fettes brot

Fettes Brot

fettes brot

Na, da war einer originell beim Ersinnen des Rezepttitels. Selbstverständlich werden in diesem Rezept aus „Open Air„* keine Bands gebacken. Es wird einfach Hefeteig mit fetter Wurst gefüllt.

Die Idee kommt von diesen Mini-Salamis im Brotmantel, die es im Supermarkt zu erwerben gibt. Ich mag die ja nicht, einfach weil ich die Wurst nicht mag, die drin steckt. Ich habe immer das Gefühl, ich beiße in eine Familienpackung Aromastoffe. Aber selbstgemacht? Das war mir einen Versuch wert.

Basis ist ein mit Ei, Butter und Milch angereicherter Hefeteig. In die Füllung kommen aber keine Salamis. Stevan Paul hat experimentiert und festgestellt, dass Salami beim Backen einfach zu trocken wird. Statt dessen werden Mini-Cabanossis verwendet.

Die gefüllten Brötchen sind tatsächlich ein schöner Proviant für unterwegs; sie wurden mir geradezu aus den Händen gerissen. Die Herstellung ist ganz einfach, der Teig lässt sich wunderbar verarbeiten. Die Fetten Brote halten luftdicht verpackt ein paar Tage, schmecken aber frisch am besten.

Für ca. 16 Stück:

  • 50 ml Milch
  • 2 Eier (Größe M)
  • 15 g Zucker (original: 30)
  • 10 g frische Hefe (original: 20)
  • 60 g Butter in Würfeln
  • 400 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 50 g Weizenvollkornmehl
  • 10 g Salz
  • 16 Mini-Cabanossi (ca. 10-12 cm lang)

zum Bestreichen:

  • 1 Ei
  • 2 EL Milch

Die Mehlsorten mit Salz und Zucker in eine Schüssel geben.  Die Hefe in ca. 150 ml Wasser auflösen. Hefewasser, 2 Eier, Milch und Butterstückchen zu den Mehlsorten geben und alles in ca. 10 min zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Im Rezept sind 200 ml Wasser angegeben; das erschien mir etwas viel.

Die Schüssel abdecken und den Teig in ca. 90 min zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläache in 16 gleich große Stücke aufteilen. Jedes Stück rechteckig ausrollen, so lang, dass jeweils eine Cabanossi hineinpasst. Auf jedes Stück eine Cabanossi legen, den Teig rund um die Wurst verschließen und die Nahtstellen gut andrücken. Brötchen auf die Bleche legen.

Das Ei mit der Milch verquirlen und die Brötchen mit der Mischung bepinseln. Brötchen nacheinander auf den Blechen im heißen Ofen in ca. 25 bis 30 min goldbraun ausbacken.

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sesamhörnchen

Sesamhörnchen mit Übernacht-Gare

sesamhörnchen

Vor einiger Zeit habe ich meine Eltern besucht. Meine Mutter ist grade nicht so fit, also ging ich für sie einkaufen. Töchterchen kam mit, und als wir den Supermarkt Laden (wer hat sich eigentlich dieses Wort ausdacht, das geht ja gar nicht) Laden verließen, verspürte Tochterherz ein Hüngerchen. Die Bäckertheke lockte. Nusshörnchen wollte sie. Als wir so warteten, schaute ich mich um und entdeckte…Milchhörnchen.

Milchhörnchen! Oh! Die gab es seinerzeit immer nur von einem ganz bestimmten Bäcker. Und nur, wenn ich bei einer ganz bestimmten Tante war. Und  – ich schwöre – die Hörnchen da sahen genauso aus wie die Hörnchen damals. Ich hatte also den Impuls, sie zu kaufen. Alle, am besten. Dann fiel mir ein, dass mir von dieser Backfabrik noch nie etwas geschmeckt hat – ich hab’s gelassen. Und mich an ein Rezept erinnert, das hier zum Wochenendfrühstück öfter mal auf dem Tisch stand.

