Ofengeröstetes Aloo Gobi

Blumenkohl-Kartoffel-Curry – das war lange Zeit ein Standardgericht in unserem Haushalt. Sozusagen die Standard-Lösung für den Blumenkohl aus der Abokiste und immer gern gegessen. Irgendwann muss es wohl zu viel gewesen sein – denn nun stand das Gericht schon sehr lange nicht mehr auf dem Tisch.

Bis neulich. „Schuld“ daran ist im weitesten Sinn Juliane. Nein, Curry gab es bei ihr keines. Sie hat aber immer wieder begeistert erwähnt, wie gerne sie Zeitschriften über Readly liest. irgendwann habe ich mich dann auch damit befasst. Ich bin so jemand, dem beim Einkaufen immer wieder Kochzeitschriften in den Einkaufswagen springen. Meist ist es dann so, dass ein bis zwei Rezepte als interessant herausgefiltert werden, die restliche Zeitschrift landet im Papiermüll. Da ist die App tatsächlich eine kostengünstige Lösung. Und der Papiermüll wird auch etwas geschont.

Es gibt bei Readly eine riesige Auswahl an Zeitschriften. Ich wusste das vorher nicht, aber mir hat es ganz besonders die BBC Good Food angetan; die lese ich mit leuchtenden Augen. Und dieses Rezept habe ich in der Ausgabe vom März gefunden.

Ich habe ja ohnehin eine Vorliebe für ofengeröstetes Gemüse, und so hat das Rezept mich gleich angsprungen. Blumenkohl und Kartoffeln werden dafür mit Gewürzen im Ofen geröstet. Die Sauce wird separat gekocht und am Ende alles zusammengeführt. Die Röstaromen verleihen dem Gericht zusätzlich Tiefe – es ist toll.  Das Oringinalrezept ist mit einem Teelöffel Cayennepfeffer und 2 Chilis chön charf – Ihr könnt das an Eure Gewohnheiten anpassen. Also los:

Für 4 Personen:

  • 1 Blumenkohl
  • 400 g Kartoffeln
  • 1 EL Kreuzkümmelsaat
  • 2 TL Koriandersaat
  • 2 TL Schwarzkümmelsaat
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 4 EL neutrales Öl
  • 8 Curryblätter
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Dosen Tomaten (zu je 400 g)
  • 1 TL Zucker
  • Saft einer Limette
  • Joghurt und Schwarzkümmelsaat zum Servieren.

Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Würfel in einen Topf geben, mit Wasser bedecken. Alles zum Kochen bringen, eine Minute kochen lassen, dann abgießen und abtropfen lassen.

Den Blumenkohl in Röschen zerteilen. Den Strunk schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Blumenkohl und Kartoffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel, Zimt, Kurkuma, Cayennepfeffer und 2 EL Öl vermengen, salzen und im heißen Ofen 45 min backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.

Inzwischen kann man die Sauce vorbereiten: Dafür die Knoblauchzehen schälen und hacken. Die Chilis mit einem spitzen Messer an mehreren Stellen einstechen.

Das restliche Öl in einem großen Topf (Blumenkohl und Kartoffeln müssen später auch noch hineinpassen) erhitzen. Curryblätter darin kurz anrösten, Knoblauch zugeben, kurz durchrühren. Dann Tomaten, Chilis, Limettensaft und Zucker zugeben. Salzen und alles 15 min köcheln lassen.

Das geröstete Gemüse in die Sauce geben. Alles noch 5 min köcheln lassen. Wenn die Sauce zu dick ist, kann man einen Schuss Wasser dazugeben. Das Gericht mit Salz abschmecken und mit Joghurt und Schwarzkümmel auf Tellern anrichten. Dazu passt Basmati-Reis.

 

Advertisements

Crostini mit Entenleber und Zwiebelmarmelade

Ganz offensichtlich ist mir in meinem bisherigen Küchenleben so einiges entgangen. So habe ich noch nie Crostini gemacht. Und Zwiebelmarmelade auch nicht. Ein unhaltbarer Zustand – aber das habe ich erst festgestellt, nachdem ich beides auf den Tisch gebracht habe.

