Käseschnecken mit Marmite

Da bin ich wieder. Erholt, mit neuen Eindrücken und Tatendrang :-). Und mit Reiseproviant. Es ist nämlich so: die Kinder sind zwar schon größer. Aber das hindert sie nicht daran, bei Ausflügen ungefähr 5 Minuten nach der Abfahrt urplötzlich kurz vor dem Hungertod zu stehen. Ich habe also immer Proviant dabei. Das entspannt die Lage, und man muss nicht unterwegs komisches Zeug kaufen. Diesmal waren unter anderem diese Schnecken im Gepäck:

Marmite ist auch nichts anderes als Hefeextrakt. In Großbritannien ist er sehr präsent – er wird gerne als Brotaufstrich genommen. Von Nigella Lawson gibt es sogar ein Rezept für Spaghetti mit Marmite. Das ist mir ein wenig zu viel des Guten. Aber ein Gläschen Marmite habe ich trotzdem immer da. Es verfeinert die eine oder andere Sauce oder kommt schon mal ans Popcorn. Im Prinzip kann man es überall da einsetzen, wo eine Extraportion Umami erwünscht ist.

Ich habe ja eine Vorliebe für salziges Knabbergebäck, und so ist klar, dass mir diese Schnecken aus dem sainsbury magazine gleich ins Auge gefallen sind. Doppelt Käse  – im Teig und als Füllung – und Marmite als Zusatzkick; das ist richtig klasse.

Ein Wort zum Hefeextrakt: der schmeckt nun…sehr hefig. Also Vorsicht bei der Dosierung; man kann auch weniger als 3 Teelöffel nehmen. Marmite gibt es hier oft im Asiashop. Man kann aber auch anderen Hefeextrakt nehmen; im Reformhaus bei den Brühen steht meist dieser hier*, und auch im Bioladen findet man welchen.

Für 12 Kekse:

125 g kräftiger Käse, original Cheddar, ich hatte Cheddar und Emmentaler
55 g Butter
225 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Senfpuver
1/4 TL Cayennepfeffer
1 großzügige Prise Salz
120 ml Milch, plus etwas zum Bepinseln
3 TL Marmite
25 gr Parmesan

Die Käsesorten getrennt voneinander reiben. Die Butter in kleine Würfel schneiden.

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

Mehl, Backpulver, Senfpulver, Cayennepfeffer, Salz, Butter und 50 g des Cheddars in einen Blitzhacker geben und zu feinen Krümeln verarbeiten. 120 ml Milch einarbeiten, dann den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz verkneten, bis er zusammenhält. Zu einem ca. 18×24 cm großen Rechteck ausrollen. Marmite mit dem Rücken eines Löffels auf der Teigplatte verteilen. Das geht am besten, wenn man den Hefeextrakt in der Mikrowelle oder im Wasserbad etwas anwärmt. Den restlichen Cheddar und einen Großteil des Parmesans darüber streuen. Alles zu einer dicken Wurst aufrollen, dann in 12 Scheiben schneiden.

Die Scheiben mit der Schnittfläche nach oben auf das Blech legen, mit Milch bepinseln und mit dem restlichen Parmesan bestreuen.

Im heißen Ofen in 15 bis 20 min goldbraun ausbacken.

 

 

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Kebap Tahini

Kebap muss nicht unbedingt am Spieß daherkommen. Im Prinzip bedeutet es einfach „gebratenes Fleisch“ und so fallen auch diese Hackfleischbällchen unter den Begriff „kebap“. Es sind Hackfleischklösschen mit Pinienkernen, serviert auf Kartoffeln mit einer Tahinsauce.

Das Rezept von Malakeh Jasmati* hat sofort meine Aufmerksamkeit bekommen – ich mag nämlich Tahin unglaublich gern. Ein Glas davon habe ich immer vorrätig. Mindestens. Tahin wandert in Gebäck, in Saucen, in Eis – hier findet Ihr einige Ideen.

Also, ich mag das. Und irgendwie geartete Klösschen auch.  Und: es ist ein Zusatzvorteil, dass das Rezept wirklich sehr einfach ist. Echte Feierabendküche.