Es sind nicht direkt klassische Milchhörnchen, aber Milch darf mitmischen. Außerdem Sesam. Das Original-Rezept stammt von Tessa Kiros*, aber ich habe nicht viel davon übrig gelassen. Ich verwende ein wenig Kamut; den mag ich gern, um dem Nachwuchs ein paar Mineralstoffe unterzuschmuggeln. Sesamöl im Teig und ein wenig Lievito madre sorgen für Aroma. Die Übernacht-Gare ist praktisch, wenn man die Hörnchen zum Frühstück servieren möchte.

Für 8 Hörnchen:

  • 100 g Kamut, frisch gemahlen
  • 300 g Dinkel 630
  • 3 g frische Hefe
  • 1 EL Lievito madre
  • 2oo g Milch
  • 1 TL Honig
  • 5 g Salz
  • 1 TL geröstetes Sesamöl
  • 40 g Butter, geschmolzen
  • Milch zum Bepinseln
  • Sesamsaat zum Bestreuen

Die Mehlsorten in eine große Schüssel geben. Die Hefe in der Milch auflösen. Hefelösung, Lievito, Honig, Salz, Sesamöl und Butter zum Mehl geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Wenn der Teig zu trocken ist, noch etwas Milch zugeben. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig ca. 8 h oder über Nacht kühl stellen.

Wenn es ans Backen geht, den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 1/2 cm dicken Kreis ausrollen. Den Kreis mit einem Messer in 8 gleich große Tortenstücke schneiden. Um die Hörnchen zu formen, jeweils ein Teigstück nehmen, die äußeren beiden Ecken etwas auseinander ziehen und den Teig von den äußeren Ecken zur Spitze hin aufrollen. Die geformten Hörnchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und bedeckt nochmals 1 h ruhen lassen.

Den Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Hörnchen mit Milch bepinseln und mit Sesam bestreuen. Im heißen Ofen in 20 min goldbraun ausbacken.

lachsburger

Lachsburger mit Süßkartoffelecken – und ein Pfannentest

lachsburger

Wie man sieht – heute gibt es Burger für Euch. Den habe ich mehr oder weniger komplett gegrillt, und zwar, weil es heute nicht nur etwas zu essen gibt, sondern weil ich Euch zusätzlich eine Grillpfanne vorstellen möchte:

Auf „die Pfanne“ bin ich gekommen, weil ich einen Wok suchte. Induktionsgeeignet sollte er sein. Und eine vernünftige Grundfläche haben. Bei den meisten Woks ist die nämlich winzig, mit der Folge, dass der Wok zwar originalgetreu aussieht. Das Pfannenrühren kann man sich aber sparen, denn mit so einer minimalen Grundfläche wird kaum Hitze übertragen. Den Wok meiner Träume habe ich gefunden, und gleich danach zog eine Bratpfanne ein, die mich auch begeistert. Als ich also gefragt wurde, ob ich Lust hätte, die neue Grillpfanne zu testen, habe ich erfreut zugesagt.

Erst mal die Eckdaten: es handelt sich um eine beschichtete Pfanne aus Alu-Druckguss. Sie ist induktionsgeeignet, wobei man beachten muss, dass der effektive Induktionsboden einen Durchmesser von ca. 18 cm hat, er ist also kleiner als die Pfannenfläche – das Grillgut ist also am Rand nicht so gut aufgehoben wie in der Mitte. Die PTFE-Beschichtung ist dreischichtig und mit ihrer Granitoptik ganz schick, findet Ihr nicht?

Aber jetzt mal von den schnöden Daten abgesehen – ich bin mehr als zufrieden mit der Pfanne. Aus mehreren Gründen: die Wärmeleitfähigkeit und die Hitzeverteilung sind sehr  gut, und entsprechend fällt auch das Bratgebnis aus. Die Beschichtung funktioniert – es bleibt nichts kleben, auch wenn man nur sehr wenig Fett nimmt; ich habe auch schon ganz auf Fettzugebe verzichtet – kein Problem. Die Reinigung ist einfach….mit heißem Wasser spülen reicht. Und dann wäre da noch das Handling. Die Pfanne ist ca. 28 x 28 cm groß, also nicht eben klein, sie wiegt knapp unter einem Kilo, ist also für die Größe recht leicht. Stabil ist sie übrigens trotzdem. Und sie liegt gut in der Hand. Der Griff hat eine Silikonbeschichtung – da wird nichts heiß und der Griff fasst sich angenehm an.

