Japanisches Rindfleischcurry aus dem Instant Pot

Das ist ein Gericht, wie es typisch ist für das Instant-Pot-Buch* von Melissa Clark. Es dauert seine Zeit und kocht sich nicht ganz von selbst. Man muss zwischendurch mal Dampf ablassen, neue Zutaten zugeben und braucht auch zusätzliche eine Pfanne. Der Wundertopf wird nicht dazu benutzt, um um jeden Preis ein schnelles Essen auf den Tisch zu stellen, sondern er kürzt schlicht die Garzeit für das Rindfleisch ab.

Ah – und das Curry ist toll. Es ist herrlich aromatisch. Die Sauce wird am Ende mit einem mit Sojasauce, Ketchup und Worcestersauce abgeschmecktem Roux gebunden und ist schön sämig. Ein mitgegarter Apfel sorgt für ein wenig Süße.

Im Grunde finde ich das Curry so toll, dass ich Euch rate, es unbedingt zu kochen. Wer keinen Instant Pot oder sonstigen Dampfkochtopf hat, kocht es halt auf dem Herd oder im Ofen und verlängert die Garzeit. Und die alternative Zubereitung im Slowcooker lohnt sich auch; die gebe ich im Rezept an.

Für 4 bis 6 Portionen:

  • 1 EL Rapsöl
  • 2 Zwiebeln
  • 800 g Schmorfleisch vom Rind
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Garam Masala
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 3 große Karotten
  • 1 Apfel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 1 große Süßkartoffel
  • 100 g Shiitake
  • 3 EL Erdnussöl
  • 3 EL Mehl
  • 1,5 EL Ketchup
  • 1 EL Worcestersauce
  • 1/2 EL Sojasauce
  • Frühlingszwiebelröllchen und gegarter Reis zum  Servieren

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Fleisch in ca. 4 cm große Würfel schneiden. Karotten schälen und würfeln.

Das Öl im Gareinsatz des Instant Pot mittels „Sauté“-Funktion erhitzen und die Zwiebeln anbraten, bis sie schön karamellisiert sind; das dauert ca. 15 min.

In der Zwischenzeit das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und bis zum Gebrauch bei Zimmertemperatur stehen lassen. Den Apfel schälen, entkernen und das Fruchtfleisch grob reiben.

Wenn die Zwiebeln eine schöne Farbe haben, einen EL Garam Masala, Knoblauch und Ingwer zugeben. Eine Minute mitrösten, dann das Fleisch zusammen mit Apfel, Lorbeerblatt und Karotten zugeben und die Brühe angießen. Deckel verschließen und alles bei hohem Druck 22 min kochen, dann den Druck manuell ablassen.

Während alles kocht, die Stiele der Shiitake herausdrehen und die Hütchen in Streifen schneiden. Die Süßkartoffel schälen und würfeln.

Süßkartoffel und Pilze zum Fleisch geben, Deckel befestigen und alles bei hohem Druck weitere 3 min garen. Druck manuell ablassen, das Curry mittels Sauté-Funktion weiterköcheln lassen.

Für die Mehlschwitze das Erdnussöl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Restliches Garam Masala und Mehl einrühren und alles unter Rühren 2 min anrösten. Ketchup, Worcestersauce und Sojasauce einrühren und dann soviel von der Flüssigkeit aus dem Dampfkochtopf, dass eine glatte Sauce entsteht. Die Mehlschwitze zum Curry geben und alles noch kurz köcheln lassen, bis die Sauce andickt.

Zum Servieren auf Schälchen verteilen und mit Reis und Frühlingszwiebelringen anrichten.

 Wer das Ganze im Slowcooker kochen will, kocht es für 5 bis 7 h auf „High“, wobei die Kartoffeln und Pilze nach 2, 5 h zugegeben werden; oder auf „Low“ für 8 bis 10 h, wobie man das Gemüse nach 4 h zugibt.

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Ofengeröstetes Aloo Gobi

Blumenkohl-Kartoffel-Curry – das war lange Zeit ein Standardgericht in unserem Haushalt. Sozusagen die Standard-Lösung für den Blumenkohl aus der Abokiste und immer gern gegessen. Irgendwann muss es wohl zu viel gewesen sein – denn nun stand das Gericht schon sehr lange nicht mehr auf dem Tisch.