Für 4 Portionen:

Nocken:

  • 700 g Hackfleisch vom Rind oder Lamm
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 40 g Pinienkerne
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 200 g Zwiebeln
  • 300 g Kartoffeln, festkochende Sorte
  • 250 ml Hühnerbrühe

Sauce:

  • 250 g Tahin
  • 4 EL stichfester, fetter Joghurt
  • 50 ml Zitronensaft

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Das Hackfleisch mit Salz, Pfeffer und Pinienkernen verkneten. Zum Formen der Nocken jeweils etwas von der Hackfleischmasse in die Hand nehmen und die Hand kurz zur Faust schließen. Das Ergebnis sind längliche Nocken; die Abdrücke der Hand müssen nicht unbedingt zu sehen sein.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Nocken darin rundherum ca. 5 min anbraten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebeln im Bratfett des Fleisches anbraten, dann die Kartoffeln zugeben und braten, bis sie beginnen, weich zu werden.

Zwiebeln und Kartoffeln in eine Auflaufform geben, die Fleischnocken darauf setzen. Die Brühe (im Original werden ein Glas Wasser und 2 Brühwürfel verwendet) angießen. Die Form abdecken (im Rezept mit Alufolie, ich habe einfach passende Topfdeckel genommen) und alles im heißen Ofen 30 min garen.

Für die Sauce Tahin mit Joghurt und Zitronensaft in einem kleinen Topf verrühren.

Wenn der Auflauf fertig gegart ist, aus dem Ofen holen, alle Flüssigkeit vorsichtig abgießen oder abschöpfen und diese zu der Tahin-Mischung geben. Etwas kaltes Wasser angießen (im Rezept stehen 25 ml, vielleicht ein Druckfehler?) und alles kurz aufkochen. Soße über den Auflauf gießen und alles servieren. Meine Soße war zu dickflüssig zum Gießen; ich habe sie dazu gereicht. Geschmeckt hat sie trotzdem. Wer es dünnflüssig mag, probiert das Ganze mit 250 ml Wasser.

Den Kebap lasse ich Euch als Proviant da. Ich bin mal ein paar Tage weg – Südfrankreich, Strand, Sand und Sonne rufen ganz laut nach mir :-).

 

Kibbeh Alfaker und Motabbal

Für die Rezension von „Malakeh„* wollte ich unbedingt ein Kibbeh-Rezept ausprobieren. Es gibt eine große Auswahl an Rezepten und ich habe mich für das einfachste entschieden – weil mich gerade die Einfachheit fasziniert hat.

Malakeh erzählt, dass diese Kibbeh aufgrund ihrer Einfachheit auch „Kibbeh für Arme“ genannt werden. Es ist aber nicht nur bei armen Menschen beliebt, denn es enthält kein Fleisch, ist aber sehr nahrhaft. Vor dem Krieg wurde es eine richtige Spezialität und wurde auch in teuren Restaurants serviert.

Die Grundzutaten sind wirklich sehr einfach – feiner Bulgur und gegarte Kartoffeln. Gewürzt wird mit Kreuzkümmel und Paprikapulver. Die geformten Kibbeh werden nicht mehr gegart – man isst sie kalt.

Eigentlich werden die Kibbeh ja mit Granatapfelsirup, Paprikamark oder ein wenig Chilipulver serviert. Ich habe statt dessen Motabbal dazu serviert. Das ist ein Dipp aus im Ofen gegarten Auberginen, Tahin und Joghurt – und eine Sache, von der ich nie genug bekommen kann.

Ah, nebenbei bemerkt: ich habe die Zutatenmengen jeweils halbiert und es hat trotzdem für 4 gereicht. Bei (viel) größerem Hunger könnt Ihr das Ganze ja verdoppeln….

Kibbeh:

  • 350 g feiner Bulgur für Köfte
  • 200 g Kartoffeln, mehlig kochende Sorte
  • 1 kleine Zwiebel
  • 50 ml Olivenöl
  • 15 g gemahlener Cumin
  • 10 g Paprika edelsüß
  • Salz

De Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser weich kochen.

Den Bulgur mit ca. 350 ml warmem Wasser übergießen und quellen lassen. Das ist keine exakte Angabe – wieviel Wasser Ihr braucht, ist abhängig vom verwendeten Bulgur. Im Ergebnis muss der Bulgur so weich sein, dass es sich gut mit den Kartoffeln vermischen läßt und dass die Masse am Ende gut zusammenhält. Das ist ein wenig Erfahrungs- und Gefühlssache.