Die Grillpfanne kostet 34,- € – ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Kaufen kann man die Grillpfanne – genau wie alle anderen Produkte der Firma hier online. Auch dazu habe ich noch etwas zu sagen: ich habe da ja schon öfter gekauft, und der Bestellvorgang ist absolut problemlos, die Zahlungsmethoden dank mTan sicher. Und der Versand, der geht blitzschnell.

So, jetzt zum Burger. Die Pattys reichen für 4 Personen: von den Buns bleiben Euch zwei übrig. Die Ideen für Pattys und Buns sind lose inspiriert aus dem Kochbuch* von Holy Burger.

Für die Buns:

  • 200 g Weizenvollkornmehl
  • 200 g Weizen 550
  • 1 TL Honig
  • 5 g frische Hefe
  • 7 g Salz
  • 240 g Wasser
  • 20 g weiche Butter
  • 1 Ei

Für die Pattys:

  • 1 Schalotte
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 500 g Lachsfilet
  • 1 TL Dijonsenf
  • 1 TL Sesamöl
  • 1 TL Sojasauce
  • 50 g Semmelbrösel – entweder selbstgemachte oder Panko*
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • Olivenöl zum Braten

Zum Fertigstellen:

  • Mayonnaise (z.B. nach diesem Rezept) zum Bestreichen
  • 1 Tomate
  • 1 Handvoll Feldsalat

Für die Süßkartoffelecken:

  • 1 Süßkartoffeln
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
  • 1 EL Olivenöl

Als erstes machen wir die Buns:

Dafür Wasser und Honig mischen und die Hefe darin auflösen. Die Mehlsorten zusammen mit dem Salz in eine Schüssel geben. Hefewasser, weiche Butter und Ei zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel abdecken und den Teig in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu 6 gleich großen Buns formen. Buns auf das Blech legen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und nochmals 1 h ruhen lassen.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Buns im heißen Ofen ca. 15 min backen. Bevor man sie aufschneidet, müssen sie komplett auskühlen, das dauert mindestens eine Stunde.

Für die Süßkartoffelecken die Süßkartoffel schälen, in Spalten schneiden und in Salzwasser bissfest kochen. Abgießen, abtropfen lassen. Dann in einer Schüssel mit dem Olivenöl vermengen und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Jetzt zu den Pattys: dafür Ingwer und Schalotte schälen und fein würfeln. Den Lachs in grobe Stücke schneiden. Ein Viertel davon in einen Cutter oder Mixer geben. Schalotte, Ingwer, Sojasauce, Senf und Sesamöl zugeben und alles zu einer feinen Paste mixen. Den restlichen Lachs zugeben und alles nochmals grob mixen. Der Lachs soll gehackt sein, aber nicht fein püriert.

Die Lachsmasse in einer Schüssel mit den Semmelbröseln vermischen und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Zu 4 gleich großen Pattys formen.

Jetzt bauen wir alles zusammen – dafür brauchen wir die Grillpfanne 🙂

Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Süßkartoffelecken in einer Schicht hineinlegen und von beiden Seiten grillen, bis sie braune Stellen haben. Im Backofen warmhalten.

Jetzt kommen die Pattys dran. Dafür die Pfanne dünn mit Olivenöl auspinseln. Die Pattys hineingeben und von jeder Seite ca. 3 min braten.  Sie sollen innen durch sein und außen knusprig. Pattys ebenfalls im Ofen warmhalten.

Die Tomaten in Scheiben schneiden (wir brauchen 4) und in der dünn mit Öl ausgepinselten Pfanne von jeder Seite kurz grillen. Salzen und warm halten.

Jetzt noch die Buns in der Mitte durch schneiden. Mit den Schnittflächen in die dünn mit Öl ausgepinselte Pfanne legen und kurz anrösten.