Bis neulich. „Schuld“ daran ist im weitesten Sinn Juliane. Nein, Curry gab es bei ihr keines. Sie hat aber immer wieder begeistert erwähnt, wie gerne sie Zeitschriften über Readly liest. irgendwann habe ich mich dann auch damit befasst. Ich bin so jemand, dem beim Einkaufen immer wieder Kochzeitschriften in den Einkaufswagen springen. Meist ist es dann so, dass ein bis zwei Rezepte als interessant herausgefiltert werden, die restliche Zeitschrift landet im Papiermüll. Da ist die App tatsächlich eine kostengünstige Lösung. Und der Papiermüll wird auch etwas geschont.

Es gibt bei Readly eine riesige Auswahl an Zeitschriften. Ich wusste das vorher nicht, aber mir hat es ganz besonders die BBC Good Food angetan; die lese ich mit leuchtenden Augen. Und dieses Rezept habe ich in der Ausgabe vom März gefunden.

Ich habe ja ohnehin eine Vorliebe für ofengeröstetes Gemüse, und so hat das Rezept mich gleich angsprungen. Blumenkohl und Kartoffeln werden dafür mit Gewürzen im Ofen geröstet. Die Sauce wird separat gekocht und am Ende alles zusammengeführt. Die Röstaromen verleihen dem Gericht zusätzlich Tiefe – es ist toll.  Das Oringinalrezept ist mit einem Teelöffel Cayennepfeffer und 2 Chilis chön charf – Ihr könnt das an Eure Gewohnheiten anpassen. Also los:

Für 4 Personen:

  • 1 Blumenkohl
  • 400 g Kartoffeln
  • 1 EL Kreuzkümmelsaat
  • 2 TL Koriandersaat
  • 2 TL Schwarzkümmelsaat
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 4 EL neutrales Öl
  • 8 Curryblätter
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Dosen Tomaten (zu je 400 g)
  • 1 TL Zucker
  • Saft einer Limette
  • Joghurt und Schwarzkümmelsaat zum Servieren.

Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Würfel in einen Topf geben, mit Wasser bedecken. Alles zum Kochen bringen, eine Minute kochen lassen, dann abgießen und abtropfen lassen.

Den Blumenkohl in Röschen zerteilen. Den Strunk schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Blumenkohl und Kartoffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel, Zimt, Kurkuma, Cayennepfeffer und 2 EL Öl vermengen, salzen und im heißen Ofen 45 min backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.

Inzwischen kann man die Sauce vorbereiten: Dafür die Knoblauchzehen schälen und hacken. Die Chilis mit einem spitzen Messer an mehreren Stellen einstechen.

Das restliche Öl in einem großen Topf (Blumenkohl und Kartoffeln müssen später auch noch hineinpassen) erhitzen. Curryblätter darin kurz anrösten, Knoblauch zugeben, kurz durchrühren. Dann Tomaten, Chilis, Limettensaft und Zucker zugeben. Salzen und alles 15 min köcheln lassen.

Das geröstete Gemüse in die Sauce geben. Alles noch 5 min köcheln lassen. Wenn die Sauce zu dick ist, kann man einen Schuss Wasser dazugeben. Das Gericht mit Salz abschmecken und mit Joghurt und Schwarzkümmel auf Tellern anrichten. Dazu passt Basmati-Reis.

 

Anda Masala – Eiercurry in Tomatensauce aus Nordindien

Es gab hier gar kein Ostergericht dieses Jahr. Das macht aber nichts, denn nun bekommt Ihr ein amtliches Nach-Ostergericht. Bei uns sind nämlich furchtbar viele Ostereier übrig geblieben, und die müssen weg.

Ich finde das gar nicht so schlecht, denn ich esse unheimlich gerne Currygerichte mit Ei. Dennoch gibt es die nicht so oft, weil ich in der Regel warte, bis hartgekochte Eier übrig sind. Dafür freue ich mich dann um so mehr :-).

Das Rezept kommt aus einem steinalten indischen Kochbuch*; es war eines der ersten, die ich gekauft habe, und ich greife immer noch gerne darauf zurück.