Während der Bulgur quillt, die Zwiebel schälen, fein würfeln und in 25 ml Olivenöl glasig andünsten. Kartoffeln abgießen und mit einer Gabel fein zerdrücken.

Gequollenen Bulgur, Zwiebel, Kartoffeln und Gewürze gründlich verkneten, bis eine feste Masse entsteht. Mit Salz würzen und nochmals durchkneten.

Zum Formen der Kibbeh jeweils etwas von der Masse in die Hand nehmen und die Hand kurz zur Faust schließen. Hand wieder öffnen, die entstandene Nocke auf eine Servierplatte legen. Der Abdruck der Finger soll zu sehen sein. Weiterarbeiten, bis die gesamte Kibbeh-Masse geformt ist.

Vor dem Servieren die Kibbeh mit dem restlichen Olivenöl beträufeln. Mit dem Motabbal auf den Tisch bringen.

Motabbal – Auberginenpüree mit Joghurt

  • 1 kg Auberginen
  • 2 bis 3 Zehen Knoblauch
  • 125 g  Joghurt – eine stichfeste, fette Sorte
  • 40 g Tahin
  • 2 El Zitronensaft
  • Salz
  • 25 ml Olivenöl
  • 25 g Walnusskerne

Den Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Auberginen rundherum mit einem spitzen Messer oder einer Gabel einstechen (steht so nicht im Rezept, aber wem einmal Auberginen im Ofen explodiert sind, dem passiert das kein zweites Mal 😉 ). Im heißen Ofen ca. 30 min backen. Sie sind gar, sobald man sie mit einem Zahnstocher durchstechen kann. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen, dann Stielansatz entfernen und die Haut abziehen. Das Fruchtfleisch in einem Sieb abtropfen lassen.

Inzwischen den Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Das abgetropfte Auberginen-Fruchtfleisch pürieren und mit Joghurt, Zitronensaft, Tahin und Knoblauch vermischen. Mit Salz abschmecken.

Püree in einer Schale anrichten. Walnusskerne grob hacken. Granatapfelkerne auslösen. Motabbal mit Olivenöl übergießen und mit Granatapfel- und Walnusskernen dekorieren.

 

Paneer mit Chili und glasierten Bohnen

Paneer mag ich sehr gerne; er könnte hier ruhig öfter auf den Tisch stehen. Also habe ich Gelegenheit ergriffen und diese Idee von Anna Jones* ausprobiert. Das ist ein rasch gemachtes Curry, das herrlich duftet und ebenso schmeckt.

Anna Jones greift auf gekauften Paneer zurück, zeigt aber im Vorratsteil ihres Buches auch, wie man Paneer selbst macht. Wer keinen Paneer bekommt, keinen selbst machen möchte oder vegan lebt, der kann statt dessen auch auf Tofu zurückgreifen.

Für 4 Personen:

  • 200 g Paneer
  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Ghee
  • 500 g grüne Bohnen
  • 1 EL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL eher mildes Chilipulver
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 200 g Kirschtomaten
  • 5 cm frischer Ingwer
  • 1 Zitrone, der Saft
  • 1 EL Honig
  • 1 rote Chilischote
  • etwas gehacktes Koriandergrün zum Servieren

Wie man Paneer macht, steht hier. Die Enden der Bohnen abschneiden. Tomaten grob würfeln, Ingwer schälen und hacken. Paneer in mundgerechte Würfel schneiden. Chilischote fein hacken.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Ghee in einem großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten, bis sie beginnen, goldbraun und weich zu werden.

Alle trockenen Gewürze über Zwiebeln und Knoblauch streuen und bei niedriger Temperatur unter Rühren rösten, bis sie zu duften beginnen. Tomaten und Ingwer in den Topf geben. Hitze hochschalten und alles 2-3 min köcheln lassen.

Jetzt die Bohnen zusammen mit Honig und Zitronensaft zugeben und sorgfältig umrühren. 100 ml Wasser angießen und alles köcheln lassen, bis die Bohnen gegart sind.

Jetzt Paneer und Chilischote zugeben. Vorsichtig umrühren, damit der Paneer von allen Seiten mit Sauce bedeckt ist. Kurze Zeit erwärmen.

Curry mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Mit gehacktem Koriandergrün bestreut servieren.

Dazu passen Basmati-Reis, Naan oder Chapatis.

