Buttermilchbrötchen mit Bratwurstsauce

Es gibt kein Rezeptbild zu diesem Gericht in Anthony Bourdains „Appetites“*. Was es gibt, ist ein Foto des besternten Küchenchefs  Éric Ripert mit einem Gesichtsausdruck, der zwischen Unglauben, Faszination und Begeisterung schwankt.

Also, das fällt unter Comfort Food – die Sauce ist üppig und macht Spaß. Dazu gibt es Buttermilchbrötchen  – und die sind erst mal klasse. Es sind einfache Backpulverbrötchen; normalerweise mag ich so etwas nicht besonders. Aber diese hier gehen dank des Butteranteils richtig schön blättrig auf und sind sehr fein.

Der Urheber des Rezepts warnt übrigens, dass das Ganze im Magen ziemlich einschlagen könnte. Man möge sicherheitshalber ein Mittel gegen Sodbrennen bereit halten ;-).

Für 4 Portionen:

Brötchen:

  • 120 g Butter, tiefgekühlt
  • 240 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 180 ml kalte Buttermilch

Sauce:

  • 1 kg grobe Bratwurst
  • 120 ml Milch
  • 120 ml Sahne
  • Chilisauce zum Abschmecken (ich hatte Sriracha)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Erst mal zu den Brötchen:

Die Butter 5 min bei Raumtemperatur etwas weicher werden lassen, dann in ca. 1 cm große Würfel schneiden und in den Kühlschrank stellen.

Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Mehl mit Salz, Zucker, Backpulver und Natron in eine Schüssel geben. Die Butter zur Mehlmischung und Butter und Mehl mit den Fingerspitzen vermengen, bis ca. erbsengroße Streusel entstanden sind. Jetzt die Buttermilch in die Schüssel gießen, mit einem Löffel durchrühren, bis sich alles gerade so verbindet. Teig einige Male durchkneten, damit er sich verfestigt. Es ist wichtig, dass der Teig nicht zu sehr bearbeitet wird.

Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben, Teig darauflegen. Mit den Händen zu einem ca. 2,5 cm dicken Rechteck flachdrücken. Das Recht in neun Stücke schneiden und die Stücke mit Abstand zueinander auf dem Blech verteilen.

Im heißen Ofen 10-12 min goldbraun ausbacken. Die Brötchen schmecken frisch am besten.

Eine Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Das Brät aus der Wurstpelle holen und in die Pfanne geben. Braten, bis das Fett ausgetreten und alles gebräunt ist und dabei mit einem Kochlöffel zerkrümeln. Nun Milch und Sahne angießen, dabei den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Sauce mit Chilisauce, Salz und Pfeffer würzen.

Die Brötchen  leicht toasten. Im Original werden die Brötchen durchgeschnitten, mit Margarine bestrichen und die Sauce über die Hälften verteilt. Ich habe mir den Teil mit der Margarine gespart…das Gericht war dennoch nicht trocken ;-).

 

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Montreal Bagels

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Am Wochenende gibt es hier zum Frühstück immer frische Brötchen. Ich bin aber viel zu träge, das Haus zu verlassen und mich beim Bäcker in die Schlange zu stellen. Ich habe so eine Routine….am Freitag Abend mit wenig Hefe einen Teig ansetzen, über Nacht kühl ruhen lassen, am Morgen dann Brötchen formen, nochmal gehen lassen und backen. Ich verwende einen Standardteig (500 g Mehl, 350 g Wasser, 5 g Hefe, 10 g Salz); Abwechslung kommt durch wechselnde Mehlsorten und Flüssigkeiten ins Spiel.

Zur Zeit gibt es da aber ein wenig mehr Abwechslung. In einer Facebook-Gruppe hat vor längerer Zeit  jemand eine Neuanschaffung vorgestellt, und nachdem ich ein wenig in dem Buch gestöbert hatte, war mir klar, das „The book of buns„* hier einziehen wird. In der Folge gibt es am Wochenende immer wieder mal andere Brötchen, den in dem Buch gibt es viel, das mich anlacht.

