig beide Mehlsorten mit Salz und Hefe (frische Hefe einfach über das Mehl krümeln, sie löst sich beim Kneten auf) in eine Schüssel geben. Das Wasser angießen und alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Dabei gegen Ende der Knetzeit das Olivenöl zugeben. Die Schüssel abdecken und den Teig in ein bis zwei Stunden zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Den Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Wer hat, schiebt einen Pizzastein ein, ansonsten ein Backblech mit vorheizen.

Für den Belag den Spinat in einen weiten Topf geben und 1 bis 2 min kochen, bis er zusammenfällt. In ein Sieb geben, abtropfen und auskühlen lassen, dann kräftig ausdrücken und fein hacken.

Zwiebeln schälen, vierteln und in Ringe schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin in ca. 10 min weich garen. Spinat zugeben und alles vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Birnen schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen, dann die Viertel quer halbieren und die so entstandenen Stücke mundgerecht zerkleinern. In eine Schüssel geben, mit 1 EL Oilvenöl, Muskatnuss, Chiliflocken, Salz und Pfeffer vermischen.

Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, in 3 bis 4 Portionen teilen und einige Minuten ruhen lassen. Dann jeweils eine Portion auf einem leicht bemehlten Pizzaschieber so dünn wie möglich ausrollen. Einen Teil der Spinatmischung auf dem Boden verteilen, mit Birnenstücken belegen und den Käse darüber krümeln. Etwas Olivenöl und Pfeffer darauf geben. Im heißen Ofen ca. 10 bis 12 Minuten backen, bis sich Blasen bilden, dann sofort servieren. Mit restlichem Teig und Belag genauso verfahren.

 

Hokkaido Milk Buns

hokkaido-milk-bread

Nein, da ist kein Kürbis in den Brötchen. Wir sprechen von besonders flauschigen Flausch-Brötchen. Die Brötchen sind ein Klassiker von der japanischen Insel Hokkaido. Eigentlich gehören ja weder Weizen noch Milch zur klassischen japanischen Ernährung, aber inzwischen ist japanisches Gebäck trotzdem sehr bekannt. Hokkaido ist die Region Japans, in der die meiste Milch produziert wird; so ist es kein Wunder, dass dieses Rezept von dort aus seinen Siegeszug angetreten hat.

Der Superflausch kommt vom verwendeten Tangzhong. Klingt exotisch, ist aber auch nur ein Mehlkochstück. Durch das Kochen verkleistert die Stärke; sie kann dadurch sehr viel Wasser binden. Das führt nicht nur zu Superflausch, sondern auch zu längerer Frischhaltung.

Wir haben die Brötchen zum Frühstück gegessen. Ich möchte frische Brötchen haben, aber nicht mitten in der Nacht aufstehen. Deshalb setze ich den Teig am Vorabend mit wenig Hefe an und lasse ihn über Nacht kühl ruhen. Als weitere Abweichung vom Originalrezept* gibt es bei mir außerdem noch ein wenig Vollkornmehl im Teig….

hokkaido-milk-bread1

Für 8 Brötchen:

Tangzhong:

  • 50 g Weizenmehl 550
  • 125 g Wasser

Teig:

  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 200 g Weizenmehl 550
  • 2 g Trockenhefe
  • 50 g Zucker
  • 60 g Milch
  • 8 g Salz
  • 50 g Butter
  • 1 Ei
  • Milch zum Bestreichen
  • Butter für die Form

Für den Tangzhong Mehl und Wasser in einem Töpfchen verquirlen. Dann bei mittlerer Hitze alles unter Rühren zum Kochen bringen. Kurz köcheln lassen, bis die Masse andickt, dann von der Hitze nehmen, abdecken und ganz auskühlen lassen.

Für den Teig das Mehl zusammen mit Hefe, Zucker und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Butter und Milch in einem kleinen Topf etwas erwärmen, dann zusammen mit Ei und Tangzhong ebenfalls in die Rührschüssel geben. Den Teig 10 min lang auf niedriger Stufe kneten. Er soll sich gut von den Wänden der Rührschüssel lösen. Die Schüssel gut abdecken  – ich verwende solche Abdeckhauben*, Duschhauben gehen aber auch gut  – und über Nacht an einem kühlen Ort gehen lassen.

Am nächsten Tag den Teig auf die unbemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 gleiche Portionen teilen. 15 min ruhen lassen.

Eine Kastenform mit Butter ausstreichen.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Ein Teigstück zu einem ca. 25 cm langen Oval ausrollen. Ein kürzeres Ende nehmen und bis zur Mitte umklappen, dann das zweite kurze Ende über das erste klappen. Den Teig um 45 Grad drehen und umdrehen, so dass die gefaltete Seite unten ist. Nochmal zu einem Oval ausrollen und falten wie oben beschrieben. Jetzt nochmal zu einem Oval ausrollen, dann das Teigstück zu einer Wurst aufwickeln und mit der Nahtseite nach unten in die vorbereitete Form legen. Mit den restlichen Teigstücken ebenso verfahren.

Abdecken und 1 h ruhen lassen. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Brötchen mit Milch bepinseln und im heißen Ofen 45 min backen. Dann aus der Form stürzen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter geben.