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Herzhafter Gugelhupf mit Feta und getrockneten Tomaten

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Das hier ist mein Beitrag zum immerhin 86. Bread Baking Day, der zugleich auch der letzte ist. Mit bewundernswerter Ausdauer hat Zorra den BBD am Leben erhalten, aber nun werden Ideen und Gastgeber knapp. Also auf zur letzten Runde!

32042214501_8fb70db7a9_oIch habe ein wenig über das Thema gegrübelt. Eigentlich schwebte mir ja ein süßer Gugelhupf mit getrockneter Ananas und Kokosmilch vor…oder so. Aber der Nachwuchs  – also die Zielgruppe, ich esse ja nicht so viel Kuchen – hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass so ein Kuchen nicht erwünscht ist.

Naaaa gut. Dann halt etwas Herzhaftes. Das liegt mir ohnehin mehr. Ich hatte noch ein Glas getrocknete Tomaten im Kühlschrank und dazu habe ich Feta kombiniert. Das passt.

Den Gugelhupf kann man als Snack essen oder als Proviant mitnehmen. Bei uns war er die Beigabe zu einer Tomatensuppe.

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Und so geht’s:

Vorteig:

  • 100 g Kamut, frisch gemahlen
  • 100 g Wasser
  • 1 Prise Trockenhefe

Hauptteig:

  • Vorteig
  • 400 g Dinkelmehl 630
  • 10 g Salz
  • 4 g Trockenhefe
  • 1 Ei (Größe L)
  • 50 ml Öl aus dem Tomatenglas, plus etwas zum Bepinseln
  • 140 g Wasser
  • Butter für die Form

Füllung:

  • 100 g getrocknete Tomaten in Öl
  • 150 g Feta

Zuerst für den Vorteig alle Zutaten verrühren. Bei Zimmertemperatur mindestens 1 h oder bis zu 8 h stehen lassen.

Für den Hauptteig die Tomaten in ein feinmaschiges Sieb geben und abtropfen lassen.

Mehl, Salz, Hefe und Vorteig in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Ei, Wasser und das Öl aus dem Tomatenglas zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst.

Abdecken und in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Inzwischen Tomaten und Feta kleinschneiden. Eine Gugelhupfform fetten.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 1 cm dicken Rechteck ausrollen. Feta und Tomaten darauf verteilen, dabei an den Rändern etwas Platz lassen. Das Rechteck von der breiten Seite her zu einer Wurst aufrollen. In die vorbereitete Form legen und die Enden zusammendrücken.

Form abdecken und den Gugelhupf nochmals 1 h gehen lassen. Den Ofen auf 220° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Oberfläche des Gugelhupf mit etwas Öl aus dem Tomatenglas bepinseln. Im heißen Ofen 35 min backen.

Herausnehmen, kurz abkühlen lassen, dann aus der Form auf ein Kuchengitter stürzen und rundherum nochmals mit dem Tomatenöl bepinseln.

Auskühlen lassen und genießen.

 

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Hasselback-Kartoffeln

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Hasselback-Kartoffeln mag ich sehr gern. Ich liebe diese Fächerkartoffeln, weil es aussen viel Knusper gibt und sie innen so schön cremig sind. Die klassische Version ist ja sehr einfach: Kartoffeln, Butter, Semmelbrösel.

Im Umami-Buch* stellt Laura Santtini eine etwas üppigere Version vor. Nicht nur üppiger, sondern mit ganz vielen zusätzlichen Aromagebern ausgestattet. Die Kartoffeln werden zunächst ganz normal gebacken, aber gegen Ende der Garzeit kommt eine Sauce aus Sahne, Trüffelpaste, Knoblauch, Sardellen und Parmesan darüber.

Uns hat das sehr gut gefallen – die Kartoffeln haben so nicht nur die so geschätzte knusprige und cremige Konsistenz, sondern sind auch noch aromatisch. Wir haben das Ganze mit einer Gemüsebeilage als Hauptgericht gegessen; üppig genug sind die Kartoffeln….

Ein Geständnis: ich habe geschummelt. Trüffelpaste hatte ich nicht. Wohl aber Steinpilz-Hefebrühpaste aus dem Reformhaus (diese hier*). Wer es edler mag, besorgt sich Trüffelpaste und hobelt am Ende noch Trüfffel über das fertige Gericht, wie es das Rezept vorsieht.

