Börek-Schnecken mit Zucchini-Schafskäse-Füllung

Strudel! Heute gibt es Strudel in den verschiedensten Varianten. Ich habe fröhlich zugesagt, als ich gefragt wurde, ob ich Lust auf ein gemeinsames Strudelevent habe. Ins Grübeln gekommen bin ich dann hinterher.

Strudel ist nicht so ganz meine Königsdisziplin; ich habe Euch mal ein Buch vorgestellt, bin danach aber wieder faul geworden. Das mit dem Teig ausziehen….kann ich schon. Ist aber nicht meine leichteste Übung.

Aber gut, mir fiel ein, es gibt so viele Rezepte in der südosteuropäischen und türkischen Küche, die auch mit hauchdünnem Teig, in den etwas eingerollt wird, arbeiten. Denn nichts anderes ist ein Strudel ja. Und so fielen mir die Börekschnecken ein. Börek wollte ich schon immer mal machen, hatte aber immer gehörigen Respekt vor dem Teig.

Ich hatte mir sicherheitshalber eine Packung Strudelteig als Backup gekauft, aber die habe ich gar nicht gebraucht. Der Teig aus „Türkei vegetarisch„* ist wirklich gelingsicher. Im Rezept steht nur „Mehl“. Ich habe doppelgriffiges Mehl („Wiener Griessler“) genommen – das ist wirklich optimal für Strudelteig. Es ist sehr fein und gleichzeitig sehr quellfähig. Abgesehen davon wird der Teig nicht gezogen, sondern ausgerollt; man braucht ein wenig Geduld, aber schwer ist das nicht.

Für 4 Schnecken:

Teig:

  • 175 g Mehl (ich hatte Wiener Griessler, also doppelgriffiges Mehl)
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Rapsöl
  • 100 ml Wasser

Füllung:

  • 300 g Zucchini
  • 200 g Feta
  • 1 TL getrocknete Minze
  • Salz, Chiliflocken

Zum Fertigstellen:

  • 50 g Butter
  • 2 EL Milch
  • Schwarzkümmel zum Bestreuen

Für den Teig Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Öl und Wasser zufügen und alles mit den Händen zu einem elastischen Teig verkneten, der nicht mehr klebt. Die Schüssel gut abdecken und den Teig 45 min ruhen lassen.

Während der Teig ruht, für die Füllung die Zucchini putzen und grob in eine Schüssel reiben. Den Feta dazubröseln und alles mit einer Gabel zu einer Füllung zusammendrücken. Mit Chiliflocken, und, wenn nötig, Salz abschmecken.

Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und dann die Milch unterrühren.

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Jetzt geht es ans Ausrollen des Teiges: dafür die Arbeitsfläche ganz leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig in zwei gleich große Teile teilen. Einen Teil abgedeckt in der Schüssel lassen, damit er nicht austrocknet. Den anderen Teil auf der Arbeitsfläche zu einem runden Fladen ausrollen, der so dünn wie möglich sein soll. Das geht am besten mit einer Oklava*, das ist ein langes, dünnes türkisches Nudelholz, das es für kleines Geld im türkischen Haushaltswarenladen gibt. Auch die Oberseite des Teiges immer wieder leicht mit Mehl bestäuben und dabei das Mehl mit der Handfläche auf dem Teig verstreichen. Den Teig beim Ausrollen immer wieder um 45 Grad drehen. Er ist dünn genug, wenn man durch ihn hindurch den Untergrund sehen kann.

Den so entstandenen Teigfladen halbieren. Jedes Teigstück mit etwas Buttermischung bestreichen. Dann ein Viertel der Füllung an der langen Seite des Teigstückes verteilen. Die Teigstücke von der Seite mit der Füllung her aufrollen, die so entstandene Wurst zu einer Schnecke aufrollen und die Schnecke auf das Blech legen.

Mit der zweiten Hälfte des Teiges ebenso verfahren.

Die Schnecken mit der restlichen Buttermischung bepinseln, mit Schwarzkümmel bestreuen und im heißem Ofen in ca. 40 min goldbraun backen.

10 min mit einem Geschirrtuch bedeckt ruhen lassen, dann noch warm servieren. Dazu passt ein Dipp aus Joghurt, gewürzt mit Nana-Minze und Salz.