Diesmal also Bagels. Mögen wir gerne, mache ich trotzdem sehr selten. Diese hier haben mich aber sehr angelacht.  Es ist die kanadische Variante. Da gibt es wohl eine sehr berühmte Bäckerei in Montreal, die seit 50 Jahren 24 Stunden am Tag solche Bagels brüht und backt. Die Bagels werden in Sirup gebrüht und sind daher etwas süßer als ihre New Yorker Kollegen. Die Krume ist relativ dicht und die Bagels haben genau die richtige Zähigkeit, die ein Bagel so haben muss :-). Sie schmecken einfach so, mit Butter und Marmelade, aber auch mit Frischkäse und Räucherlachs.

Ich habe weniger Hefe genommen als im Rezept und den Teig über Nacht gehen lassen. Ich mache das nicht nur,weil ich sonst am Morgen zu früh aufstehen müßte. Gebäck  mit weniger Hefe und längerer Ruhezeit schmeckt auch aromatischer. Etwas Vollkornmehl durfte in den Teig und als Süßungsmittel habe ich Honig statt Malzsirup benutzt. Ich könnte mir vorstellen, dass Ahornsirup auch nicht verkehrt wäre.

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Für 6 Bagels:

  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 225 g Weizenmehl 550
  • 3 g frische Hefe
  • 7 g Salz
  • 50 g Honig
  • 50 g Wasser
  • 1 Eigelb

Zum Brühen:

  • 1 l Wasser
  • 50 g Honig

Glasur und Deko:

  • 1 Eiweiß
  • 1 EL Wasser
  • Sesamsaat

Die Mehlsorten mit dem  Salz in eine Schüssel geben. Wasser und Honig vermischen und die Hefe darin auflösen. Hefelösung, Eigelb und Honig zur Mehlmischung geben. Alles in ca. 10 min zu einem Teig verkneten. Der Teig ist relativ fest. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig ca. 8 h an einem kühlen Ort ruhen lassen.

Am Morgen den Teig auf die nicht bemehlte Arbeitsfläche geben (das ist wichtig, auf der bemehlten Arbeitsfläche lasst der Teig sich hinterher nicht gut rollen), zu einem langen Zylinder formen und in 6 gleiche Teile teilen. 5 min ruhen lassen, dann geht es ans Formen der Bagels: ein Teigstück nehmen und zu einer ca. 30 cm langen Schlange rollen. Die Schlange so um die Hand wickeln, dass die beiden Enden sich in der Handfläche treffen. Handfläche auf die Arbeitsfläche drücken und hin und her rollen, damit die Enden verschlossen werden. So weiter machen, bis alle Bagels geformt sind. Die Bagels auf eine leicht bemehlte Oberfläche geben, mit einem Küchenhandtuch abdecken und 45 min ruhen lassen.

Den Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Wasser und Honig in einem Topf erhitzen, bis alles leicht simmert. Bagels portionsweise in das simmernde Wasser geben. 30 sek ziehen lassen, dann umdrehen und nochmals 30 sek ziehen lassen. Mit einem Schaumlöffel herausholen, gut abtropfen lassen und auf das Backblech legen.

Eiweiß und Wasser verquirlen. Die Bagels damit bestreichen, dann mit Sesam bestreuen. Bagels im heißen Ofen ca. 20 min backen, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

 

Hokkaido Milk Buns

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Nein, da ist kein Kürbis in den Brötchen. Wir sprechen von besonders flauschigen Flausch-Brötchen. Die Brötchen sind ein Klassiker von der japanischen Insel Hokkaido. Eigentlich gehören ja weder Weizen noch Milch zur klassischen japanischen Ernährung, aber inzwischen ist japanisches Gebäck trotzdem sehr bekannt. Hokkaido ist die Region Japans, in der die meiste Milch produziert wird; so ist es kein Wunder, dass dieses Rezept von dort aus seinen Siegeszug angetreten hat.