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Für 4 Personen:

  • 750 g mittelgroße Kartoffeln, möglichst gleich groß
  • 3 EL Olivenöl
  • 45 g Butter, plus etwas für die Form
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Tymian
  • 200 g Sahne
  • 2-3 TL Trüffelpaste (oder Steinpilz-Hefepaste…)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Sardellenfilets
  • 50 g Parmesan
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • optional: frische schwarze oder weiße Trüffel oder Trüffelöl zum Servieren

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine ofenfeste Form mit Butter ausstreichen.

Kartoffeln schälen und waschen. Dann jede Kartoffel quer in 3mm-Abständen tief einschneiden, sie aber nicht durchschneiden. Das geht am besten, Wenn man die Kartoffeln jeweils in einen Esslöffel legt.

Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Kartoffeln mit den Einschnitten nach unten in die Pfanne legen und goldbraun braten, dann wenden und von der anderen Seite ebenfalls bräunen. Dann in die Form legen, mit Salz und Pfeffer würzen, Rosmarin und Thymian dazugeben und alles in den Ofen schieben. Je nach Größe der Kartoffeln 40 bis 50 min backen.

Inzwischen Knoblauch schälen und fein hacken. Sardellenfilets ebenfalls hacken, Parmesan reiben.

Sahne mit Trüffel- oder Pilzpaste, Knoblauch, Sardellen und drei Vierteln des Parmesans in einem kleinen Topf erhitzen und auf etwa 2 Drittel einkochen lassen.

Kartoffeln aus dem Ofen holen und die Sahnecreme darum herum verteilen. Mit dem restlichen Parmesan bestreuen und nochmals 10 min backen, bis der Käse geschmolzen ist und die Sauce Blasen wirft.

 

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Rote-Bete-Kichererbsen-Taler mit Zaziki

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Ich mag Rote Bete total gern. Mir gefällt der süßlich-erdige Geschmack, aus dem sich alles Mögliche herausholen läßt. Und dann noch die Farbe! Gerade im Winter, wenn es dunkel ist und auch viele Gemüse nicht gerade durch farbenfrohe Optik bestechen, ist die Rote Bete ein echter Hingucker.

Die Taler werden auf der Basis von gekochten Kichererbsen hergestellt; es kommt kein zusätzliches Bindemittel daran. Amy Chaplin*, von der das Rezept stammt, erklärt, dass es sehr wichtig ist, dass die Kichererbsen weich genug gegart sind, weil sonst die Taler nicht zusammenhalten. Man sollte sie also entweder im Schnellkochtopf garen oder auf Ware aus dem Glas zurückgreifen. Ich bin Team Schnellkochtopf.

Die Taler schmecken warm; man kann sie aber auch gut kalt essen, so sind sie prima geeignet zum Mitnehmen in der Lunchbox oder zum Picknick.

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Für 4 Portionen:

Taler:

  • 520 g gegarte Kichererbsen (ca. 250 g Trockenware)
  • EL Olivenöl, plus mehr zu Bestreichen
  • 2 mittlere rote Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch (original: 8)
  • 2 TL Salz
  • ca. 350 g Rote Bete
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 30 g Dill

Zaziki:

  • 1 große Gurke
  • 360 ml dicker Joghurt, mindestens 3,8 % Fett, besser griechischer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Olivenöl

Zunächst zu den Kichererbsen: wer keine Dosenware verwendet, muss etwas vorplanen. Die getrockneten  Kichererbsen in eine Schüssel geben, mit Wasser gut bedecken und ca. 8 h einweichen. Dann abgießen. Kichererbsen in den Dampfkochtopf geben, wieder gut mit Wasser bedecken, Deckel auflegen und verschließen. Herd anstellen. Sobald Druck aufgebaut ist, die Kichererbsen 25 min lang garen. Dann Hitze abstellen und den Druck natürlich abbauen lassen. Topf öffnen und Kichererbsen abgießen.

Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken. Nicht zu Brei verarbeiten; sie sollen noch stückig sein.

Knoblauch und Zwiebeln schälen und fein hacken. Rote Bete schälen und auf der groben Seite der Standreibe reiben. Dill zupfen und hacken.

Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin anbraten, dann die geraffelte Rote Bete zugeben. Ca. 6-8 min braten, bis die Rote Bete weich ist. Balsamico einrühren und alles vom Herd nehmen. Die Mischung zu den Kichererbsen geben. Dill ebenfalls zugeben, alles gut durchmischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Jetzt aus ca. 3 EL der Mischung mit den Händen Taler formen und diese auf das Backblech legen. Man muss ein wenig drücken, damit die Taler zusammenhalten. Taler mit Olivenöl bepinseln und im heißen Ofen 15 min backen. Dann Blech herausholen, die Taler mit einem Pfannenwender vorsichtig umdrehen, obere Seite mit Olivenöl bepinseln und die Taler weitere 15 min backen.