Zum Servieren den Burger wie folgt zusammenbauen: Die Brötchenhälften mit etwas Mayonnaise bestreichen. Die Unterseite mit einem Patty belegen, darauf eine Tomatenscheibe, dann etwas Feldsalat. Obere Brötchenhälfte darauf setzen und servieren.

Disclaimer: die Grillpfanne wurde mir zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

flaumige brötchen

Flaumige Kleeblattbrötchen zum #BBD 77

flaumige brötchen

Eigentlich backe ich ständig Brötchen – zumindest jedes Wochenende. In der Regel nichts Spektakuläres….ein wandlungsfähiges Grundrezept mit Übernacht-Gare. So stehen am Morgen rasch frische Brötchen auf dem Tisch.

Aber nun hat sich ja Sandra zum Bread Baking Day Brötchen gewünscht – und da soll es was Besonderes sein 🙂 Eigentlich wollte ich Euch ja mit Kamut-Seetang-Brötchen überraschen. Die schmecken auch…sehen aber furchtbar aus. Da muss ich wohl nochmal ran.

Fündig geworden bin ich dann in „The Bread Bible„*….ein wirkliches Standardwerk, in dem es mir gerade das Kapitel mit den Sandwich-Broten und den weichen Brötchen angetan hat; da habe ich nämlich noch großen Verbesserungsbedarf.

Das Rezept ist ein Grundrezept für amerikanische „Dinner Rolls“; aus dem Teig kann man dann alle möglichen Formen backen, unter anderem auch die berühmten Parker House Rolls. Mich hat de Form besonders angelacht, in der je drei kleine Teigkugeln in die Vertiefungen eines Muffinbleches gegeben werden. Die Brötchen sehen dann ein wenig aus wie Kleeblätter – und so heißen sie dann auch.

Aber egal, welche Form Ihr den Brötchen gibt – Ihr müßt sie mal backen, sie sind toll: buttrig, flaumig, luftig. Das Rezept arbeitet mit einem flüssigen Vorteig (Sponge) – und es braucht etwas Zeit. Die etwas krummen Mengenangeben kommen daher, dass alles aus Cup-Maßen umgerechnet ist.

Im Teig wird Milchpulver verwendet. Wer das nicht vorrätig hat oder nicht benutzen möchte, der setzt statt dessen den Sponge mit abgekochter, wieder abgekühlter Milch an.

Also los – für 12 Brötchen:

Vorteig (sponge):

  • 170 gr. Mehl (ich habe Dinkel 630 verwendet, Weizen 550 geht aber auch)
  • 202 gr. Wasser, zimmerwarm
  • 22 gr. Honig
  • 0,8 gr. Trockenhefe

Für den endgültigen Teig:

  •  der gesamte sponge
  • 156 gr. Mehl
  • 20 gr. Milchpulver
  • 1,6 gr. Trockenhefe
  • 64 gr. Butter, weich
  • 7,5 gr. Salz
  • geschmolzene, abgekühlte Butter zum Bepinseln

Zuerst für den sponge alles Zutaten in einer passenden Schüssel verrühren. Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und den sponge ruhen lassen. Wie lange? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: benutzen kann man ihn nach einer Stunde. Aromatischer werden die Brötchen aber, wenn man den sponge nach einer Stunde Ruhezeit in den Kühlschrank gibt; dort kann er bis zu 24 h bleiben. So habe ich es gemacht.

Wenn der sponge im Kühlschrank war, am Backtag rechtzeitig herausnehmen, damit der Zimmertemperatur annehmen kann. Sponge in die Knetschüssel der Küchenmaschine geben oder in eine passende Schüssel, wenn man von Hand knetet.

Mehl, Milchpulver und Hefe zusammenmischen, auf den sponge geben. Alles 1 bis 4 h bei Zimmertemperatur stehen lassen; in dieser Zeit wird der sponge durch die Mehldecke blubbern. Nun die Butter zugeben, alles bei niedriger Geschwindigkeit kurz durchmischen, Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig 20 min ruhen lassen. Dann das Salz zugeben, den Teig 7-10 min bei mittlerer Geschwindigkeit kneten und dann bei Zimmertemperatur ca. 1 1/2 bis 2 h gehen lassen. Wer von Hand knetet, braucht etwas länger, bis der Teig so seidig und geschmeidig ist, wie er sein soll.

Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Dazu mit einer Teigkarte am Rand der Schüssel entlangfahren und den Teig vorsichtig auf die Arbeitsfläche gleiten lassen. Es ist Luft im Teig, die wollen wir behalten. Teig von allen 4 Seiten zur Mitte falten, wieder in die Schüssel geben und nochmals 1-2 h ruhen lassen.

Jetzt geht es ans Brötchen formen. Dafür erst mal die Mulden einer Muffinform mit Butter ausfetten (oder Silikonförmchen hinenstellen…). Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche in 12 gleich große Teile schneiden; diese jeweils in drei Teile schneiden. Teile zu Bällchen rollen und je drei Bällchen in die Muffinförmchen legen. Bällchen mit der geschmolzenen Butter einpinseln und nochmals ca. 45 min gehen lassen.

Backofen auf 200°C vorheizen. Die Brötchen in ca. 20 min goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

 

 

 

karottensuppe und zitronenweckerl

Karottensuppe mit Zitronenweckerl

karottensuppe und zitronenweckerl

Karottensuppe? Das klingt erst mal nicht besonders aufregend, oder? Und trotzdem hat diese Suppe uns begeistert. Sie ist nämlich anders als die Suppen auf Karottenbasis, die ich bisher auf den Tisch gebracht habe. Bei uns gibt es die immerwährenden Klassiker Karotte-Orange oder gerne auch Karotte-Ingwer. Diese Suppe ist anders – die Karotten werden mit Gemüsebrühe und Apfelsaft gegart, abgebunden wird das ganze mit Joghurt und Eigelb. Leicht, fein und aromatisch.

Für ein leichtes Abendessen gibt es im Hause magentratzerl die klassische Kombination Suppe und Brot. Gerne ist das dann ein einfaches Fladenbrot aus der Pfanne. Diesmal nicht, diesmal gab es kleine, mit reichlich Zitronenabrieb aromatisierte kleine Brötchen. Die passen herrlich zur Suppe.

Gefunden habe ich diese Ideen im Kochbuch „Gaumenkino„* Die beiden Autoren betreiben in Graz ein Lokal mit Mittagstisch und einem kleinen Laden, in dem sie saisonale Zutaten verkaufen. Saisonal sind auch die Rezepte, die in dem Buch vorgestellt werden. Eine Rezension wird es auch noch geben. Aber ich kann ja schon mal ein wenig vorgreifen – das ist eines der Bücher, die mich in letzter Zeit so richtig begeistert haben.

Für die Brötchen:

  • 300 gr. Mehl (ich: Dinkel 630)
  • 1 knapper TL Salz
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 150 ml Wasser
  • 10 gr. Frischhefe
  • 3 EL Olivenöl, plus zusätzliches Öl zum Bepinseln

Die Hefe im Wasser auflösen. Mehl, Salz und Zitronenabrieb in eine Schüssel geben, das Hefewasser zufügen und alles zu einem elastischen Teig verkneten. Dabei nach und nach das Olivenöl zugeben. Wenn der Teig noch zu trocken sein sollte, etwas mehr Wasser verwenden. Die Schüssel abdecken und den Teig in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 8 kleine Brötchen rollen. Die Brötchen auf das Blech legen und nochmals 45 min ruhen lassen.

Den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Brötchen mit Olivenöl bepinseln, dann im heißen Ofen in ca. 10 min ausbacken. Zum Abkühlen auf ein Kuchengitter legen.

Für die Suppe:

  • 500 gr. Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 50 gr. Butter
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 250 ml Apfelsaft
  • 250 gr. Joghurt
  • 3 Eigelb
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken. Butter in einem großen Topf erhitzen und Karotten und Zwiebeln darin andünsten. Mit Gemüsebrühe und Apfelsaft ablöschen, dann bedeckt köcheln lassen, bis die Karotten weich sind.