Der Superflausch kommt vom verwendeten Tangzhong. Klingt exotisch, ist aber auch nur ein Mehlkochstück. Durch das Kochen verkleistert die Stärke; sie kann dadurch sehr viel Wasser binden. Das führt nicht nur zu Superflausch, sondern auch zu längerer Frischhaltung.

Wir haben die Brötchen zum Frühstück gegessen. Ich möchte frische Brötchen haben, aber nicht mitten in der Nacht aufstehen. Deshalb setze ich den Teig am Vorabend mit wenig Hefe an und lasse ihn über Nacht kühl ruhen. Als weitere Abweichung vom Originalrezept* gibt es bei mir außerdem noch ein wenig Vollkornmehl im Teig….

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Für 8 Brötchen:

Tangzhong:

  • 50 g Weizenmehl 550
  • 125 g Wasser

Teig:

  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 200 g Weizenmehl 550
  • 2 g Trockenhefe
  • 50 g Zucker
  • 60 g Milch
  • 8 g Salz
  • 50 g Butter
  • 1 Ei
  • Milch zum Bestreichen
  • Butter für die Form

Für den Tangzhong Mehl und Wasser in einem Töpfchen verquirlen. Dann bei mittlerer Hitze alles unter Rühren zum Kochen bringen. Kurz köcheln lassen, bis die Masse andickt, dann von der Hitze nehmen, abdecken und ganz auskühlen lassen.

Für den Teig das Mehl zusammen mit Hefe, Zucker und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Butter und Milch in einem kleinen Topf etwas erwärmen, dann zusammen mit Ei und Tangzhong ebenfalls in die Rührschüssel geben. Den Teig 10 min lang auf niedriger Stufe kneten. Er soll sich gut von den Wänden der Rührschüssel lösen. Die Schüssel gut abdecken  – ich verwende solche Abdeckhauben*, Duschhauben gehen aber auch gut  – und über Nacht an einem kühlen Ort gehen lassen.

Am nächsten Tag den Teig auf die unbemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 gleiche Portionen teilen. 15 min ruhen lassen.

Eine Kastenform mit Butter ausstreichen.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Ein Teigstück zu einem ca. 25 cm langen Oval ausrollen. Ein kürzeres Ende nehmen und bis zur Mitte umklappen, dann das zweite kurze Ende über das erste klappen. Den Teig um 45 Grad drehen und umdrehen, so dass die gefaltete Seite unten ist. Nochmal zu einem Oval ausrollen und falten wie oben beschrieben. Jetzt nochmal zu einem Oval ausrollen, dann das Teigstück zu einer Wurst aufwickeln und mit der Nahtseite nach unten in die vorbereitete Form legen. Mit den restlichen Teigstücken ebenso verfahren.

Abdecken und 1 h ruhen lassen. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Brötchen mit Milch bepinseln und im heißen Ofen 45 min backen. Dann aus der Form stürzen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter geben.

 

Fettes Brot

fettes brot

Na, da war einer originell beim Ersinnen des Rezepttitels. Selbstverständlich werden in diesem Rezept aus „Open Air„* keine Bands gebacken. Es wird einfach Hefeteig mit fetter Wurst gefüllt.

Die Idee kommt von diesen Mini-Salamis im Brotmantel, die es im Supermarkt zu erwerben gibt. Ich mag die ja nicht, einfach weil ich die Wurst nicht mag, die drin steckt. Ich habe immer das Gefühl, ich beiße in eine Familienpackung Aromastoffe. Aber selbstgemacht? Das war mir einen Versuch wert.

Basis ist ein mit Ei, Butter und Milch angereicherter Hefeteig. In die Füllung kommen aber keine Salamis. Stevan Paul hat experimentiert und festgestellt, dass Salami beim Backen einfach zu trocken wird. Statt dessen werden Mini-Cabanossis verwendet.