Während die Taler backen, kann man das Tsaziki vorbereiten: Gurke schälen, der Länge nach halbieren und die Kerne herauskratzen. Fruchtfleisch grob reiben, in ein Sieb geben und mit den Händen so viel Flüssigkeit wie möglich herausdrücken.

Dill zupfen und hacken, Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Gurkenraspel mit Joghurt, Dill, Knoblauch und Olivenöl vermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Zum Servieren die Taler mit dem Zaziki anrichten.

 

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Gebratene Ente mit Cranberry-Hoisin-Sauce und Mandarin-Pfannkuchen

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Habt Ihr schon eine Idee, was Ihr an Weihnachten essen werdet? Ich hätte da nämlich einen Vorschlag. Ich hatte ja hier versprochen, dass ich Euch aus Jamie Olivers Weihnachtskochbuch* noch einen Braten vorstelle – und hier ist er nun.

Ok….nicht ganz klassisch. Es gibt Ente, denn wir essen gerne Ente, aber nicht oft. Weihnachten ist da eine schöne Gelegenheit. Diesmal gibt es eine Idee für das gesellige Essen, bei dem sich jeder seine Portion selbst zusammenbauen kann. Das Ganze erinnert ein wenig an die klassische Peking-Ente, ist aber sehr viel simpler. Es gibt das gebratene, gezupfte Fleisch zusammen mit Gemüsestiften und einer chinesisch gewürzten Cranberry-Sauce. Und die hauchzarten Mandarin-Pfannkuchen, in die jeder sich seine Portion einwickeln kann.

Klingt gut? Ist es auch. Die Ente ist schön gewürzt und kommt mit knuspriger Haut daher, und die Cranberry-Sauce ist klasse, und zwar nicht nur farblich. Und es macht Spaß, sich am Tisch alles selbst zusammenzubauen.

Mandarin-Pfannkuchen sind die hauchzarten Teigfladen, die zur Pekingente serviert werden. Jamie Oliver verwendet gekaufte; ich würde Euch zum Selbermachen raten. Es ist ganz einfach und macht richtig Spaß. Und an den Feiertagen habt Ihr doch ein bisschen Zeit, oder?

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Ich habe es schon erwähnt, Jamie Oliver ist ja Markenbotschafter für Tefal. Ich hatte also nicht nur das Glück, ihn persönlich kennenzulernen, sondern ich durfte mir auch eine Pfanne aus dem Jamie-Oliver-Sortiment aussuchen. Ich habe mich für die große Servierpfanne aus den Professional Series entschieden. Sie ist sehr breit und niedrig und hat einen Deckel aus Edelstahl, der problemlos auch in den Backofen kann. Ich habe Ente und Pfannkuchen damit zubereitet, das hat super funktioniert. Jetzt aber zum Rezept:

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Für 6 Personen:

Für Ente und Garnitur:

  • 1 Ente (ca. 2 kg,mit Innereien)
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL chinesisches Fünfgewürz-Pulver
  • Salz
  • 1 Bio-Clementine
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 4 kleinen Karotten
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 rote Chilischote
  • je eine Handvoll Minze und Koriandergrün

Für die Sauce:

  • 2 Zehen Knoblauch
  • 5 cm frischer Ingwer
  • 200 g frische Cranberries (oder TK-Ware)
  • 1 TL chin. Fünfgewürz-Pulver
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Reisessig
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 2 Clementinen

Für die Pfannkuchen:

  • 240 g Mehl (ich hatte Weizen 405)
  • 180 ml kochend heißes Wasser
  • Sesamöl zum Bepinseln

Zunächst zur Ente: Diese rechtzeitig Zimmertemperatur annehmen lassen. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zwiebel schälen, in Spalten schneiden und mit den Innereien und einem Schuss Wasser in den Bräter geben.

Die Ente mit Öl, Fünfgewürz und großzügig Salz einreiben. Clementine waschen, halbieren und in die Bauchhöhle stecken. Ente auf das Backofengitter setzen, den Bräter dann direkt unter die Ente stellen, damit Fett und Bratensaft hineintropfen können. Die Ente 2 h braten, bis sie durchgegart und knusprig ist.