Dieses Rezept aus „Comfort Food„* hat uns allen gut gefallen. Die süße Marmelade in Kombination mit der Leberpastete ist toll, und das knusprige Brot tut sein übriges.

Basis für die Pastete ist Entenleber. Die hat einen etwas tiefgründigeren Geschmack als Hühnerleber. Ich wage aber einfach mal die Behauptung, dass ihr auch Hühnerleber verwenden könnt, wenn Ihr keine Entenleber bekommt.

Das Ganze reicht für 6 bis 8 Personen.

Zwiebelmarmelade:

  • 6 rote Zwiebeln
  • Olivenöl zum Braten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 50 g Rohrzucker
  • 50 ml Rotweinessig

Crostini:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 6 Blätter Salbei
  • Olivenöl zum Braten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 100 ml Portwein
  • 1 Schuss Sherry-Essig
  • 250 g Entenleber
  • 250 g Butter
  • 12-16 Scheiben Brot (im Rezept steht Ciabatta; ich habe mein Sauerteigbrot verwendet)

Für die Zwiebelmarmelade die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln bei mittlerer Hitze in ca. 12 bis 15 min weich garen. Sie sollen nicht braun werden. Dabei mit Salz und Pfeffer würzen und immer wieder mal umrühren, damit sich nichts anlegt.

Inzwischen den Knoblauch schälen und fein hacken. Knoblauch zusammen mit Zucker und Essig zu den Zwiebeln geben und weitere 10 min kochen, bis der Essig verdampft ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Jetzt zur Paté:

Dafür die Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Salbeiblätter fein schneiden. Die Lebern putzen. Die Butter schmelzen.

Zwiebeln mit Knoblauch und Salbei in einer Pfanne mit einem guten Schuss Olivenöl bei mittlerer Hitze anbraten, dabei mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. 10 min garen bis sie weich sind. Sie sollen aber keine Farbe annehmen. Portwein angießen, alles einreduzieren lassen, dann Essig zugeben und ein paar Minuten köcheln lassen. In einen Mixer oder Blitzhacker umfüllen.

Jetzt etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die Entenlebern braten, bis sie außen braun, in der Mitte aber noch rosa sind, dann mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Lebern zu den Zwiebeln geben und pürieren. Dabei nach und nach die geschmolzene Butter angießen und alles gut vermischen. Die Masse in eine Schüssel geben, etwas abkühlen lassen und dann zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Jetzt geht es aber ans Essen: die Brotscheiben auf beiden Seiten mit Olivenöl bepinseln. Dann in einer (Grill)Pfanne auf beiden Seiten rösten. Jede Scheibe mit der Pastete bestreichen, etwas Zwiebelmarmelade darauf geben und servieren.

 

Pasta mit Pilz-Auberginen-Klösschen

Wie ist das denn bei Euch? Bei uns geht Pasta immer. Und Klösschen auch. Aubergine hingegen steht bei meiner Familie etwas weiter unten auf der Beliebtheits-Skala.

Hier sind die Auberginen zusammen mit Pilzen und gegarter Hirse in den Klösschen versteckt – das kam gut an. Ich war außerdem ganz dankbar für das Rezept, eben weil in den Klösschen  Hirse ist. So konnte ich etwas von der Hirse verbrauchen, die in meinem Vorratsschrank herumlungert.

Ich war etwas misstrauisch, ob die Klösschen zusammenhalten würde, denn es ist kein Bindemittel darin. Aber das Ganze hat funktioniert. Die Klösschen sind außen knusprig und innen schön fluffig. Und die verwendeten Walnüsse sorgen für Biss.

Ich könnte mir gut vorstellen, die Klösschen auch zu etwas anderem als Pasta zu servieren. Bestimmt machen sie sich zum Beispiel auch gut als Sandwich-Füllung.

Die Klösschen brauchen ein wenig Zeit. Man kann sie aber auch gut schon am Vortag vorbereiten. Jeanine Donofrio* serviert die Klösschen mit ihrer einfachen Tomatensauce, die ich bestimmt noch ausprobieren werde. Der Clou an der Sauce ist, dass frische Tomaten in der Pfanne geröstet werden, bevor man sie häutet. Ich habe mangels guter frischer Tomaten eine Sauce aus Dosentomaten zu den Klösschen serviert.