Die gefüllten Brötchen sind tatsächlich ein schöner Proviant für unterwegs; sie wurden mir geradezu aus den Händen gerissen. Die Herstellung ist ganz einfach, der Teig lässt sich wunderbar verarbeiten. Die Fetten Brote halten luftdicht verpackt ein paar Tage, schmecken aber frisch am besten.

Für ca. 16 Stück:

  • 50 ml Milch
  • 2 Eier (Größe M)
  • 15 g Zucker (original: 30)
  • 10 g frische Hefe (original: 20)
  • 60 g Butter in Würfeln
  • 400 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 50 g Weizenvollkornmehl
  • 10 g Salz
  • 16 Mini-Cabanossi (ca. 10-12 cm lang)

zum Bestreichen:

  • 1 Ei
  • 2 EL Milch

Die Mehlsorten mit Salz und Zucker in eine Schüssel geben.  Die Hefe in ca. 150 ml Wasser auflösen. Hefewasser, 2 Eier, Milch und Butterstückchen zu den Mehlsorten geben und alles in ca. 10 min zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Im Rezept sind 200 ml Wasser angegeben; das erschien mir etwas viel.

Die Schüssel abdecken und den Teig in ca. 90 min zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläache in 16 gleich große Stücke aufteilen. Jedes Stück rechteckig ausrollen, so lang, dass jeweils eine Cabanossi hineinpasst. Auf jedes Stück eine Cabanossi legen, den Teig rund um die Wurst verschließen und die Nahtstellen gut andrücken. Brötchen auf die Bleche legen.

Das Ei mit der Milch verquirlen und die Brötchen mit der Mischung bepinseln. Brötchen nacheinander auf den Blechen im heißen Ofen in ca. 25 bis 30 min goldbraun ausbacken.

Sesamhörnchen mit Übernacht-Gare

sesamhörnchen

Vor einiger Zeit habe ich meine Eltern besucht. Meine Mutter ist grade nicht so fit, also ging ich für sie einkaufen. Töchterchen kam mit, und als wir den Supermarkt Laden (wer hat sich eigentlich dieses Wort ausdacht, das geht ja gar nicht) Laden verließen, verspürte Tochterherz ein Hüngerchen. Die Bäckertheke lockte. Nusshörnchen wollte sie. Als wir so warteten, schaute ich mich um und entdeckte…Milchhörnchen.

Milchhörnchen! Oh! Die gab es seinerzeit immer nur von einem ganz bestimmten Bäcker. Und nur, wenn ich bei einer ganz bestimmten Tante war. Und  – ich schwöre – die Hörnchen da sahen genauso aus wie die Hörnchen damals. Ich hatte also den Impuls, sie zu kaufen. Alle, am besten. Dann fiel mir ein, dass mir von dieser Backfabrik noch nie etwas geschmeckt hat – ich hab’s gelassen. Und mich an ein Rezept erinnert, das hier zum Wochenendfrühstück öfter mal auf dem Tisch stand.

Es sind nicht direkt klassische Milchhörnchen, aber Milch darf mitmischen. Außerdem Sesam. Das Original-Rezept stammt von Tessa Kiros*, aber ich habe nicht viel davon übrig gelassen. Ich verwende ein wenig Kamut; den mag ich gern, um dem Nachwuchs ein paar Mineralstoffe unterzuschmuggeln. Sesamöl im Teig und ein wenig Lievito madre sorgen für Aroma. Die Übernacht-Gare ist praktisch, wenn man die Hörnchen zum Frühstück servieren möchte.