Das Rezept ist ein Klassiker – laut Julie Sahni ist es das beliebteste Eiergericht in Indien. Es lebt nicht nur von den Gewürzen, sondern auch davon, dass die verwendeten Zwiebeln angebraten werden, bis sie karamellisiert sind.

Die Autorin empfiehlt, auf jeden Fall nur frisch gekochte Eier zu verwenden – am besten die Eier erst kochen, wenn die Sauce zubereitet wird. Uns hat es auch mit den schon länger gekochten Eiern geschmeckt – aber wer weiß, womöglich gibt es Steigerungsmöglichkeiten….

Für 4 Personen:

  • 4 große Eier
  • einige Esslöffel Ghee oder neutrales Öl (lt. Rezept 5; ich habe gespart)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 cm frischer Ingwer
  • 1 Zimtstange
  • 4 Kapseln grüner Kardamom
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Kurkuma
  • etwas Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Dose (400g ) Tomaten
  • Salz
  • 200 ml kochendes Wasser
  • 1 TL Garam Masala
  • frisch gehacktes Koriandergrün zum Servieren

Wer keine gekochten Eier hat, kocht sie in ca. 8 min hart und schält sie dann.

Die Zwiebeln schälen und fein hacken, ebenso den Knoblauch und den Ingwer.

Ghee oder Öl in einer schweren Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln darin bei mäßiger Hitze in ca. 20 min garen, bis sie gebräunt sind. Dann Knoblauch und Ingwer 2 min mitbraten. Zimt und Kardamom zugeben und 1 min braten. Jetzt Koriander und Kurkuma zugeben und pfeffern, kurz durchrühren und die Tomaten zugeben. Ohne Deckel köcheln lassen, bis die Sauce eindickt und das Öl sich an der Oberfläche abzusetzen beginnt. Salzen und 200 ml kochendes Wasser zugeben. Deckel auflegen und die Sauce noch 25 min köcheln lassen. Garam Masala einrühren und die Sauce mit Salz abschmecken.

Die Eier der Länge nach halbieren. Die Eihälften vorsichtig in die Sauce gleiten lassen und erwärmen; dabei darauf achten, dass sie nicht zerfallen.

Mit gehacktem Koriandergrün bestreut servieren. Dazu passt Basmati-Reis.

 

Burmesisches Entencurry mit Kartoffeln

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Das ist mal wieder eines jener Gerichte, die nicht unter die Kategorie „Augenweide“ fallen. Es ist halt ein Curry….Dass ich das Rezept trotzdem teile, liegt daran, dass das Curry wunderbar schmeckt.

Ich hatte noch Entenbrust in der Tiefkühle und irgendwie war mir kein Rezept gut genug. Ich wollte mal etwas anderes machen als die übliche gebratene Entenbrust. Da traf es sich gut, dass es bei Atul Kochhar* gleich ein ganzes Kapitel mit Curries auf der Basis von Ente und Gans gibt.

Entschieden habe ich mich für dieses Curry aus Myanmar. Die Kombination mit den Kartoffeln hat mich so angelacht. Ente scheint dort ein recht alltägliches Essen zu sein: in den vielen Reisfeldern leben Enten, und so herrscht an ihrem Fleisch kein Mangel.

Ich war ein wenig misstrauisch, ob die Entenbrust den recht langen Garvorgang gut überstehen würde – das hat sie. Und der kräftige Eigengeschmack des Fleisches macht sich toll in einem Curry mit seinen starken Aromen.

Ein paar kleine Änderungen habe ich mir erlaubt: Das Entenbrustfilet wird gehäutet, von der Haut ist dann im Rezept nicht mehr die Rede. Ich liebe knusprige Entenhaut, und so habe ich sie in der Pfanne langsam ausgebraten und als Topping serviert. Außerdem bekommt man so Entenfett und damit kann man die besten Bratkartoffeln überhaupt machen :-). Ach so, und ich habe noch ein paar Karotten mitgegart. Mehr Gemüse ist mir immer willkommen.

entencurry

Für 4 Personen:

  • 400 g Entenbrust
  • 1,2 TL gemahlene Kurkuma
  • 1, 5 EL Fischsauce
  • Salz
  • 2 EL Erdnussöl zum Braten
  • 2 Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 3 getrocknete rote Chilischoten
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 300 ml Hühnerbrühe
  • Reis zum Servieren

Die Entenbrust von Haut, Fett und Sehnen befreien und in 12 bis 16 Stücke schneiden. Die Haut in kleine Stücke schneiden. Entenbrust mit 1 EL Fischsauce und 1 TL Kurkuma vermischen und an einem kühlen Ort mindestens 30 min marinieren.  Die Haut der Entenbrust mit dem restlichen Kurkuma und der restlichen Fischsauce vermengen und getrennt von Brustfleisch ebenfalls marinieren.