Für 4 Portionen:

Klösschen:

  • 1 Zwiebel
  • 225 g Champignons
  • 225 g Aubergine
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl zum Braten
  • 2 TL Sojasauce
  • 1 TL Aceto Balsamico
  • 70 g Walnusskerne
  • 200 g gegarte Hirse
  • 150 g Semmelbrösel

Sauce:

  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Lorbeerblatt
  • Olivenöl zum Braten

Außerdem:

  • 350 g Spaghetti

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Champignons und Aubergine putzen und fein hacken.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel darin glasig dünsten. Pilze zugeben, alles mit Salz  würzen und dünsten, bis die Pilze weich sind. Die Auberginen zugeben, salzen und weiterbraten, bis alles weich ist. Essig und Sojasauce zugeben, kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Nüsse im Blitzhacker zerkleinern. Gemüsemischung zugeben, und alles intervallweise mixen, bis die Masse sich verbunden hat, aber noch stückig ist. Mischung in eine Schüssel geben und die Hirse einarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ca. 16 gleich große Klösschen aus der Masse formen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Klösschen darauf legen und für 30 min in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen für die Tomatensauce Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig andüsten, dann die Tomaten zugeben. Salzen, das Lorbeerblatt zugeben und die Sauce mit aufgelegtem Deckel ca. 30 min köcheln lassen. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Lorbeerblatt entfernen.

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Klösschen mit etwas Olivenöl beträufeln und ca. 40 min im heißen Ofen backen, nach 20 min einmal wenden.

Inzwischen die Pasta nach Packungsanleitung al dente kochen.

Zum Servieren die Klösschen mit Spaghetti und Tomatensauce anrichten.

Blumenkohlsuppe mit gerösteter Paprika

Ich habe ja eine Vorliebe für ofengeröstetes Gemüse. Ich mache das wirklich oft. Wir haben ja eine Abokiste, da bleibt am Ende der Woche gern mal etwas Gemüse übrig. Das röste ich oft im Ofen. Theoretisch ist das oft als Gemüsebeilage gedacht. Theoretisch deshalb, weil ich meist so viel nasche, dass für die anderen nichts mehr übrig bleibt.

Was hat das jetzt mit der Suppe zu tun? Nun, die Basis ist ofengerösteter Blumenkohl. Ich war sehr diszipliniert und habe genügend für die Suppe übrig gelassen – das ist auch gut so, denn sie schmeckt wunderbar.  Sie ist wirklich fix zubereitet und dabei aromatisch und cremig.

Jeanine Donofrio* verwendet außer Blumenkohl auch noch gegrillte Paprika. Beides sorgt für schön rauchige Aromen. Für die Cremigkeit sorgen eingeweichte, mitgemixte Cashewkerne, und ein extra Aroma-Kick kommt von etwas Miso.

Eine Anmerkung zum Rezept: man braucht im Grunde keinen Kochtopf, es wird alles im Ofen gegart und dann gemixt. Im Rezept steht: „Im Hochleistungsmixer pürieren“. Das ist hier wirklich nicht nötig. Ich habe einen Mittelklassemixer, nämlich den ProBlend 6 von Philips*. Ich sehe gerade, er ist, seit ich ihn gekauft habe, deutlich im Preis gesunken. Der mixt wirklich wunderbar fein, schafft auch Nussmuss und Sojabohnen für Sojamilch problemlos.  Und für diese Suppe hier, da hat er erst recht gereicht. Und abgesehen davon mag ich den hitzebeständigen Glasbehälter.

So, jetzt aber zum Rezept. Ihr müsst rechtzeitig anfangen, die Cashews werden über Nacht eingeweicht.

Für 4 Portionen:

  • 70 g Cashewkerne
  • 1 eher kleiner Blumenkohl
  • 3 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • Olivenöl zum Beträufeln
  • 750 ml Wasser, im Wasserkocher erhitzt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 3 EL Miso-Paste (original weiße; ich hatte dunkles Gersten-Miso)
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 1 TL Weißweinessig

Am Vortag die Cashewkerne in Wasser einweichen.