Für 8 Hörnchen:

  • 100 g Kamut, frisch gemahlen
  • 300 g Dinkel 630
  • 3 g frische Hefe
  • 1 EL Lievito madre
  • 2oo g Milch
  • 1 TL Honig
  • 5 g Salz
  • 1 TL geröstetes Sesamöl
  • 40 g Butter, geschmolzen
  • Milch zum Bepinseln
  • Sesamsaat zum Bestreuen

Die Mehlsorten in eine große Schüssel geben. Die Hefe in der Milch auflösen. Hefelösung, Lievito, Honig, Salz, Sesamöl und Butter zum Mehl geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Wenn der Teig zu trocken ist, noch etwas Milch zugeben. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig ca. 8 h oder über Nacht kühl stellen.

Wenn es ans Backen geht, den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 1/2 cm dicken Kreis ausrollen. Den Kreis mit einem Messer in 8 gleich große Tortenstücke schneiden. Um die Hörnchen zu formen, jeweils ein Teigstück nehmen, die äußeren beiden Ecken etwas auseinander ziehen und den Teig von den äußeren Ecken zur Spitze hin aufrollen. Die geformten Hörnchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und bedeckt nochmals 1 h ruhen lassen.

Den Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Hörnchen mit Milch bepinseln und mit Sesam bestreuen. Im heißen Ofen in 20 min goldbraun ausbacken.

Lachsburger mit Süßkartoffelecken – und ein Pfannentest

lachsburger

Wie man sieht – heute gibt es Burger für Euch. Den habe ich mehr oder weniger komplett gegrillt, und zwar, weil es heute nicht nur etwas zu essen gibt, sondern weil ich Euch zusätzlich eine Grillpfanne vorstellen möchte:

Auf „die Pfanne“ bin ich gekommen, weil ich einen Wok suchte. Induktionsgeeignet sollte er sein. Und eine vernünftige Grundfläche haben. Bei den meisten Woks ist die nämlich winzig, mit der Folge, dass der Wok zwar originalgetreu aussieht. Das Pfannenrühren kann man sich aber sparen, denn mit so einer minimalen Grundfläche wird kaum Hitze übertragen. Den Wok meiner Träume habe ich gefunden, und gleich danach zog eine Bratpfanne ein, die mich auch begeistert. Als ich also gefragt wurde, ob ich Lust hätte, die neue Grillpfanne zu testen, habe ich erfreut zugesagt.

Erst mal die Eckdaten: es handelt sich um eine beschichtete Pfanne aus Alu-Druckguss. Sie ist induktionsgeeignet, wobei man beachten muss, dass der effektive Induktionsboden einen Durchmesser von ca. 18 cm hat, er ist also kleiner als die Pfannenfläche – das Grillgut ist also am Rand nicht so gut aufgehoben wie in der Mitte. Die PTFE-Beschichtung ist dreischichtig und mit ihrer Granitoptik ganz schick, findet Ihr nicht?

Aber jetzt mal von den schnöden Daten abgesehen – ich bin mehr als zufrieden mit der Pfanne. Aus mehreren Gründen: die Wärmeleitfähigkeit und die Hitzeverteilung sind sehr  gut, und entsprechend fällt auch das Bratgebnis aus. Die Beschichtung funktioniert – es bleibt nichts kleben, auch wenn man nur sehr wenig Fett nimmt; ich habe auch schon ganz auf Fettzugebe verzichtet – kein Problem. Die Reinigung ist einfach….mit heißem Wasser spülen reicht. Und dann wäre da noch das Handling. Die Pfanne ist ca. 28 x 28 cm groß, also nicht eben klein, sie wiegt knapp unter einem Kilo, ist also für die Größe recht leicht. Stabil ist sie übrigens trotzdem. Und sie liegt gut in der Hand. Der Griff hat eine Silikonbeschichtung – da wird nichts heiß und der Griff fasst sich angenehm an.

Die Grillpfanne kostet 34,- € – ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Kaufen kann man die Grillpfanne – genau wie alle anderen Produkte der Firma hier online. Auch dazu habe ich noch etwas zu sagen: ich habe da ja schon öfter gekauft, und der Bestellvorgang ist absolut problemlos, die Zahlungsmethoden dank mTan sicher. Und der Versand, der geht blitzschnell.

