Pogaca-Blumen

Mein erstes Erlebnis mit Pogaca liegt einige Jahre zurück. Genaugenommen war es ein Nicht-Erlebnis. Die Kinder waren noch im Kindergarten; und ich stand während des Sommerfests am Buffet und schnitt Wassermelone im Akkord. Und während ich das tat, wanderte mein Blick die Tafel entlang und blieb immer wieder an appetitlich aussehenden,  kleinen gefüllten Brötchen hängen. Mein Vorsatz war klar – davon muss ich mir nachher unbedingt eines holen. Ich war nicht die Einzige – als ich fertig war, waren die Brötchen weg.

Ein wenig Recherche ergab, dass es sich um Pogaca handelte. Und weil ich keine abbekommen hatte, musste ich sie eben selbst backen. Das tue ich seitdem immer wieder.

Sonst mache ich immer eine recht einfache Form. Nun haben mich aber in Soframiz *diese wunderbaren Pogaca angelacht, die aussehen wie Blumen – eine tolle Idee, die nach Nachahmung schrie.

Den Teig kann man auch ungefüllt zu weichen Brötchen verarbeiten. Die Kräuter an der Füllung sind variabel, man kann zum Beispiel auch Dill nehmen, oder eine Mischung verschiedener Kräuter; ich mag da Petersilie, Dill und Minze.

Wir haben die Pogaca als Reiseproviant mitgenommen. Ich bin noch ein wenig unterwegs, aber diese Schätzchen musste ich Euch schon mal zeigen.

Für 12 Pogaca:

  • 400 g Mehl (ich hatte Weizen 550)
  • 250 ml Milch, lauwarm
  • 1 TL Trockenhefe
  • 2 TL Zucker
  • 1 Ei (Größe L)
  • 60 ml Sonnenblumenöl
  • Mehl (ich hatte Weizen 550)
  • 1 TL Salz
  • 350 g Feta
  • eine Handvoll Minze und  glatte Petersilie

Zum Bepinseln:

  • 1 Ei
  • 2 EL Milch

Zunächst zum Teig: das Mehl mit Hefe, Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Milch, Ei und Öl zugeben und alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel luftdicht abdecken und den Teig in 1 bis 1,5 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Für die Füllung die Petersilien- und Minzeblättchen fein hacken.  Den Käse in eine Schüssel krümeln, die Petersilie zugeben und alles mit einer Gabel vermischen.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig in 12 gleich große Stücke teilen und diese zu Kugeln formen. Mit einem Tuch bedecken 30 min ruhen lassen.

Nun jede Kugel zu einem Kreis mit ca. 12 cm Durchmesser ausrollen. In jeden Kreis an je 2 gegenüberliegenden Stellen (also oben und unten, rechts und links) insgesamt 4 Schnitte machen, die aber nicht bis ganz zur Mitte gehen. In der Mitte bleibt eine Stelle frei, auf diese kommt ein Esslöffel von der Füllung. Jetzt geht es ans Falten: dazu  das obere Viertel des Teiges über den Käse falten. Nun den Teig ein Stück (ca. 0,5 cm) nach hinten umknicken, so bildet sich ein geöffnetes Blütenblatt.  Nun das Gleiche mit dem unteren Teil des Teiges machen, dann mit dem rechten und schließlich mit dem linken. Beim letzten Teil beim Umknicken die Blätter unter der Rose festdrücken. So mit allen Teigkreisen weitermachen.

Fertig gefaltete Pogaca auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Abdecken und ca. 45 min ruhen lassen.

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ei und Milch verquirlen und die Pogaca damit bepinseln. Im heißen Ofen in ca. 25 bis 30 min goldbraun ausbacken.

Pogaca kann man warm oder  kalt essen; sie schmecken aber am besten, wenn man sie noch an dem Tag isst, an dem sie gebacken wurden.

 

Advertisements

Sesamkranz

sesamkranz

Ich bin keine besonders begeisterte Kuchenesserin – meist backe ich den eher für andere. Aber manchmal überkommt mich dann doch der Appetit. So wie neulich. Aufgewacht und gleich gedacht – heute muss es Kuchen sein. Kuchen aus Hefeteig. Aber kein Gugelhupf. Was anderes.