Wir starten mit den gegrillten Paprika. Dazu den Backofengrill auf 220°C vorheizen. Paprika halbieren und die Kerne entfernen. Mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und grillen, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft. Blech herausnehmen, die Paprika mitsamt dem Backpapier in eine Schüssel geben und dabei richtig in das Backpapier einwickeln. Abkühlen lassen, dann die Haut abziehen.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze einstellen.

Den Blumenkohl in Röschen zerteilen. Den Strunk kann man schälen, in Scheiben schneiden und mit verwenden. Die Zwiebel schälen und in dicke Scheiben schneiden.  Blumenkohl, Zwiebel und die ungeschälten Knoblauchzehen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und in 20 bis 30 min goldbraun backen, dann herausnehmen. Man sollte ein paar Röschen zum Garnieren zurück behalten – ich Deko-Queen habe das natürlich vergessen.

Cashews abgießen. Mit dem Wasser in einen Mixer geben und pürieren.

Die Knoblauchzehen aus der Schale drücken. Blumenkohl (bis auf ein paar Röschen…), Paprikaschoten, Zwiebel, Knoblauch, Miso, Kreuzkümmel, Koriander, Cayennepfeffer,  Essig  und dem heißen Wasser in den Mixer geben und die Suppe cremig mixen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren vorsichtig erhitzen.

 

Potstickers mit Spargel und Bärlauch

Es ist angespargelt – endlich! Spargel ist tatsächlich das, worauf ich mich im Frühjahr am meisten freue. Einmal muss es ihn klassisch mit Hollandaise geben, die restliche Zeit bleibt fröhlichen Experimenten überlassen. So kann der Spargel auch in Potstickers wandern.

Ich bin ja ein wenig stolz auf mich. Dieses Rezept von Lizzie Mabbott* habe ich nämlich im Winter gefunden und gleich auf meine imaginäre Nachkochliste gesetzt. Und als jetzt der erste heimische Grünspargel auftauchte, habe ich mich tatsächlich erinnert – obwohl die Ausprobierensliste nicht gerade kurz ist. Das Gericht hatte wohl eine gewisse Dringlichkeitsstufe.

Ich habe auch die Kurve gekriegt und schnell noch Bärlauch gesammelt, bevor er nicht mehr genießbar ist. Wenn ihr keinen Bärlauch mehr bekommt (oder keinen mögt) kann man statt dessen gut Spinat und etwas feingehackten Knoblauch nehmen; den Spinat würde ich aber vorher blanchieren und die Flüssigkeit ausdrücken.  Statt Spargel geht auch anderes grünes Frühlingsgemüse – Erbsen, Dicke Bohnen, vielleicht auch Brunnenkresse.

Das ist also mein allererstes Frühlingsgericht – und ich freue mich sehr, dass die Auswahl an Gemüse und Obst jetzt langsam wieder bunter und vielfältiger wird. Und weil es gerade so gut passt, wandern die Potstickers zum Kochtopf. Dort veranstaltet nämlich gerade Jeanette aus der Cuisine Violette ein Event – es geht um frühlingshaften Genuss.

Für ca. 18 Potstickers:

  • 150 g Garnelen
  • 1 EL Natron, vermischt mit 2 EL Wasser (optional)
  • 100 g Schweinehack
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 1/2 EL fein geriebener Ingwer
  • 1 EL Sojasauce
  • 1/2 TL Sesamöl
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 125 g grüner Spargel
  • 50 g Bärlauch
  • 1 TL Maisstärke
  • 1 Packung Dumpling Wrappers
  • Mehl zum Arbeiten
  • 2 EL neutrales Öl zum Braten

Für den Dipp:

  • 60 ml Sojasauce
  • 3 EL Chinjiang-Essig
  • 2, 5 cm frischer Ingwer

Für die Füllung die Garnelen fein hacken, dann in der Natron-Lösung marinieren, während man die anderen Zutaten vorbereitet.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in ganz feine Ringe schneiden. Den Spargel von holzigen Enden befreien und in feine Scheiben schneiden, dabei die Spitzen zurücklegen. Den Bärlauch fein hacken.

Die Garnelen abtropfen lassen und trocken tupfen. Dann Garnelen, Schweinehack, Spargel, Frühlingszwiebeln, Ingwer, Bärlauch und Speisestärke in einer Schüssel vermischen. Mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und Sesamöl würzen.