Jetzt habt Ihr doch bestimmt Lust auf noch mehr Strudel, oder? Dann bitte hier entlang:

Christine von Anna Antonia – Strudel mit Trockenfrüchten
Birgit von Backen mit Leidenschaft – Apfel-Mandel-Strudel und Ricottastrudel á la Cassata
Sina von Giftigeblone – Strudel mit weißem Mohn, Birnen und Walnüssen
Susanne von Magentratzerl – Börekschnecken mit Zucchini-Schafskäse-Füllung
Petra von Obers trifft Sahne – Bärlauch-Topfenstrudel
Aniko von Paprika meets Kardamom – Kürbis-Feta-Strudel
Christina von The Apricot Lady – mediterraner Strudel
Susi von Turbohausfrau – Krautstrudel mit Paprikasauce
Ariane von Tra dolce es amaro – Caramelle di strudel con ricotta e frutti di bosco

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Keema Pie

Hachis Parmentier oder Shepherd’s Pie, also mit Kartoffelpüree überbackene Fleischsauce, das ist für uns hier das ultimative Comfort Food. Meist sammle ich in der Tiefkühle Reste von gegartem Fleisch, und wenn ich genug zusammen habe, dann ist es mal wieder soweit – es gibt Lieblingsessen. Allerdings muss man nicht unbedingt so lange warten; man kann das Ganze auch mit Hackfleisch machen. Wie das geht, habe ich hier schon gezeigt.
Aber gut, nichts ist in Stein gemeisselt und auch Lieblingsessen darf mal variiert werden. An dieser Variante ist der Umstand schuld, dass noch eine Süßkartoffel im Gemüsefach herumlungerte; auf der Suche nach Inspiration stieß ich auf dieses Rezept. Es kommt aus einer britischen Food-Zeitschrift; dem Sainsbury’s Magazine.
Keema – das ist klassischerweise ein indisches Hackfleischgericht. In dieser Variante ist es typisch angloindisches Fusion-Food; Shepherd’s Pie, indisch angehaucht. Statt einer Kartoffelhaube gibt es eine Haube aus Kartoffeln und Süßkartoffeln, in der Hackfleischsauce versteckt sich noch etwas Gemüse und gewürzt wird mit Curry und Garam Masala. Uns hat das richtig gut gefallen.
Für 4 Portionen:
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Karotte
  • 500 g Rinderhack
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 EL Currypulver
  • 150 ml Rinderbrühe
  • 150 ml Passata
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 TL Garam Masala
  • 90 g Erbsen, TK
  • 500 g Kartoffeln
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 75 g Cheddar, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
Kartoffeln und Süßkartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser gar kochen. Abgießen und zerdrücken.
Zwiebel, Knoblauch und Karotte schälen und fein hacken. Ingwer schälen und reiben.
Ofen auf 200°C vorheizen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Karotte anbraten, bis die Karotte weich wird. Hackfleisch und ordentlich schwarzen Pfeffer zugeben. Hackfleisch krümelig braten, dann Knoblauch, Currypulver  und Ingwer zugeben. Durchmischen, dann Passata, Tomatenmark und Brühe angießen. Deckel auflegen, alles 20 min köcheln lassen. In den letzten 5 Minuten die Erbsen zugeben, den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit einkochen lassen. Garam Masala zugeben und mit Salz abschmecken.
Die Mischung in eine Auflaufform geben und mit der Kartoffelmasse bedecken. Ich verwende gerne individuelle Portionsförmchen. Oberfläche aufrauen, dann mit dem Käse bestreuen.
20 bis 30 min backen, dann servieren.

Hühnchen mit Erbsen und Lauch aus dem Ofen

Erbsen sind so ein Standardgemüse, das ich immer in der Tiefkühle habe. Kann man immer brauchen. Diesmal war dann noch etwas Lauch in der Abokiste, und meine Rumsucherei in der Kochbuchbibliothek spuckte dieses Gericht aus.

Das Rezept ist von Nigella Lawson*, und das bedeutet wie üblich Folgendes: es ist sehr einfach und trotzdem ist ein besonderer Dreh dabei: das Ganze ist ein sehr einfach zuzubereitendes Gericht, es wird einfach alles zusammen in einer Form im Ofen gegart.  „Traybake“ – ist gerade schwer angesagt. Ob es wohl „one pot“ ablösen wird? Der Clou ist, dass die Erbsen einfach als unterste Schicht noch tiefgefroren in die Form kommen. Die Erbsen bekommen zwar so eine 70er-Jahre-Dosenerbsen-Farbe durch die lange Garzeit, werden aber genau richtig weich und schön süß. Und außerdem produzieren sie am Anfang der Garzeit beim Auftauen ordentlich Dampf. Das heißt, das Hühnchen wird erst gedämpft und dann gebraten, es ist also butterzart und saftig innen und herrlich knusprig außen.

