Das ganze Haus ist als reiner Sonnenfang dem Tale zu gerichtet » BEDBURGISCHES.DE

Den Satz „Das ganze Hans ist als reiner Sonnenfang dem Tale zu gerichtet“ fand ich so schön, dass ich ihn als Titel für meinen heutigen Beitrag über den Sonnenhof genommen habe. Er entstammt einem Expose, das vor vielen Jahren über das „Haus H. in Bedburg“, Untertitel: „Terrassen und Becken“ erstellt worden ist und das mir freundlicherweise vom „LVR-Amt für Denkmalpflege“ zugesandt wurde.

Meine Geschichten über den Sonnenhof hatten Mitarbeiter des LVR Amtes für Denkmalpflege gelesen. Deshalb fragte man bei mir nach, ob ich weitere Fotos und Informationen über den Sonnenhof hätte. Nun, das war leider nur zu einem geringen Maße der Fall.

Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland erarbeitet derzeit einen Führer zum Neuen Bauen, dem modernen Bauen zur Zeit der Weimarer Republik. Er steht im Zusammenhang der Festivitäten zum Bauhaus-Jubiläum im Jahr 2019. In dem Führer werden größtenteils eingetragene Baudenkmäler gezeigt, aber auch Bauten, die es nicht mehr gibt oder solche, die als Bauten der 1920er Jahre heute nicht mehr erkennbar sind.

Der Anfrage des LVR Amtes war eine PDF-Datei beigefügt, die neben einigen Fotos auch interessante Informationen enthielt, die ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht kannte.

Leider gab es damals ja noch keine Digitalkameras, wodurch die Anzahl der Fotos vermutlich auf natürliche Weise begrenzt ist. Heute würde das jedenfalls wohl kaum vorkommen 🙂

Vielleicht befinden sich in Ihrem Besitz weitere Fotografien aus der Zeit, in dem der Sonnenhof noch ein wunderbares Fleckchen Erde sein durfte.

Er wurde Anfang der 1970er Jahre wie so viele schöne Bauwerke und Örtlichkeiten zugunsten der Braunkohlegewinnung abgebaggert.

Ich möchte auf diesem Weg ein paar Informationen weitergeben, die für den einen oder anderen Besucher meines Blogs interessant sein könnten.

In dem erwähnten Expose befand sich ein auch eine Größenangabe. Danach soll das Gelände des Sonnenhofes 40 Morgen gewesen sein. Das entspräche 10 ha oder 100.000 Quadratmetern. Ich vermute, dass die Familie Holtkott damals weiteres Gelände um den Sonnenhof herum gekauft hat. In meiner Erinnerung war das (mit Maschendraht eingezäunte) Gelände ziemlich quadratisch und besaß deutlich größere Abmessungen. Meiner Einschätzung nach sollten Länge und Breite ungefähr 750 Meter aber sicher nicht weniger als 500 Meter betragen haben.

Leider liegen die wunderbaren Zeiten nun solange zurück, dass mir meine jugendliche Erinnerung Streiche spielen könnte. Kinder und Jugendliche, haben eine andere Größenvorstellung als Erwachsene, glaube ich.

Auch die ungefähre Lage des Sonnenhof bleibt aufgrund mir leider nicht zugänglicher Details bzw. Unterlagen ein Mysterium. Die Zeichnungen, die ich im Internet dazu gefunden habe, halfen mir wenig. Vielleicht haben Sie eine Idee, wo ich diesbezüglich nachfragen könnte? 

Meine Schwester und andere Mitwisser gehen davon aus, dass die Lage des Anwesens etwa dort gewesen sein müsste, wo sich heute das Peringsmaar befindet. Dieser Standort scheint mir allerdings zu weit östlich zu liegen. Ich würde ihn um einiges weiter nach Westen verorten. Anhand der Google – Map und des Straßenverlaufes habe ich versucht, die ungefähre Lage zu rekonstruieren. Ich weiß allerdings nicht, ob die heutige L 361 tatsächlich, wie ich unterstellt habe, zum Teil mit der ehemaligen Verlängerung der Bergheimer Straße überlappt. 

Screenshot von Google-Map

Vielleicht hat ja jemand Tipps für mich, wie man an solche Infos noch herankommen kann. 

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