Die Chilischoten in warmem Wasser einweichen.

Zwiebeln schälen und ganz fein hacken, ebenso die Knoblauchzehen. Kartoffeln schälen und vierteln, Karotten schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Haut der Entenbrust in eine Pfanne geben und bei milder Hitze knusprig braten. Ich habe sie gebraten, so lange ich das Curry zubereitet habe und das austretende Fett dabei immer wieder abgegossen.

Einen EL  Öl in einem Wok erhitzen und die Kartoffeln und Karotten darin von allen Seiten anbräunen, dann herausnehmen und beiseite stellen. Dann das restliche Öl erhitzen und die Entenstücke rundherum braun anbraten, dann herausnehmen.

Im Bratensatz die Zwiebeln, Knoblauch und die abgetropften Chilis ca. 15 bis 20 min braten, bis sie karamellisiert sind. Fleisch, Karotten und Kartoffeln wieder zugeben. Paprikapulver und Brühe zufügen, Deckel auflegen und alles 20 bis 25 min garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren mit Reis und der knusprigen Entenhaut anrichten.

 

Curry-Lachs im Tomatensud

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Ein Sommergericht, leicht, aromatisch und rasch gemacht habe ich heute für Euch. Bei der Curry-Königin Madhur Jaffrey* bin ich neulich über ein Lachscurry gestolpert, das ich ganz toll fand. Und dann habe ich doch etwas ganz anderes gemacht ;-).

Mir war nach etwas leichtem, tomatigen. Rasch gemacht sein sollte es auch  – et voilà, Experiment geglückt. Ich habe den Fisch mit Currypulver eingerieben, gut durchziehen lassen und dann im Tomatensud pochiert; das Pochieren ist das, was von der Original-Idee übrig geblieben ist.

Für das Marinieren braucht Ihr eine  Currymischung. Das kann eine selbstgemachte sein oder ein gutes gekauftes Produkt. Ich hatte eine rote Currymischung von oz. Die Mischung enthält außer den üblichen Curry-Bestandteilen auch noch eine schöne Menge Hibiskus – die leicht säuerliche Note harmoniert wunderbar mit Fisch, finde ich. Ich mag auch die Idee, die hinter oz steht – qualitativ hochwertige Gewürze werden in ganz kleinen Mengen (je eine Unze) verkauft. Das Ganze wird in schicken, praktisch stapelbaren Döschen verkauft, für  die es auch Nachfüllpacks gibt. So kann man alles in einem überschaubaren Zeitraum aufbrauchen und hat immer aromatische Gewürze da. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber gerade Gewürzmischungen brauche ich sehr selten, da muss ich schon hin und wieder etwas wegwerfen, weil es kein Aroma mehr hat.

Jetzt aber zum Lachs:

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Für 4:

  • 500 g Lachsfilet
  • 1 TL Currypulver
  • 3 Tomaten
  • Salz
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 10 frische Curryblätter
  • 50 g Spinat
  • geschroteter Chili
  • Limettensaft
  • optional: schwarzes Meersalz

Den Lachs in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden, in eine Schüssel geben, mit dem Currypulver bestreuen und alles vorsichtig vermischen. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und alles zum Marinieren in den Kühlschrank stellen. Eine Stunde braucht es mindestens, aber länger schadet auf keinen Fall.

Zwei Tomaten vierteln, dabei den Strunk entfernen. Die Tomaten zusammen mit 250 ml Wasser aufmixen. Die dritte Tomate in feine Würfel schneiden.

Vom Spinat die groben Stiele entfernen. Spinat kurz in Salzwasser blanchieren, dann abgießen, die Flüssigkeit gut ausdrücken und den Spinat ganz grob hacken.