Klingt gut? Dann los! Aber achtet darauf, dass Eure Auflaufform groß genug ist; zwischen den Hühnchenstücken muss Platz sein, damit das Ganze funktioniert.

Für 4 Personen:

  • 500 g Erbsen, tiefgefroren
  • 200 g Lauch (eine Stange)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 50 ml trockener Wermut
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Bund Dill
  • 4 Hühnerschenkel

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Lauch putzen, in 2 cm dicke Ringe schneiden, gründlich waschen und abttropfen lassen. Knoblauch schälen und fein hacken. Dill zupfen und die Blättchen grob hacken. Die Hühnerschenkel im Gelenk teilen.

Die gefrorenen Erbsen auf dem Boden der Auflaufform verteilen. Lauch, Knoblauch, Wermut, 1 EL Olivenöl und einen Großteil des Dills zugeben. Alles gründlich durchmischen und mit Salz würzen.

Hühnchenteile auf das Gemüse legen, salzen und mit dem zweiten Esslöffel Olivenöl beträufeln. Alles für 45 min in den Ofen schieben.

Form herausnehmen und die Erbsen etwas druchmischen. Die Erbsen, die an der Oberfläche liegen, sollen in die Garflüssigkeit, damit sie nicht austrocknen. Der Lauch kann ruhig an der Oberfläche bleiben und ein wenig karamellisieren. Die Form für weitere 30 min in den Ofen schieben, bis das Hähnchen gegart und die Haut knusprig ist.

Zum Servieren den restlichen Dill über das Gericht geben. Dazu passen Kartoffeln oder knuspriges Brot, jedenfalls etwas, um die köstliche Flüssigkeit aufzusaugen, die beim Garen entsteht.

Markode mit Kartoffeln und Artischocken

Die Markode ist eine Verwandte der spanischen Tortilla – Kartoffeln und Gemüse werden erst vorgegart, dann mit Ei zu einem Kuchen gebacken. Ursprünglich kommt das Rezept aus der sephardischen Küche; heute ist es in Algerien zuhause.

Hier sind es Artischocken, die mit verarbeitet werden. Celia Brooks Brown* verwendet Artischockenböden aus der Dose. Ich nehme im griechischen Lebensmittelladen fast schon zwanghaft tiefgekühlte Artischockenböden mit – die Qualität ist gut und ich kann meine Artischockengelüste befriedigen, auch wenn ich gerade keine frischen finde.

Noch eine wichtige Zutat gibt es im Originalrezept – eingelegte Salzzitronen nämlich. Celia Brooks Brown schreibt zwar, dass man die durch Zitronenabrieb ersetzen kann, aber das ist wirklich eine absolute Notlösung, denn die eingelegten Zitronen geben schon einen sehr speziellen Geschmack.

Allerdings habe ich statt der Zitronen Kumquats verwendet. Seit ich bei Alice Waters* das Rezept dafür entdeckt habe, habe ich immer ein Glas davon im Kühlschrank. Ich mag die Orangennote, die sie mitbringen.

Für 4 bis 6 Personen:

Für die Kumquats:

  • Kumquats
  • unbehandeltes Meersalz
  • Zitronensaft

Ein Glas, in das die Kumquats gerade so hineinpassen, sterilisieren und den Boden mit Meersalz bestreuen. Die Kumquats waschen, trockenreiben und an einem Ende kreuzförmig einschneiden. Die Schnittstellen auseinanderdrücken und Salz hineinstreuen. Die Kumquats abwechselnd mit dem Salz in das Glas schichten, dann so viel Zitronensaft angießen, dass alles bedeckt ist. Noch eine Schicht Salz darauf streuen, dann das Glas verschließen. Nach drei bis vier Wochen sind die Kumquats einsatzbereit.

Für die Markode:

  • 3 EL Olivenöl
  • 500 g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 2 TL Paprika edelsüß
  • 6 Artischockenböden (original: Dose, ich: TK, aufgetaut)
  • 2 eingelegte Kumquats
  • 8 Eier
  • eine Handvoll glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Artischocken ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Kumquats fein hacken. Petersilie zupfen und hacken. Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Kartoffeln und Zwiebel darin unter Rühren weich garen, das dauert etwa 10 bis 12 Minuten. Jetzt Knoblauch, Paprika, Artischocke und Kumquats zufügen und nochmals kurz weitergaren, damit die Aromen sich verbinden. Von der Hitze nehmen, kurz abkühlen lassen.