Zum Füllen einen Dumpling-Wrapper in die Handfläche legen. Einen Esslöffel der Füllung in die Mitte geben, die Teigplatte zu einem Halbmond zusammenklappen und die Ränder gut andrücken. Dann jeweils mit Mittelfinger und Daumen kleine Falten in den Rand kneifen. So weitermachen, bis Wrapper und Füllung aufgebraucht sind. Fertige Potstickers auf einem bemehlten Geschirrtuch lagern.

Die Spargelspitzen der Länge nach vierteln.

Zum Garen das Öl in einer Pfanne (beschichtet wäre gut) erhitzen. Die Dumplings in die Pfanne stellen und ca. 3 min braten, der Boden soll knusprig werden. Dann von der Seite her ein wenig Wasser angießen und einen Deckel auf die Pfanne setzen. Weitergaren, bis das Wasser verdampft ist. So werden die Potstickers fertig gedämpft. Gegen Ende der Garzeit die Spargelspitzen mit in die Pfanne geben.

Während die Potstickers garen,  für die Dippsauce den Ingwer schälen und fein reiben. Mit Sojasauce und Essig vermischen.

Die Potstickers mit Spargelspitzen und Dipp servieren.

 

Zrazy – Rouladen auf polnisch

Rouladen gelten ja als klassische Hausmannskost. Und wie ich Zuza Zaks „Polska“* entnehmen durfte, gilt das nicht nur für Deutschland, sondern jedenfalls auch für Polen. Die Machart unterscheidet sich etwas von dem, was wir kennen. Die Rouladen werden nicht angebraten. Und in die Sauce kommt Roggenbrot. Das fand ich richtig klasse. Es dickt die Sauce an und verleiht ihr gleichzeitig Aroma.

Zuza Zak erzählt, dass Zrazy eines der Gerichte sind, an die man sich erinnert, wenn von der „guten alten Zeit“ die Rede ist. In ihrer Vorstellung aß man es, während man sich gepflegt über Politik, Kultur und Dichtung austauschte.

Das Originalrezept verwendet getrocknete Pilze. Ich hatte Champignons in der Gemüsekiste und habe daher die alternative Zubereitung mit frischen Pilzen gewählt. Wenn Ihr getrocknete Pilze nehmt, dann braucht Ihr 4 bis 5 Stück. Ihr weicht sie über Nacht ein und gebt sie mitsamt des Einweichwasser von Anfang der Garzeit an zu den Rouladen.

Für 2 Personen:

  • 2 Rindsrouladen zu je 150 g
  • 4 EL Dijon-Senf
  • 2-3 Gewürzgurken
  • 1 rote Paprikaschote
  • 250 g braune Champignons
  • etwas Rapsöl zum Braten
  • 250 ml Rotwein
  • 125 ml Hühnerbrühe
  • 1 Scheibe Roggenbrot, altbacken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Pimentkörner
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Rouladen zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie flach klopfen.

Die Gewürzgurken in 5 cm lange Stifte schneiden. Die Paprika putzen und das Fruchtfleisch ebenfalls in 5 cm lange Stifte schneiden.

Jede Roulade auf einer Seite dick mit Senf bestreichen, dann in der Mitte durchschneiden. Die mit Senf bestrichenen Hälften mit Gewürzgurken- und Paprikasticks belegen. Rouladen straff aufrollen und mit Zahnstochern oder Küchengarn fixieren. Rouladen in einen Schmortopf legen.

Rotwein, Brühe, zerzupftes Brot, Lorbeerblatt und Piment zugeben und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Alles bei mittlerer Hitze aufkochen, dann die Temperatur reduzieren und die Rouladen mit aufgelegtem Deckel ca. 2, 5 h garen. Wenn zu viel Flüssigkeit verdampft, etwas Wasser nachgießen.

Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze bei starker Hitze braten, bis sie all ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Beiseite stellen und ca. 10 min vor Ende der Garzeit zu den Rouladen geben.

Wenn die Rouladen gegart sind, portionsweise auf Tellern anrichten. Dazu passen Kartoffelpüree, geröstete Buchweizengrütze oder einfach knuspriges Brot.