 

Blumenkohlsteak mit Labne und geriebenen Tomaten

Das ist ein wirklich neuartiges Gericht mit Blumenkohl, das uns gut gefallen hat. Der Blumenkohl wird halbiert, mit einer Mischung aus eingelegter Zitrone und Butter gewürzt und im Ofen gegart. Dazu kombinieren die Autoren von Palomar* Labneh, also Frischkäse aus Joghurt, geriebene Tomaten und schließlich geröstete Mandelsplitter für den Crunch.

Das Ganze ist nicht nur ein feines Essen, sondern auch ein sehr typisches Gericht: man hat eine längere Vorlaufzeit, weil man verschiedene Komponenten vorbereiten muss. Das eigentlich Essen aber ist dann nicht schwierig herzustellen.

Ihr bekommt also nicht nur den Blumenkohl serviert, sondern auch noch die Grundrezepte für eingelegte Zitronen, Zitronenpüree und Labneh 🙂 .

Eingelegte Zitronen und Zitronenpüree:

  • 5 Bio-Zitronen
  • 30 g Meersalzflocken
  • 100 ml Rapsöl
  • 140 ml Olivenöl

zusätzlich für das Püree:

  • 1 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsaat, geröstet und gemörsert

Ein Einmachglas von 1 Liter Inhalt heiß ausspülen und dann im Ofen bei 110°C Ober- und Unterhitze trocknen lassen.

Die Zitronen waschen, dann ohne die Endstücke in 5 mm dünne Scheiben schneiden. Eine Schicht Zitronenscheiben in das Glas legen, dann mit etwas Salz bestreuen. So weitermachen, bis Zitronen und Salz aufgebraucht sind.

Zitronenscheiben mit Öl bedecken, Glas luftdicht verschließen. 3 Tage ziehen lassen, dann sind sie gebrauchsfertig.

Jetzt zum Püree: Die Zitronen abtropfen lassen, das Öl aufheben. Zitronen mit den Gewürzen im Mixer pürieren, dabei nach und nach etwas Öl angießen, bis man ein glattes Püree erhält.  Püree in ein sterilisiertes Einmachglas geben und mit etwas von dem restlichen Öl bedecken. Das restliche Öl macht sich gut in Salat-Dressings.

Für das Labneh:

Ihr braucht Joghurt, mindesten 500 g.  Im Buch wird eine Mischung aus fettem griechischen Joghurt und Magerjoghurt verwendet. Ich nehme meist den 3,5 %igen Joghurt, den ich ohnehin da habe. Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen, das Sieb über eine Schüssel hängen und den Joghurt hineingeben. Kühl stellen und mindestens 5 bis 6 h abtropfen lassen. Das Labneh ist fertig, wenn der Joghurt aufgehört hat zu tropfen. Die Molke in der Schüssel verwende ich gerne zum Brot backen.

So. Die Vorräte hätten wir. Jetzt geht es an den Blumenkohl. Das Rezept reicht für 4.

  • 2 kleinere Köpfe Blumenkohl
  • 4 EL Gemüsebrühe
  • 25 g Butter, geschmolzen
  • Salz, Zucker
  • 1 Prise Chiliflocken

Geriebene Tomaten:

  • 2 Tomaten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Prise Kreuzkümmelsaat
  • 1 Schuss Olivenöl
  • Salz

Zitronenbutter:

  • 25 g Butter, geschmolzen
  • 1 EL Zitronenpüree
  • 1 TL gemahlene Mandeln

Zum Servieren:

  • 4 EL Labneh
  • 1 TL Za’atar
  • 1 Handvoll geröstete Mandelsplitter
  • gehackte Petersilienblättchen
  • Meersalzflocken

Die Blumenkohlköpfe längs halbieren. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Blumenkohlköpfe mit der Schnittseite nach unten auf das Blech legen. Gemüsebrühe mit der Butter verrühren und die Blumenkohlköpfe damit einpinseln. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen. Die Blumenkohlköpfe mit Backpapier abdecken und im heißen Ofen ca. 45 bis 60 min backen. Der Blumenkohl soll sich leicht einstechen lassen, aber nicht zu weich sein.

Zwischenzeitlich die Tomaten häuten und reiben. Knoblauch schälen und ganz hacken. Tomaten mit den restlichen Zutaten verrühren und beiseite stellen. Die Zutaten für die Zitronenbutter ebenfalls verrühren.