Nur, was denn? Ein bisschen Wühlen und Suchen, nichts wollte meinem Appetit so recht entgegenkommen. Bis ich in „Türkei vegetarisch„* auf den Mohnkranz stieß. Ich habe statt der Mohnfüllung die Alternative mit Tahin gewählt, denn türkische Mohnpaste war gerade nicht im Haus.

Die Zubereitung hat ein wenig Ähnlichkeit mit den Chocolate Krantz Cakes – ist aber weniger aufwändig: Hefeteig wird mit der Füllung bestrichen, aufgerollt, in zwei Teile geschnitten. Die Teile werden gegeneinander verdreht und zu einem Kranz zusammengedrückt. So bekommt man einen Kranz mit Füllung.

Ihr wundert Euch über das Foto? So etwas kommt zustande, wenn gierige Mitbewohner sich am Kuchen vergreifen, bevor man Fotos machen konnte.

Es ist ein Hefekuchen – und darf deshalb zu we.love.yeast. Dort werden von Zorra und Sandra Rezepte mit Hefe gesammelt und eine monatliche Zusammenfassung veröffentlicht.

Für einen Kuchen:

Kuchen:

  • 120 ml Milch, lauwarm
  • 1 EL Zucker
  • 10 g frische Hefe
  • 40 g Butter, flüssig
  • 1 Eiweiß
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Prise Salz
  • 270 g Mehl

Füllung:

  • 100 g Tahin
  • 100 g Zucker
  • 3 EL Walnusskerne, grob gehackt

Zum Bestreichen:

  • 1 Eigelb

Für den Teig das Mehl mit Zucker und Salz in eine Schüssel geben. Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und zusammen mit Butter und Eiweiß zum Mehl geben. Alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Wenn der Teig zu klebrig ist, noch etwas Mehl zugeben. Die Schüssel abdecken und den Teig in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Zwischenzeitlich für die Füllung Tahin, Zucker und gehackte Walnüsse verrühren.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 30 x 40 cm großen Rechteck ausrollen. Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen, dann mit einem scharfen Messer einmal der Länge nach durchschneiden. Die beiden Teigteile mehrmals gegeneinander verdrehen, so dass eine Art einfacher Zopf entsteht. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, dabei die Enden zu einem Kranz zusammenführen und festdrücken. Mit einem sauberen Küchenhandtuch abdecken und nochmals ca 30 min gehen lassen.

Inzwischen den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Kranz mit verquirltem Eigelb bepinseln und in den heißen Ofen schieben.

20 min backen, dann die Temperatur auf 180°C senken und nochmals ca. 8 min backen.

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Manti mit Kichererbsenfüllung

manti

Die kleinen Nudelteigtäschen gehören zu meinen liebsten Gerichten aus der Türkei. Bisher kannte ich sie mit der klassischen Füllung aus Hackfleisch oder mit einer Kartoffelfüllung – aber mit die Variante mit Kichererbsen, die ich in „Türkei vegetarisch„* entdeckt habe, die war mir neu und musste natürlich ausprobiert werden.

Die Teigtäschen werden gefüllt mit einer Masse aus gegarten, zerkleinerten Kichererbsen, gewürzt mit Kreuzkümmel und Minze. Statt der bekannten kleinen Pyramiden, die nach allen Seiten geschlossen sind, habe ich die Alternative gewählt – die Schiffchen sind doch niedlich, oder? Praktischerweise werden die Manti im Ofen gegart – da muss man nicht befürchten, dass sich die mühevolle Bastelarbeit im Wasser in Wohlgefallen auflöst. Dazu gibt es die klassischen Beilagen: eine Knoblauch-Joghurtsoße und eine Paprikabutter.

Manti taste_of_turkey_2(ja…..eigentlich gehört da kein Punkt auf das i, aber die Sonderzeichen wollen nicht so wie ich…) machen ist ein wenig Arbeit, denn die Täschen sind klein. An der Portionsgröße, die im Rezept angegeben ist, habt Ihr gut zu tun. Aber der Aufwand lohnt sich. Und außerdem kann man die Nudeltäschchen gut einfrieren, sowohl roh als auch gegart.