Die gemixten Tomaten in eine weite Pfanne geben. Mit Salz und Kurkuma würzen, Curryblätter zugeben und langsam unter Rühren zum Kochen bringen. 5 min köcheln lassen, dann die Lachsstücke einlegen. Hitze reduzieren, den Fisch in ca. 8 min bei ganz geringer Temperatur garziehen lassen. Nach der Hälfte der Garzeit die gewürfelten Tomaten und den Spinat zugeben.

Mit einem Spritzer Limettensaft und ein wenig geschroteten Chili abschmecken und gleich servieren. Wer hat, gönnt dem Ganzen ein Finish mit schwarzem Meersalz. Dazu passt Basmati-Reis.

Disclaimer: die Gewürze wurden mir kostenfrei von oz zur Vefügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflußt.

Jamaica-Curry mit karamellisierten Tomaten

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Das ist eines der zahllosen Gerichte aus „Alle meine Hähnchen„, in denen das Fleisch von gehäuteten, ausgelösten Hähnchen Schenkeln verwendet wird.
Ich vermute, dass es deshalb so oft verwendet wird, weil auslöste Fleisch von Hähnchen Schenkeln in Großbritannien zum ganz normalen Sortiment in Supermärkten gehört. Gut. Wir lösen selbst aus. Dafür haben wir dann noch Knochen für eine Brühe. Das Auslösen gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber es lohnt sich – das Fleisch der Schenkel ist einfach vollmundiger und saftiger als eine Hühnerbrust.

Und auch sonst hat dieses Curry einiges zu bieten: eine herrliche Gewürznote dank Piment und Ingwer, etwas Schärfe, spritzige Säure von Limetten, milde Kokosmilch. Ah – und Rum.

Im Original wird Butternut-Kürbis verwendet, ich hatte noch einen Rest Hokkaido. Aber der Gemüseanteil ist ohnehin flexibel, Karotten oder Süßkartoffeln würden auch gehen.

Für 6 Personen:

  • 650 g Hühnchenschenkel, ohne Haut, entbeint und in Stücke geschnitten (dafür braucht Ihr ungefähr die doppelte Menge Hühnchenschenkel)
  • 2 EL gutes Currypulver
  • 75 ml Limettensaft, plus 2 EL Saft zum Servieren
  • 3 EL Kokosöl (oder anderes Öl)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 500 g Hokkaido
  • 250 g Kartoffeln
  • 2 TKL Piment, gemahlen
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 2 rote Chilischoten
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 4 Zweige Thymian
  • Schalenabrieb von 2 Bio-Limetten
  • 400 ml Kokosmilch
  • 4 Tomaten
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 3 EL Rum

Die Hühnchenteile mit 1 EL Currypulver und 75 ml Limettensaft in einer Schüssel gründlich vermischen. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken, kühl stellen und das Fleisch mindestens 4 h marinieren lassen. Bevor es ans Kochen geht, Zimmertemperatur annehmen lassen.

Kürbis in Stücke schneiden. Ich habe ihn auch geschält. Kartoffeln schälen und würfeln. Knoblauchzehen schälen und grob hacken. Chilis halbieren und hacken. Wer möchte, holt noch die Kerne heraus. Ingwer reiben, Frühlingszwiebeln putzen und fein hacken.

In einem Topf 2 EL Öl erhitzen, Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und portionsweise rundherum braun anbraten. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen und beseite stellen. Jetzt Kürbis und Kartoffeln in den Topf geben und bei mittlerer Hitze in ca. 6 min goldbraun braten. Dann das restliche Currypulver, Piment, Knoblauch, Ingwer, Chilis und Frühlingszwiebeln zugeben und unter Rühren etwas mitbraten.

Die Hühnchenteile wieder in den Topf geben. Thymina, Limettenabrieb und Kokosmilch zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen, kurz aufkochen und dann bedeckt ca. 30 min köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Währenddessen die Tomaten in Würfel schneiden. Kurz vor Ende der Garzeit das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Tomaten darin braten, bis sie weich sind und die Flüssigkeit fast eingekocht ist. Salzen, mit dem Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen, dann zum Curry geben.

Den Rum zum Curry geben, nochmal erwärmen und abschmecken. Zum Servieren mit dem restlichen Limettensaft beträufeln.