Eier mit der Petersilie in einer großen Schüssel verquirlen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die abgekühlte Kartoffelmischung dazugeben und alles gut vermischen; die Kartoffeln sollen mit der Eimischung überzogen sein.

Im Originalrezept kommt das ganze nun in eine Springform und wird in 35 bis 50 goldbraun gebacken. Anschließend wird alles wie eine Torte in Stücke geschnitten. Ich habe statt dessen auf kleine Portionsförmchen zurückgegriffen; die Backzeit ist dann kürzer; nach ca. 25 min ist das Ei gestockt und die Markodes sind servierbereit.

 

Lauchkuchen mit Apfel und Ziegenkäse

Das ist eine klassische Resteverwertung an einem Abend, an dem ich echt nicht wußte, was ich kochen möchte. Eigentlich wäre eine etwas elaboriertere Tarte drangewesen, mit dieser sollte die dicke Stange Lauch, die in der Abokiste war, ihre Verwertung finden. Und dann hatte ich keine Lust mehr und dachte über Lauch-Käsesuppe nach, auf die ich dann auch wieder keine Lust hatte. Kennt Ihr das?

Dann entdeckte ich in der Tiefkühle entdeckte  eine Portion Topfenblätterteig. Ach, den könnte man doch auch auf dem Blech ausrollen, wenn man zu träge für eine Tarteform ist, oder? Und wenn man schon etwas mit Lauch macht, dann könnte der leicht welke Apfel aus der Obstschale doch gut dazu passen? Ziegenkäse und Thymian waren  auch noch da. Und am Ende alle zufrieden, weswegen ich Euch den Kuchen (oder ist es eine Galette? Oder doch eine freestyle-Quiche?) heute vorstelle.

Die Äpfel waren echt eine Nummer….keiner mochte sie. Eine komische Sorte, die in der Biokiste war und geschmacklich nicht wirklich punkten konnte. Die Quiche hat sie vor der Tonne gerettet, weswegen ich diesen Beitrag grade mal rüber zu Zora schicke. Dort setzt sich nämlich gerade Jette dafür ein, achtsam mit Lebensmitteln umzugehen und wann immer es möglich ist, alles zu verwerten, was man im Haus hat. Lebensmittel sind zu gut für die Tonne, auch wenn sie, wie mein Apfel, schon etwas schrumpelig sind. Und dass das Mindesthaltbarkeitsdatum nur ein Anhaltspunkt ist, dass wisst Ihr doch ohnehin alle, oder?

Für 4 Personen:

Teig:

  • 250 g Mehl (ich hatte Weizen 550)
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Quark (20%)
  • 125 g Butter

Belag:

  • 1 dicke Stange Lauch
  • etwas Rapsöl zum Braten
  • 1 Apfel
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 2 Eier
  • 50 ml Milch
  • 150 g Ziegenkäserolle
  • frische Thymianblättchen zum Bestreuen

Teig nach dieser Anleitung herstellen und bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.

Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Für den Belag den Lauch putzen, in Ringe schneiden und dann gründlich waschen. Apfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und den Rest in dünne Spalten schneiden. Thymian zupfen, Käse in feine Scheiben schneiden.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Lauchringe darin glasig andünsten, gegen Ende der Bratzeit die Apfelscheiben zugeben und kurz mitbraten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Inzwischen den Teig aus dem Kühlschrank holen, auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 3 mm dünnen Rechteck ausrollen und auf das Blech legen. Eier und Milch verquirlen.

Die Lauch-Apfelmischung auf den Teig verteilen, dabei an den Seiten einen schmalen Rand lassen. Den Teigrand rundherum über die Füllung klappen, dann die Ei-Milchmischung gleichmäßig über die Lauchmasse verteilen, anschließend die Käsescheiben.

Im heißen Ofen ca. 30 min backen, bis die Ränder goldbraun sind, die Eimasse gestockt und der Käse etwas geschmolzen ist.

Thymianblättchen darüberstreuen und den Kuchen heiß servieren.

 

Kohl hoch zwei: Gewürzrotkohl aus dem Ofen und Weißkohl in Chorizo-Butter

Die Rettungstruppe, gegründet von Susi und Sina, ist wieder unterwegs. Diesmal geht es um Kohlgemüse. Davon haben wir zur Zeit ja mehr als genug – und es ist erschreckend, in welchen Varianten es die Gemüse zu kaufen gibt. Frischer Grünkohl ist hier ja noch selten, aber Grünkohl in der unterteilten Plastikschale, mit Wurst und allem schon dabei, den gibt es. Oder fertig zubereiteten Rotkohl in der Dose.