Ach so, ich sagte ja, die Manti werden im Ofen gegart. Deshalb dürfen sie mitmachen beim Dauerevent von Sibel und Melanie – die suchen nämlich diesen Monat Ofengerichte.

Für 6 Portionen (eine Form von ca. 32 cm Durchmesser):

Für den Teig:

  • 500 gr. Mehl (ich: Dinkel 630)
  • 2 Eier
  • 1 TL Salz
  • ca. 180 ml Wasser
  • Butter für die Form

Für die Füllung:

  • 5-6 Stängel glatte Petersilie
  • 300 gr. Kichererbsen, gegart
  • 1/4 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/4 TL Nanaminze, getrocknet
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Zum Garen: 1,5 l Gemüsebrühe und 1,5 EL Butter

Für den Knoblauch-Joghurt:

  • 500 gr. Joghurt, am besten cremiger, stichfester
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz

Für die Paprika-Butter:

  • 1,5 EL Butter
  • 1 TL Salça (Paprikapaste), mittelscharf
  • 1/2 TL Paprika edelsüß

Zum Anrichten:

  • Sumach
  • getrocknete Nana-Minze

Für den Teig Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Eier zugeben und alles zu einem festen, aber elastischen Nudelteig verkneten. Dabei nach und nach so viel Wasser wie nötig zugeben. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur ca. 1 h ruhen lassen.

Für die Füllung die Petersilienblättchen abzupfen und fein hacken. Kichererbsen mit der Gabel zerdrücken, mit Petersilie und Gewürzen zu einer homogenen Masse verarbeiten und mit Salz abschmecken. (Wer so faul ist wie ich, gibt einfach alles in einen Food-Processor…).

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Auflaufform mit Butter fetten.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ganz dünn ausrollen (oder man nimmt die Nudelmaschine). Teig in 4×4 cm große Quadrate schneiden und je ca. 1/3 TL Füllung auf jedes Quadrat geben. Die Quadrate in der Mitte falten; dann hat man zwei lange und zwei kurze Seiten. Die langen Seiten bleiben offen, die kurzen Seiten werden festgedrückt. So entstehen die Schiffchen. Fertige Schiffchen mit der offenen Seite nach oben in die Auflaufform stellen. So weiter verfahren, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind. Es empfiehlt sich, portionsweise zu arbeiten und den nicht benötigten Teig in der Folie zu lassen, damit nichts austrocknet.

Die Form in den Ofen geben und ca. 10 min garen. Inzwischen die Gemüsebrühe aufkochen, mit Salz würzen und die Butter zugeben. Die heiße Brühe nach und nach über die Teigtaschen gießen; diese sollen zu 3/4 bedeckt sein. Nochmal ca. 15-20 min backen. Die Flüssigkeit sollte dann verdampft und aufgesogen sein; sonst noch etwas länger im Ofen lassen.

Für das Knoblauch-Joghurt das Joghurt in eine Schüssel geben. Die geschältte Knoblauchzehe mit Salz im Mörser zu einer Paste zerstoßen und in das Joghurt rühren.

Für die Paprika-Butter die Butter schmelzen, Salça und Paprikapulver einrühren, dann vom Herd nehmen.

Zum Servieren die Manti mit Knoblauch-Joghurt und Paprikabutter auf Tellern anrichten und mit etwas Nana-Minze und Sumach bestreuen.

Schwiegermutter-Köfte

icli-köfte

Içli Köfte heißen die eigentlich, mit Kringel unter dem c. Es sind gefüllte Köfte – in der Bulgurmasse versteckt sich eine Kartoffel-Hackfleisch-Füllung. Schwiegermutter-Köfte ist aber auch nett, dazu gibt es nämlich eine Geschichte 🙂 . Das ganze ist ein Gericht, das traditionell bei Hochzeiten gegessen wird. Die Köfte macht die Schwiegermutter der Braut. Während sie die ausgehöhlten, gefüllten Bällchen wieder verschließt wünscht sie sich, dass der Mund der Schwiegertochter genau so gut verschlossen sein soll wie die Köfte. Nun ja, es scheint, das Schwiegermütter in jedem Kulturkreis gerne mal schlecht wegkommen.