Während die Ente gart, hat man viel Zeit für die Pfannkuchen: dafür das Mehl in eine Schüssel geben. Nach und nach das kochende Wasser angießen und mit einem Löffel einarbeiten. Dann mit den Händen zu glatten Teig verkneten. Schüssel abdecken und den Teig 20 min ruhen lassen.

Jetzt den Teig auf der Arbeitsfläche nochmal durchkneten. Ich habe dafür kein Mehl gebraucht, der Teig war kein bisschen klebrig. Wenn er klebt, die Arbeitsfläche leicht  mit Mehl bestäuben. Den Teig zu einer langen Rolle von ca. 4 cm Durchmesser formen und die Rolle in 12 gleich große Scheiben schneiden. Die Scheiben mit den Händen zu ca. 7 cm großen Kreisen drücken. Jetzt eine Seite jedes Kreises mit Sesamöl bepinseln. Je zwei Scheiben mit der geölten Seite aufeinanderlegen. Ihr bekommt also 6 Paare, bei denen die geölten Seiten zueinander zeigen.

Die Scheiben zu ca. 20 cm großen Kreisen ausrollen. Es ist wichtig, dass sie dünn ausgerollt werden, damit die Pfannkuchen hinterher nicht zäh werden.

Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Die Pfannkuchen nacheinander von beiden Seiten ausbacken. Sie werden leichte braune Flecken bekommen und sich spektaklär aufblähen. Die fertig gebratenen Pfannkuchen kurz abkühlen lassen, Dann auseinanderziehen. Ihr seht an den fertigen Pfannkuchen rundherum eine kleine Nahtstelle, da könnt Ihr sie auseinanderziehen. Es geht ganz leicht und macht richtig Spaß. Aber Vorsicht, es tritt heißer Dampf aus. Fertige Pfannkuchen auf einem Teller lagern, man kann sie später kurz unter Dampf erwärmen. Ich habe die Pfannkuchen schon früher vorbereitet, sie nehmen das gar nicht übel.

Die Garnitur kann man auch noch machen, während die Ente bruzzelt. Frühlingszwiebeln und Karotten putzen, dann in Stifte schneiden. Gurke schälen und in dünne Scheiben schneiden. Chili in Ringe schneiden, Kräuter zupfen.

Inzwischen ist dann die Ente fertig.  Diese herausnehmen und 30 min ruhen lassen; am besten auf einem Gitter, damit sie von allen Seiten knusprig bleibt.

Das Fett aus dem Bräter abgießen, am besten in ein Einmachglas. Nicht wegwerfen – in Entenfett kann man zum Beispiel super Bratkartoffeln machen.

Die Innereien aus dem Bräter nehmen, die Zwiebeln darin lassen. Bräter bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Knoblauch und Ingwer schälen und grob hacken, dann in den Bräter geben. 1 TL Five-Spice zugeben, dann die Cranberries einrühren und dabei den Bratensatz losschaben. Alles 2 bis 3 min köcheln lassen, dann Honig, Sojasauce, dem Saft der Clementinen und Essig zugeben. Kurz aufkochen, dann mit Salz abschmecken und im Mixer glatt pürieren.

Das Fleisch der Ente mit 2 Gabeln von den Knochen lösen. Die Pfannkuchen über Dampf kurz erhitzen, damit sie wieder weich werden.

Und jetzt alles auf den Tisch stellen, damit jeder sich seine Pfannkuchen zusammenstellen kann!

Ihr sucht noch nach mehr Inspiration aus dem schönen Weihnachtskochbuch? Dann schaut mal bei Bianca vorbei, sie hat den Carbonara-Kuchen gemacht. Bei Lars gibt es einen tollen Hackbraten. Nicole serviert uns eine Blätterteigpastete. Bei Dorothée gibt es gegrillte Hähnchenspieße mit gelber Paprikasoße und schwarzem Quinoa. Einen tollen gebackenen Sellerie findet Ihr bei Petra und Anna-Kartoffeln bei Madeleine.  Und Tobi sorgt mit Buttertoffees für das süße Finale.

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Serbische Moussaka

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Moussaka? Auberginen, Hackfleisch, Bechamel, oder? Das wäre dann der griechische Klassiker. Eigentlich stammt der Auflauf aber aus den arabischen Raum, und von da aus hat er eine Wanderung angetreten und ist auch in der Türkei und dem gesamten Balkan heimisch geworden.