Blumenkohl dem Ofen nehmen, die Grillfunktion einschalten. Die Kohlköpfe mit der Zitronenbutter einreiben und unter den Grill schieben und 5 bis 7 grillen.

Zum Servieren je 1 EL Labneh auf einem Teller verstreichen, mit Za’atar bestreuen. Je einen Blumenkohl darauf setzen. Geriebene Tomaten über den Kohl geben, mit Mandelsplittern, Petersilie und Salzflocken garnieren und gleich servieren.

 

Ofengeröstetes Aloo Gobi

Blumenkohl-Kartoffel-Curry – das war lange Zeit ein Standardgericht in unserem Haushalt. Sozusagen die Standard-Lösung für den Blumenkohl aus der Abokiste und immer gern gegessen. Irgendwann muss es wohl zu viel gewesen sein – denn nun stand das Gericht schon sehr lange nicht mehr auf dem Tisch.

Bis neulich. „Schuld“ daran ist im weitesten Sinn Juliane. Nein, Curry gab es bei ihr keines. Sie hat aber immer wieder begeistert erwähnt, wie gerne sie Zeitschriften über Readly liest. irgendwann habe ich mich dann auch damit befasst. Ich bin so jemand, dem beim Einkaufen immer wieder Kochzeitschriften in den Einkaufswagen springen. Meist ist es dann so, dass ein bis zwei Rezepte als interessant herausgefiltert werden, die restliche Zeitschrift landet im Papiermüll. Da ist die App tatsächlich eine kostengünstige Lösung. Und der Papiermüll wird auch etwas geschont.

Es gibt bei Readly eine riesige Auswahl an Zeitschriften. Ich wusste das vorher nicht, aber mir hat es ganz besonders die BBC Good Food angetan; die lese ich mit leuchtenden Augen. Und dieses Rezept habe ich in der Ausgabe vom März gefunden.

Ich habe ja ohnehin eine Vorliebe für ofengeröstetes Gemüse, und so hat das Rezept mich gleich angsprungen. Blumenkohl und Kartoffeln werden dafür mit Gewürzen im Ofen geröstet. Die Sauce wird separat gekocht und am Ende alles zusammengeführt. Die Röstaromen verleihen dem Gericht zusätzlich Tiefe – es ist toll.  Das Oringinalrezept ist mit einem Teelöffel Cayennepfeffer und 2 Chilis chön charf – Ihr könnt das an Eure Gewohnheiten anpassen. Also los:

Für 4 Personen:

  • 1 Blumenkohl
  • 400 g Kartoffeln
  • 1 EL Kreuzkümmelsaat
  • 2 TL Koriandersaat
  • 2 TL Schwarzkümmelsaat
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 4 EL neutrales Öl
  • 8 Curryblätter
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Dosen Tomaten (zu je 400 g)
  • 1 TL Zucker
  • Saft einer Limette
  • Joghurt und Schwarzkümmelsaat zum Servieren.

Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Würfel in einen Topf geben, mit Wasser bedecken. Alles zum Kochen bringen, eine Minute kochen lassen, dann abgießen und abtropfen lassen.

Den Blumenkohl in Röschen zerteilen. Den Strunk schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Blumenkohl und Kartoffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel, Zimt, Kurkuma, Cayennepfeffer und 2 EL Öl vermengen, salzen und im heißen Ofen 45 min backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.

Inzwischen kann man die Sauce vorbereiten: Dafür die Knoblauchzehen schälen und hacken. Die Chilis mit einem spitzen Messer an mehreren Stellen einstechen.

Das restliche Öl in einem großen Topf (Blumenkohl und Kartoffeln müssen später auch noch hineinpassen) erhitzen. Curryblätter darin kurz anrösten, Knoblauch zugeben, kurz durchrühren. Dann Tomaten, Chilis, Limettensaft und Zucker zugeben. Salzen und alles 15 min köcheln lassen.

Das geröstete Gemüse in die Sauce geben. Alles noch 5 min köcheln lassen. Wenn die Sauce zu dick ist, kann man einen Schuss Wasser dazugeben. Das Gericht mit Salz abschmecken und mit Joghurt und Schwarzkümmel auf Tellern anrichten. Dazu passt Basmati-Reis.