Bei mir haben die Içli Köfte auch eine Geschichte: ich hatte nämlich eine riesige Tüte feinen Bulgur für Köfte im Küchenschrank lagern. Gekauft hatte ich ihn für diese Rezension. Die Bulgurklösschen, die ich daraus zubereitet habe, waren ein komplettes Desaster – Bulgursuppe. Und so stand die Tüte im Schrank und ich konnte mich nicht so recht motivieren, irgenwelchen Bulgurklösschen eine zweite Chance zu geben.

taste_of_turkey_2Dann kamen Melanie und Sibel mit ihrem Event zur türkischen Küche – und was wünschen sie sich diesen Monat? Köfte! Zeit, allen Mut zusammenzunehmen und dem Bulgur an den Kragen zu gehen.

Und diesmal gab es erfreulicherweise keine Bulgursuppe, sondern tatsächlich Köfte. Das ist bestimmt einerseits dem Umstand zu verdanken, dass laut Rezept* diesmal ein Ei an die Bulgurmasse kommt. Aber ich hatte auch ein wenig Hilfe: Semiha, die weiß wovon sie redet, hat mir erklärt, dass die Bulgurmasse sehr, sehr gründlich geknetet werden muss, damit sie zusammenhält.  Das hat funktioniert.

Die Köfte machen etwas Arbeit, aber die lohnt sich auch. Außerdem lohnt es sich auch, gleich das ganze Rezept zuzubereiten, denn die  Bällchen schmecken auch kalt. Sie machen sich gut auf Buffets und in Brotzeitboxen – und einfrieren kann man sie auch.

Für 6 Personen:

Für die Füllung:

  • 500 gr. Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 200 gr. Rinderhack
  • etwas Pflanzenöl (original 100 ml, das war mir zu viel)
  • 1 EL Paprikamark
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • Pfeffer aus der Mühle

Für den Teig:

  • 500 gr. feiner Bulgur
  • 100 gr Gries (ich hatte Dinkelgries)
  • 500 ml kaltes Wasser (original nur 200 ml…..das funktioniert nicht….)
  • 1 Ei
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Salz

Zum Fertigstellen:

  • 50 gr Butter

Für die Füllung die Kartoffeln waschen, kochen, schälen und dann mit einer Gabel fein zerdrücken. Zwiebel schälen und fein hacken. Hackfleisch in einer Pfanne ohne Fett braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Etwa Öl zugeben, dann die Zwiebel und unter Rühren weiterbraten, bis die Zwiebel glasig ist. Die Kartoffelmasse unterrühren, alles mit Salz, Pfeffer und Paprika kräftig abschmecken und beiseite stellen.

Für die Hülle den Bulgur und den Gries mit 1 TL Salz in eine große Schüssel geben, das Wasser dazu gießen, kurz umrühren und alles 20 min quellen lassen. Dann Ei, Tomatenmark und Mehl zugeben und alles sehr gründlich durchkneten.

Zum Formen vom Teig je ein ca. walnussgroßes Stück abnehmen. In den Handflächen zu einer Kugel rollen, dann mit dem Zeigefinger eine tiefe Mulde hineindrücken und mit einem kleinen Löffel etwas von der Füllung hineingeben. Die Öffnung wieder gut verschließen, indem man den Teig zwischen den Handflächen rollt. So weitermachen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.  Die Bällchen, wenn nötig portionsweise 10 min bei milder Hitze kochen lassen. Dann mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und gut abtropfen lassen.

Die Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen und die Köfte vor dem Servieren kurz darin eintunken.

Dazu passen Salat und ein Joghurt-Dipp.

Türkische Nusspizza

walnuss-pizza

Das ist mein Lieblingsgericht aus „Yemek„*.

Lahmacun ist ja ein türkischer Klassiker – ganz dünne Pizza, in der Originalversion mit Tomate und Lammhack belegt. Habe ich schön erwähnt, dass ich Lahmacun liebe?

Nun ist eine der Autorinnen von Yemek Vegetarierin – da musste eine Alternative zum Lammhack her. Die Autorinnen haben es mit gehackten Walnüssen versucht, und ich kann nur sagen: Volltreffer. Der Belag ist toll: würzig durch Zwiebel, Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprikapaste, gemüsig dank Paprika und Tomate. Und Walnüsse machen das Ganze schön deftig und geben Crunch.