Ich mag all dieses Zeug nicht. Frisches Essen macht einfach mehr Spaß. Und weil ich mich nicht so recht entscheiden konnte, habe ich heute gleich zwei Kohlvarianten mitgebracht; die beiden Klassiker Rotkohl und Weißkohl, aber mal mit neuen Ideen.

Für den Rotkohl habe ich ein Rezept, das ganz entspannt im Ofen geschmort wird. Gefunden habe ich die Idee in einer Zeitschrift von BBC Good Food. Im Original heißt das Ganze „sticky cabbage“, aber das klingt ja in unserer Sprache nicht so reizvoll….Der Kohl wird mit Gewürzen, Apfel und Balsamico im Ofen geschmort und am Ende mit Johannisbeergelee abgerundet – er schmeckt wunderbar fruchtig und ausgewogen. Bei uns gab es das an den Feiertagen zur Ente; aber ich kann mir genügend andere Gelegenheiten vorstellen. Also – weg mit dem Rotkohlglas und ran an den Ofen.

Das Rezept ergibt großzügige sechs Portionen, aber das lohnt sich, denn das Ganze schmeckt aufgewärmt noch besser.

  • 30 g Butter
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Stange Zimt
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1/4 TL Muskat, frisch gemahlen
  • 1 kleiner Rotkohl
  • 1 Apfel
  • 3 EL brauner Zucker
  • 150 ml Balsamico
  • 2 EL Johannisbeergelee
Rotkohl putzen und in feine Streifen schneiden. Zwiebel schälen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Vom Apfel das Kerngehäuse entfernen, den Rest fein reiben.
Ofen auf 180°C vorheizen.
Alle Zutaten mit Ausnahme des Johannisbeergelees in eine große Auflaufform geben und gut vermischen. Form abdecken und alles 2 h garen. Aus dem Ofen nehmen, das Johannisbeergelee einrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Schon fertig. War doch leicht, oder?
Und jetzt zum Weißkohl: da fehlen mit wirklich gerne mal die Ideen.  Kohlrouladen? Erledigt. Krautfleckerl? Auch, und zwar mehrfach. Slaw?  Ist nicht meins. Neue Ideen sind also willkommen. Auch auf  dieses Rezept bin ich in einer alten Ausgabe der  BBC Good Food gestoßen und es hat mich sofort angeprungen. Ich meine, mit Chorizo wird doch alles besser, oder? Na gut, fast alles.
Die Kombination ist auch wirklich toll, denn neben Chorizo gibt auch noch geräuchertes Paprikapulver Aroma. Ich kann das noch ein paar Mal essen, bis es endlich  Frühlingsgemüse gibt.
  • 400 g Weißkohl
  • 50 g Chorizo
  • 25 g Butter
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver edelsüß
  • gute Prise scharfes geräuchertes Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
Kohl vierteln, vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden. In Salzwasser  4  bis 6 min kochen, je nachdem, wie bissfest er sein soll. Abgießen und abtropfen lassen.
Chorizo klein würfeln. In einer Pfanne auf hoher Hitze braten, bis das Öl austritt. Butter und Paprikapulver zugeben und weiterbraten, bis die Wurst knusprig wird.
Den Kohl ebenfalls in die Pfanne geben und alles unter Rühren weiterbraten, bis er von der Chorizo-Mischung überzogen ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, und dann – ran an den Kohl.
Die Kohlsaison dauert ja noch ein bisschen. Und damit Ihr sie so richtig gut ausnutzen könnt, gibt es heute noch ganz viele Kohlrezepte vom Rettungsteam. Sagen wir mal so: womöglich werdet Ihr Euch wünschen, dass die Kohlsaison niemals endet; da sind so tolle Sachen dabei:
Auch was: Grünkohl-Pizza
Bonjour Alsace: Sauerkraut im Glas
Brittas Kochbuch: Winterliche Minestrone
Cakes Cookies and more: Bunter Wintersalat
German Abendbrot: Zweierlei Rotkohl
Lanis Leckerecke: Cole Slaw
Leberkassemmel und mehr: Überbackener Blumenkohl
Our Food Creations: Cale Salad
Summsis Hobbyküche: Weißkohlcurry
Turbohausfrau: Flammkuchen mit Kohl