Und so präsentiere ich Euch heute die serbische Variante, die ich in der „Serbischen Küche„* gefunden habe. Ich musste es probieren, einfach, weil es so einfach ist. Das Rezept vermittelt mir eine gewisse Vorstellung davon, wie das Leben in Serbien ausgesehen haben muss: einfache Zutaten, die man vom Feld oder von den eigenen Tieren holt. Und so zubereitet, dass man ohne großen Aufwand das Beste daraus macht. Und so gibt es hier keine gebratenen Auberginen und keine Bechamel-Sauce. Es gibt gescheibelte Kartoffeln und angebratenes Hackfleisch. Überbacken wird alles mit einer Mischung aus Sauerrahm und Eiern.

Und was das Wichtigste ist: es schmeckt. Das Rezept ist für 4 Personen ausgelegt.

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  • 1 Zwiebel
  • etwas Sonnenblumenöl zum Braten
  • 500 g Hackfleisch nach Wunsch (ich hatte eine Mischung aus Rind und Schwein)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Paprika edelsüß
  • 1 kg Kartoffeln
  • 200 ml Sauerrahm
  • 2 Eier
  • Öl für die Form

Den Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen, waschen und in feine Scheiben schneiden. Kartoffeln in drei Teile teilen.

Zwiebel im Öl glasig dünsten, dann das Fleisch zugeben und unter Rühren krümelig braten. Dann von der Hitze nehmen und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.

Eine Auflaufform mit Öl auspinseln. Ein Drittel der Kartoffelscheiben darauf legen, dann die Hälfte der Fleischmasse darauf verteilen. Eine Schicht Kartoffeln darauf geben, dann die restliche Fleischmasse und schließlich die übrigen Kartoffeln.

Den Sauerrahm mit den Eiern verquirlen und alles über der letzten Kartoffelschicht verteilen.

Die Moussaka im heißen Ofen ca. 45 min backen und dann gleich servieren.

 

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Blumenkohl in Brokkoli-Käsesauce

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Ich esse so gern Blumenkohl in Käsesauce. Ich glaube, es war das erste Gericht, das ich gelernt habe zu kochen als das losging mit der Kocherei. Ich freue mich auch immer, wenn ich eine Abwandlung entdecke. Und so kam es, dass mich diese Variante aus Jamie Olivers Weihnachtskochbuch* natürlich angesprungen hat.

Ich bin ja außerdem jemand, der sehr gern Gemüse isst. Ich schaue immer, dass ich noch ein Fitzelchen zusätzlich ins Essen schmuggeln kann. Klar, dass ich die Idee, Brokkoli in der  Käsesauce unterzubringen gut fand. Und dann bekommt alles noch eine Knusperkruste – so hat der Blumenkohl Potential zum Lieblingsgericht.

Mein Auflauf ist farblich etwas….interessant. Das kommt vom verwendeten Cheddar. Ihr könnt auch andere gut schmelzende Käsesorten verwenden. Und wem auch beim Gemüse der Sinn nach Abwechslung steht, der kann auch Lauch so überbacken, oder Knollensellerie, oder Kartoffeln. Dabei dann die abweichende Garzeit beachten.

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Für 4 Personen als Hauptgericht:

  • 2 Zehen Knoblauch
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 600 ml Milch
  • 500 g Brokkoli
  • 75 g guter Cheddar
  • 1 kg Blumenkohl
  • 2 Scheiben Weißbrot vom Vortag
  • 2 Zweige Thymian
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 25 g gehobelte Mandeln

Backofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen.

Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch und Butter in einen Topf geben; die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl zugeben, alles unter Rühren ca. 1 Minute anrösten, dann unter dauerndem Rühren mit dem Schneebesen langsam die Milch angießen. Unter Rühren sanft köcheln lassen, bis die Sauce glatt ist und andickt. Denn Brokkoli grob zerkleinern, in die Sauce geben und alles 20 min köcheln lassen, dann mit dem Kartoffelstampfer alles zerkleinern. Die Hälfte des Käses dazureiben und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Blumenkohlröschen vom Stiel schneiden; den Stiel in Scheiben schneiden. Alles in eine ofenfeste Form geben, die Sauce daraufgießen und den restlichen Käse darüber reiben.

Brot im Blitzhacker mit 1 EL  Olivenöl, dem Thymian, 1 Prise Salz und den Mandeln grob zerkleinern. Auflauf mit den Bröseln bestreuen und im heißen Ofen 50 bis 60 min überbacken.