Inzwischen Joghurt und Eigelbe verquirlen.

Die Suppe mit dem Pürierstab aufmixen. Die Joghurtmischung einrühren und die Suppe vorsichtig erwärmen. Darauf achten, dass die Suppe nicht mehr kocht, sonst flockt das Joghurt aus. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Brötchen servieren.

Lasst es Euch schmecken!

biscuits and gravy

Montagsschweinerei: Biscuits and Gravy

biscuits and gravy

Ich gebe es zu, das ist ein bisschen geschummelt, denn gegessen haben wir diese herzhaften Brötchen mit der Soße an einem Sonntag. Aber es ist ein wenig Schwein drin, also darf dieser Beitrag zum Event „Montagsschweinereien“ wandern.

Im Grunde ist das nicht nur eine Schweinerei, weil Schwein drin ist, sondern auch, weil es eine recht üppige Angelegenheit ist – besonders wenn man das Essen, so wie das gedacht ist, zum Frühstück serviert.

Die Idee kommt aus den amerikanischen Südstaaten: die Biscuits sind nicht etwa Kekse, sondern eher eine Art herzhafter Brötchen. Sie bestehen aus einem Backpulverteig, der außerdem Buttermilch, Butter und Käse enthält. Die Biscuits sind üppig und gehen beim Backen blättrig auf.

Gegessen werden die Bisciuts mit einer herzhaften Sauce auf der Basis von Hackfleisch, Hühnerbrühe und Sahne. Danach kann der Tag kommen!

Gemopst habe ich das Rezept aus einem neuen USA-Kochbuch*, das ich Euch demnächst noch näher vorstellen werde.

So, jetzt los. Das Rezept ist für 4:

Für die Biscuits:

  • 300 gr. Mehl (Weizen 550 oder Dinkel 630), plus Mehl zum Arbeiten
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver (ich hatte edelsüßes)
  • 1/2 TL Salz
  • 85 gr. kalte Butter
  • 60 gr. Käse, ein kräftiger Hartkäse
  • 225 gr. Buttermilch
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Ei, mit 1 EL kaltem Wasser verquirlt

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Käse grob reiben.

Das Mehl zusammen mit Salz, Backpulver und Paprika in eine Schüssel sieben. Die Butter in Flöckchen dazu geben und alles zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Käse zugeben, pfeffern und alles kurz vermischen. Dann die Buttermilch dazu gießen und alles mit einem Löffel zu einem weichen Teig verarbeiten.

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben. Darauf den Teig mit den Händen zu einem Rechteck von ca. 3 cm Dicke formen. Mit einem runden Ausstecher (ca. 6 cm) kleine Kreise ausstechen und diese auf das Blech setzen. Teigreste wieder zu einem Rechteck formen und erneut ausstechen. So weiter machen, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Die Plätzchen mit dem verquirlten Ei bestreichen und im heißen Ofen ca. 10-12 min backen. Sie sollen schön aufgehen und goldbraun sein. Erst kurz auf dem Blech abkühlen lassen, dann zum weiteren Abkühlen vorsichtig auf ein Kuchengitter geben.

Für die Gravy:

  • 1 EL neutrales Öl zum Braten
  • 250 gr. gemischtes Hackfleisch
  • Salz, Pfeffer, Sojasauce, Muskat
  • 1 EL Mehl
  • 250 gr. Hühnerbrühe
  • 125 gr. Sahne
  • Zitronensaft

Während die Biscuits backen, kann man die Soße vorbereiten. Dafür das Hackfleisch in einer Pfanne im Öl krümelig braten. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Sojasauce würzen. Temperatur etwas herunterstellen, das Fleisch mit Mehl bestäuben und kräftig durchrühren. Unter weiterem Rühren nach und nach die Brühe zugießen. Dann die Sahne einrühren und alles ca. 5 min köcheln lassen, bis die Sauce eindickt ist. Mit Muskatnuss würzen und mit einem Spitzer Zitronensaft abschmecken.