So, jetzt zum Burger. Die Pattys reichen für 4 Personen: von den Buns bleiben Euch zwei übrig. Die Ideen für Pattys und Buns sind lose inspiriert aus dem Kochbuch* von Holy Burger.

Für die Buns:

  • 200 g Weizenvollkornmehl
  • 200 g Weizen 550
  • 1 TL Honig
  • 5 g frische Hefe
  • 7 g Salz
  • 240 g Wasser
  • 20 g weiche Butter
  • 1 Ei

Für die Pattys:

  • 1 Schalotte
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 500 g Lachsfilet
  • 1 TL Dijonsenf
  • 1 TL Sesamöl
  • 1 TL Sojasauce
  • 50 g Semmelbrösel – entweder selbstgemachte oder Panko*
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • Olivenöl zum Braten

Zum Fertigstellen:

  • Mayonnaise (z.B. nach diesem Rezept) zum Bestreichen
  • 1 Tomate
  • 1 Handvoll Feldsalat

Für die Süßkartoffelecken:

  • 1 Süßkartoffeln
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
  • 1 EL Olivenöl

Als erstes machen wir die Buns:

Dafür Wasser und Honig mischen und die Hefe darin auflösen. Die Mehlsorten zusammen mit dem Salz in eine Schüssel geben. Hefewasser, weiche Butter und Ei zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel abdecken und den Teig in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu 6 gleich großen Buns formen. Buns auf das Blech legen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und nochmals 1 h ruhen lassen.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Buns im heißen Ofen ca. 15 min backen. Bevor man sie aufschneidet, müssen sie komplett auskühlen, das dauert mindestens eine Stunde.

Für die Süßkartoffelecken die Süßkartoffel schälen, in Spalten schneiden und in Salzwasser bissfest kochen. Abgießen, abtropfen lassen. Dann in einer Schüssel mit dem Olivenöl vermengen und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Jetzt zu den Pattys: dafür Ingwer und Schalotte schälen und fein würfeln. Den Lachs in grobe Stücke schneiden. Ein Viertel davon in einen Cutter oder Mixer geben. Schalotte, Ingwer, Sojasauce, Senf und Sesamöl zugeben und alles zu einer feinen Paste mixen. Den restlichen Lachs zugeben und alles nochmals grob mixen. Der Lachs soll gehackt sein, aber nicht fein püriert.

Die Lachsmasse in einer Schüssel mit den Semmelbröseln vermischen und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Zu 4 gleich großen Pattys formen.

Jetzt bauen wir alles zusammen – dafür brauchen wir die Grillpfanne 🙂

Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Süßkartoffelecken in einer Schicht hineinlegen und von beiden Seiten grillen, bis sie braune Stellen haben. Im Backofen warmhalten.

Jetzt kommen die Pattys dran. Dafür die Pfanne dünn mit Olivenöl auspinseln. Die Pattys hineingeben und von jeder Seite ca. 3 min braten.  Sie sollen innen durch sein und außen knusprig. Pattys ebenfalls im Ofen warmhalten.

Die Tomaten in Scheiben schneiden (wir brauchen 4) und in der dünn mit Öl ausgepinselten Pfanne von jeder Seite kurz grillen. Salzen und warm halten.

Jetzt noch die Buns in der Mitte durch schneiden. Mit den Schnittflächen in die dünn mit Öl ausgepinselte Pfanne legen und kurz anrösten.

Zum Servieren den Burger wie folgt zusammenbauen: Die Brötchenhälften mit etwas Mayonnaise bestreichen. Die Unterseite mit einem Patty belegen, darauf eine Tomatenscheibe, dann etwas Feldsalat. Obere Brötchenhälfte darauf setzen und servieren.

Disclaimer: die Grillpfanne wurde mir zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.