Wer die Pizza Gästen serviert, sollte sie vielleicht vorwarnen: der Belag sieht täuschend echt nach Hackfleisch aus….

Für 4 Personen:

Teig:

  • 350 gr. Weizenmehl
  • 10 gr. frische Hefe
  • 120 ml Milch
  • 120 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz

Belag:

  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 große Tomate
  • 100 gr. Walnusskerne
  • 2 TL aci biber salcasi (scharfe Paprikapaste; gibt es im türkischen Lebensmittelhandel)
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL pul biber (Paprikaflocken)
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/2 TL Sumach
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 Zitrone

Für den Teig die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen. Mehl in eine Schüssel geben, alle restlichen Zutaten zufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Die Schüssel abdecken und den Teig in ca. 60 min zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Für den Belag Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika und Tomate in kleine Würfel schneiden. Walnüsse hacken. Alle Zutaten mit Ausnahme von Petersilie und Zitrone in eine große Schüssel geben, gründlich vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Ofen auf 210°C Umluft vorheizen; dabei zwei Backbleche mit einschieben. Zwei Bögen Backpapier auf der Arbeitsfläche auslegen. Den Teig in 4 gleich große Teile teilen. Auf jedem Backpapier-Bogen je zwei Teile des Teiges zu länglichen, sehr dünnen Fladen ausrollen. Jeweils mit einem Viertel der Füllung belegen.

Die beiden Bleche aus dem Ofen nehmen und die Backpapiere mit den Lahmacun auf die heißen Bleche ziehen. Wieder in den Ofen schieben und in ca. 10 min ausbacken.

Petersilienblätter abzupfen und grob hacken. Zitrone vierteln.

Lahmacun mit Petersilie und Zitrone servieren.

Türkisches Karottenkonfekt zum #tierfreitag

karottenkonfekt

Eine Praline aus Karotten? Klingt erst mal ungewohnt, nicht wahr? Aber nun, Karottenkuchen schmeckt ja auch 🙂 Ich hatte schon länger im Kopf, etwas Süßes aus Karotten zuzubereiten. Ein indisches Dessert schwirrte mir im Kopf herum, aber irgendwas kam immer dazwischen.

Da bin ich in Yemek* über die cezerye gestoplert – süße Karottenriegel. Na, dann, ab in die Küche. Nun, das hätte ich schon viel früher tun sollen – denn die Riegel sind eine wirklich feine Nascherei. Der Karottengeschmack ist sehr dezent. Die Riegel sind weich, Pistzien sorgen für Biss und zusätzliches Aroma. Statt Pistazien kann man auch Walnüsse nehmen.

Die süße Leckerei kann man in einer Frischhaltedose bei Zimmertemperatur einige Tage aufheben.

Und weil die kleinen Süßigkeiten zufällig vegan sind, dürfen sie beim #tierfreitag mitmachen.

Für ca. 30 Riegel:

  • ca. 300 gr. Karotten
  • 200 gr. Zucker
  • je 1 Prise Zimt, gemahlene Gewürznelken und Ingwerpulver
  • 3 EL Pistazien, gehackt (natürlich nicht die gesalzenen)
  • 5 EL Kokosraspel

Die Karotten schälen und fein reiben.

In einem Topf 120 ml Wasser zum Kochen bringen, die Karottenraspel hineingeben und alles bei mittlerer Hitze mit Deckel ca. 20 min kochen lassen. Gegen Ende der Kochzeit öfter mal umrühren, damit nichts am Topfboden kleben bleibt.

Nun Zucker, Gewürze und Zitronensaft zugeben. Alles ohne Deckel unter Rühren weiterköcheln lassen, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Die Karotten werden dabei glasig und etwas dunkler. Gehackte Pistazien unterrühren. Dann die Masse mit einem Teigschaber zu einem ca. 0,5 dicken Quadrat auf Backpapier streichen, auskühlen lassen und dann noch einige Zeit an der Luft trocknen lassen.

Paste mitsamt dem Backpapier auf ein Schneidbrett legen und in kleine Quadrate schneiden. Am Ende in Kokosraspeln wälzen.

Lasst es Euch schmecken!